Kundenberater im Vertrieb
Kundenberaterinnen und Kundenberater im Vertrieb betreuen bestehende und neue Kunden, erstellen Angebote und verkaufen Produkte oder Dienstleistungen ihres Unternehmens, am Telefon, per E-Mail oder im persönlichen Gespräch.
6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kundenberater im Vertrieb verdient
3.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 5.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.200 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.500 € | 5.800 € | 54.000 € |
Das Gehalt hängt stark von der Branche ab: In Industrie, IT und Pharma wird deutlich mehr gezahlt als im Einzelhandel oder in Callcentern, tarifgebunden sind etwa Betriebe nach den Tarifverträgen des Groß- und Außenhandels, der Metall- und Elektroindustrie oder des privaten Bankgewerbes. Im Außendienst kommen oft Provisionen und ein Dienstwagen hinzu, die das tatsächliche Einkommen erheblich erhöhen, aber auch schwanken lassen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kundenberater im Vertrieb?
Kundenberaterinnen und Kundenberater im Vertrieb sind die direkte Verbindung zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden. Sie nehmen Anfragen entgegen, klären, was der Kunde braucht, und stellen passende Produkte oder Leistungen vor. Daraus entstehen Angebote, die sie kalkulieren, verschicken und nachverfolgen. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Telefonaten, E-Mails und Videocalls, im Außendienst kommen Termine vor Ort hinzu. Nach einem Abschluss begleiten sie den Auftrag weiter: Sie stimmen Liefertermine mit Lager und Logistik ab, beantworten Rückfragen und kümmern sich um Reklamationen. Alle Kontakte werden im CRM-System dokumentiert, damit Kollegen und Vorgesetzte den Stand nachvollziehen können. Je nach Branche geht es um Maschinenteile, Versicherungen, Software, Energieverträge oder Baustoffe, und entsprechend unterschiedlich viel Fachwissen ist nötig.
Wie wird man Kundenberater im Vertrieb?
Einen festgelegten Weg gibt es nicht. Häufig ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement, für Büromanagement, im Einzelhandel oder als Bankkaufmann. Auch ein Studium der Betriebswirtschaft oder ein duales Studium mit Vertriebsschwerpunkt führt in den Beruf. In technischen Branchen werden gern Menschen mit einer gewerblich-technischen Ausbildung eingestellt, die sich in den Verkauf weiterentwickeln. Der Quereinstieg ist verbreitet: Wer Erfahrung im Kundenkontakt mitbringt, etwa aus Gastronomie, Einzelhandel oder Callcenter, wird oft im Unternehmen eingearbeitet. Weiterbildungen wie Fachwirt für Vertrieb oder Fachkaufmann für Vertrieb erleichtern den Aufstieg.
Was der Beruf verlangt
Der Vertrieb wird an Zahlen gemessen. Umsatzziele, Abschlussquoten und Anzahl der Kundenkontakte werden regelmäßig ausgewertet, und wer die Vorgaben verfehlt, spürt den Druck. Bei Stellen mit hohem Provisionsanteil schwankt das Einkommen von Monat zu Monat. Viele Gespräche verlaufen ohne Ergebnis, Absagen gehören zum Alltag, und unzufriedene Kunden lassen ihren Ärger oft bei der Person aus, die gerade am Telefon ist. Im Innendienst sind die Arbeitszeiten meist geregelt, die Tätigkeit ist jedoch überwiegend sitzend am Bildschirm und mit Headset. Im Außendienst kommen lange Autofahrten, Übernachtungen und Termine am frühen Morgen oder späten Abend hinzu. Gefragt sind Geduld, eine klare Ausdrucksweise, Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, nach einem schwierigen Gespräch sachlich weiterzuarbeiten.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, Vertriebsstellen werden in nahezu allen Branchen ausgeschrieben. Die Fluktuation ist hoch, was den Einstieg erleichtert, aber auch zeigt, dass viele den Beruf nach einiger Zeit wieder verlassen. Einfache Standardanfragen werden zunehmend über Onlineshops, Chatbots und Kundenportale abgewickelt, gefragt bleiben dagegen Beratung bei erklärungsbedürftigen Produkten und die Betreuung von Großkunden. Wer sich bewährt, kann zum Key-Account-Manager aufsteigen, ein Verkaufsgebiet übernehmen oder als Teamleitung oder Vertriebsleitung Verantwortung für Mitarbeitende tragen. Fachwissen in einer technischen Branche oder Fremdsprachenkenntnisse verbessern die Chancen deutlich.
Aufgaben
- Kundenanfragen per Telefon, E-Mail und Chat beantworten
- Bedarf von Kunden erfragen und passende Produkte vorschlagen
- Angebote kalkulieren, erstellen und nachfassen
- Preise und Konditionen im Rahmen der Vorgaben verhandeln
- Aufträge erfassen und Liefertermine mit Lager und Logistik abstimmen
- Reklamationen bearbeiten und Lösungen anbieten
- Kundenkontakte und Verkaufschancen im CRM-System dokumentieren
- Neukunden über Telefonakquise oder Messen gewinnen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, Studium oder Erfahrung im Kundenkontakt
- Sicheres mündliches und schriftliches Deutsch
- Umgang mit CRM-Systemen und Office-Programmen
- Belastbarkeit gegenüber Zielvorgaben und Absagen
- Verhandlungsgeschick und Freundlichkeit auch in Konfliktgesprächen
- Führerschein Klasse B und Reisebereitschaft im Außendienst
- Englischkenntnisse bei international tätigen Unternehmen
Wo man arbeitet
- Großhandelsunternehmen
- Industriebetriebe
- Banken und Versicherungen
- Energieversorger und Telekommunikationsanbieter
- Softwareunternehmen
- Autohäuser
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement, oder ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft mit drei bis dreieinhalb Jahren. Quereinsteiger mit Erfahrung im Kundenkontakt werden häufig im Betrieb angelernt und können später den Fachwirt für Vertrieb (IHK) ablegen.
Offene Stellen als Kundenberater im Vertrieb
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Kundenberater im Vertrieb (m/w/d) - Quereinstieg möglich
Kundenberater im Vertrieb - Vollzeit/Teilzeit (m/w/d)
Kundenberater im Vertrieb (m/w/d)
Kundenberater im Vertrieb - Vollzeit (m/w/d)
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