Mediaberater für den Geschäftskundenbereich
Mediaberaterinnen und Mediaberater für Geschäftskunden verkaufen Werbeflächen und Werbezeiten in Print, Online, Radio oder Außenwerbung an Unternehmen. Sie beraten Betriebe zu Kampagnen, erstellen Angebote und betreuen ihren Kundenstamm, meist mit einem festen Gebiet und einem Umsatzziel.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Mediaberater für den Geschäftskundenbereich verdient
3.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 6.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.000 € | 3.500 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.800 € | 4.600 € | 45.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.000 € | 4.800 € | 6.200 € | 57.600 € |
Die meisten Arbeitgeber sind nicht tarifgebunden; nur einzelne Zeitungsverlage zahlen nach den regionalen Gehaltstarifverträgen für Angestellte in Zeitungsverlagen. Entscheidend ist das Verhältnis von Fixum zu Provision: Die angegebenen Werte sind Grundgehälter, mit erfolgsabhängigen Anteilen und Dienstwagen liegt das tatsächliche Einkommen oft deutlich höher, schwankt aber auch stärker, zudem zahlen große Medienhäuser und digitale Vermarkter meist mehr als kleine Anzeigenblätter.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Mediaberater für den Geschäftskundenbereich?
Mediaberater verkaufen Werbung an Unternehmen: Anzeigen in Zeitungen und Anzeigenblättern, Banner und Einträge auf Online-Portalen, Radiospots, Plakatflächen oder Einträge in Branchenverzeichnissen. Die Kunden sind oft kleine und mittlere Betriebe aus der Region, etwa Autohäuser, Handwerksbetriebe, Arztpraxen oder Einzelhändler, bei größeren Medienhäusern auch Agenturen und Konzerne. Der Alltag besteht aus Telefonaten zur Terminvereinbarung, Kundenbesuchen vor Ort oder per Video, Bedarfsanalysen und Angeboten. Dazu gehört, Mediadaten zu erklären, Reichweiten und Zielgruppen zu vergleichen, Rabatte zu verhandeln und Aufträge ins Verlagssystem einzugeben. Nach Vertragsabschluss stimmen Mediaberater Motive und Termine mit der Grafik oder Produktion ab, kümmern sich um Reklamationen und werten mit dem Kunden aus, wie eine Kampagne gelaufen ist. Ein großer Teil der Arbeit ist Neukundengewinnung, auch per Kaltakquise.
Wie wird man Mediaberater für den Geschäftskundenbereich?
Ein geschützter Ausbildungsberuf mit diesem Namen existiert nicht. Ein naheliegender Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Medienkauffrau oder zum Medienkaufmann Digital und Print, alternativ zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Marketingkommunikation oder eine allgemeine kaufmännische Ausbildung. Manche steigen nach einem Studium in Medienwirtschaft, BWL oder Kommunikationswissenschaft ein, oft über ein Trainee-Programm. Quereinstieg ist in diesem Beruf verbreitet: Viele Verlage und Sender stellen Menschen mit Vertriebserfahrung aus anderen Branchen ein, etwa aus dem Außendienst, der Versicherung oder dem Einzelhandel, und arbeiten sie intern ein. Ein Führerschein der Klasse B wird für den Außendienst fast immer verlangt.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist ein Verkaufsberuf mit messbaren Zielen. Umsatz, Neukunden und Besuchsquoten werden monatlich oder quartalsweise ausgewertet, und ein spürbarer Teil des Einkommens hängt häufig an Provisionen. Wer Ziele verfehlt, merkt das am Konto und im Gespräch mit der Verkaufsleitung. Absagen gehören zum Alltag, besonders bei der Kaltakquise. Viele Stellen sind im Außendienst angesiedelt, mit Fahrten im eigenen Gebiet und Terminen, die sich nach den Kunden richten. Die Arbeitszeit liegt meist tagsüber, kann sich vor Sonderausgaben, Messen oder zum Jahresende aber verdichten. Hinzu kommt der Druck durch den Strukturwandel: Printanzeigen gehen zurück, und Mediaberater müssen Kunden zunehmend digitale Produkte wie Social-Media-Werbung, Suchmaschinenmarketing oder Webseitenpakete erklären und verkaufen, die sich schnell verändern.
Aussichten
Stellen werden laufend ausgeschrieben, auch weil die Fluktuation im Anzeigenverkauf hoch ist. Klassische Printverlage bauen Personal eher ab, während digitale Vermarkter, regionale Online-Portale, Radiovermarkter und Anbieter von Außenwerbung suchen. Gute Chancen haben Mediaberater, die digitale Werbeformen sicher beherrschen und Kampagnen auch auswerten können. Mit Erfahrung ist der Wechsel zum Key-Account-Management für Großkunden oder Agenturen möglich, ebenso in die Teamleitung oder Verkaufsleitung. Andere wechseln auf die Einkaufsseite in eine Mediaagentur oder ins Marketing eines Unternehmens. Weiterbildungen, etwa zum Fachwirt für Marketing oder zum Medienfachwirt, unterstützen den Aufstieg.
Aufgaben
- Neukunden per Telefon und Besuch akquirieren
- Werbebedarf von Unternehmen analysieren und Kampagnen vorschlagen
- Angebote auf Basis von Mediadaten und Preislisten erstellen
- Preise und Laufzeiten mit Kunden verhandeln
- Aufträge im Verlags- oder CRM-System erfassen
- Motive und Termine mit Grafik und Produktion abstimmen
- Bestandskunden betreuen und Kampagnenergebnisse auswerten
- Umsatzziele im eigenen Verkaufsgebiet verfolgen
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung, Studium oder Vertriebserfahrung
- Führerschein Klasse B, oft auch eigener Pkw
- Sicheres Auftreten am Telefon und im Kundengespräch
- Belastbarkeit gegenüber Absagen und Zielvorgaben
- Grundkenntnisse in Online-Marketing und digitalen Werbeformen
- Sicherer Umgang mit Office-Programmen und CRM-Systemen
- Selbstorganisation im Außendienst
Wo man arbeitet
- Zeitungs- und Zeitschriftenverlage
- Anzeigenblätter und Branchenverzeichnisse
- Radiosender und Rundfunkvermarkter
- Online-Portale und digitale Vermarkter
- Außenwerbungsunternehmen
- Fachverlage
Der Weg in den Beruf
Ein üblicher Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Medienkauffrau oder zum Medienkaufmann Digital und Print mit IHK-Abschluss. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg aus anderen Vertriebsberufen mit interner Einarbeitung von einigen Wochen bis Monaten, seltener ein Studium mit Trainee-Programm.
Offene Stellen als Mediaberater für den Geschäftskundenbereich
In der Suche fortsetzenMediaberater/in für den Geschäftskundenbereich (Außendienst)
Mediaberater/in für den Geschäftskundenbereich (Außendienst)
Mediaberater/in für den Geschäftskundenbereich (Außendienst)
Verwandte Berufe
Außendienstmitarbeiter
Betreut ein festes Verkaufsgebiet vor Ort, plant die Touren selbst und verbringt den Arbeitstag überwiegend beim Kunden.
- Offene Stellen
- 29
- Monatsbrutto
- 3.000 – 6.400 €
Kaufmann für Marketingkommunikation
Kaufleute für Marketingkommunikation planen und organisieren Werbekampagnen, Messeauftritte und andere Kommunikationsmaßnahmen. Sie arbeiten in Agenturen oder Unternehmen als Schnittstelle zwischen Kunden, Kreativen und Dienstleistern.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.400 – 5.800 €
Key Account Manager
Verantwortet die wichtigsten Großkunden eines Unternehmens – mit Jahresgesprächen, Konditionsverhandlungen und Umsatzplanung über Jahre.
- Offene Stellen
- 69
- Monatsbrutto
- 4.000 – 8.500 €
Passend dazu im Ratgeber
- Bewerbung über Bewerberportale: was dort anders läuft Große Arbeitgeber nehmen Bewerbungen über ein eigenes Portal an, nicht per E-Mail. Was die...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...