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Vertrieb & Kundenservice

Mediaberater im Backoffice

Mediaberater im Backoffice wickeln den Verkauf von Werbeflächen und Werbezeiten ab: Sie erstellen Angebote, buchen Anzeigen und Spots, prüfen Druckunterlagen und Werbemittel und betreuen Kunden telefonisch und per E-Mail. Damit entlasten sie den Außendienst und sorgen dafür, dass gebuchte Werbung korrekt erscheint.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mediaberater im Backoffice verdient

3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.600 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €

Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob der Verlag tarifgebunden ist: Wer nach dem Gehaltstarifvertrag für Angestellte in Zeitungs- oder Zeitschriftenverlagen bezahlt wird, liegt meist deutlich über kleinen Anzeigenblättern und Agenturen ohne Tarif. Große Fernseh- und Digitalvermarkter zahlen in der Regel mehr als regionale Printhäuser.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mediaberater im Backoffice?

Mediaberater im Backoffice arbeiten dort, wo Werbung verkauft wird: in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen, bei Radio- und Fernsehvermarktern, Online-Portalen oder Außenwerbungsfirmen. Während Kolleginnen und Kollegen im Außendienst Kunden besuchen und Abschlüsse verhandeln, kümmern sie sich um alles, was danach kommt und davor nötig ist. Sie erstellen Angebote nach Preisliste, kalkulieren Rabatte und Kombinationen, legen Aufträge im Anzeigen- oder Dispositionssystem an und planen, wann und wo eine Anzeige, ein Banner oder ein Spot erscheint. Sie fordern Druckunterlagen und Werbemittel an, prüfen Formate und Fristen und klären Korrekturen mit Kunden, Agenturen und der Grafik. Ein großer Teil des Tages besteht aus Telefonaten und E-Mails: Rückfragen zu Rechnungen, kurzfristige Umbuchungen, Reklamationen, wenn eine Anzeige falsch platziert wurde. Dazu kommen Auswertungen von Umsätzen und Buchungsständen sowie Kleinanzeigen- oder Familienanzeigenannahme, die viele Verlage ebenfalls im Backoffice ansiedeln. In manchen Häusern verkaufen Backoffice-Kräfte selbst per Telefon an Bestandskunden.

Wie wird man Mediaberater im Backoffice?

Einen eigenen Ausbildungsberuf mit dieser Bezeichnung gibt es nicht. Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print, zum Kaufmann für Marketingkommunikation oder zum Kaufmann für Büromanagement. Viele Arbeitgeber nehmen auch Bewerberinnen und Bewerber mit anderer kaufmännischer Ausbildung, etwa aus dem Groß- und Außenhandel oder dem Einzelhandel, und arbeiten sie in die Branchensoftware und die Preissysteme ein. Quereinsteiger aus Kundenservice, Callcenter oder Sekretariat haben gute Chancen, wenn sie sicher am Computer arbeiten und Erfahrung im Kundenkontakt mitbringen. Ein Studium ist nicht nötig, Absolventen aus Medien- oder Kommunikationsstudiengängen beginnen aber gelegentlich hier, bevor sie in Vertrieb oder Mediaplanung wechseln.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet fast ausschließlich am Schreibtisch statt, mit Bildschirm und Headset. Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, Homeoffice ist bei vielen Arbeitgebern zumindest teilweise möglich. Belastend sind die Anzeigenschlüsse: Kurz vor Druck- oder Sendetermin häufen sich Last-minute-Buchungen, fehlende Unterlagen und Korrekturen, und Fehler fallen sofort auf, weil eine falsche Anzeige gedruckt oder gesendet wird und Ersatzleistungen kosten kann. Wer hier arbeitet, braucht Sorgfalt bei Zahlen und Terminen, Geduld mit ungeduldigen Kunden und die Fähigkeit, mehrere Vorgänge gleichzeitig im Blick zu behalten. Die Tätigkeit ist in Teilen gleichförmig; wer viel Abwechslung oder eigene Verkaufserfolge sucht, findet sie eher im Außendienst. Variable Vergütung gibt es im Backoffice seltener.

Aussichten

Der klassische Anzeigenmarkt bei Zeitungen und Zeitschriften schrumpft seit Jahren, Verlage legen Abteilungen zusammen und automatisieren Buchungen. Gleichzeitig wächst die Vermarktung digitaler Werbeflächen, bei der Kampagnen eingerichtet, überwacht und ausgewertet werden müssen. Wer sich mit Online-Werbeformaten, Adserver-Systemen und Reporting vertraut macht, bleibt gefragt. Entwicklungswege führen in den Verkaufsinnendienst oder Außendienst, in die Mediaplanung bei Agenturen, in die Teamleitung des Anzeigenservice oder in das Kampagnenmanagement. Weiterbildungen wie der Fachwirt für Marketing oder der Medienfachwirt öffnen Positionen mit mehr Verantwortung.

Aufgaben

  • Angebote nach Preisliste erstellen und Rabatte kalkulieren
  • Anzeigen, Banner und Werbespots im Dispositionssystem buchen
  • Druckunterlagen und Werbemittel anfordern und auf Format und Termin prüfen
  • Rückfragen von Kunden und Agenturen per Telefon und E-Mail beantworten
  • Umbuchungen, Stornierungen und Reklamationen bearbeiten
  • Rechnungen prüfen und Gutschriften veranlassen
  • Umsätze und Buchungsstände für den Außendienst auswerten
  • Familien- und Kleinanzeigen annehmen und erfassen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, idealerweise als Medienkaufmann Digital und Print oder Kaufmann für Marketingkommunikation
  • sicherer Umgang mit Office-Programmen und Bereitschaft, sich in Anzeigen- und Dispositionssoftware einzuarbeiten
  • Sorgfalt bei Zahlen, Terminen und Details
  • freundliches, sicheres Auftreten am Telefon
  • gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • Belastbarkeit bei Termindruck vor Anzeigenschlüssen

Wo man arbeitet

  • Zeitungs- und Zeitschriftenverlage
  • Radio- und Fernsehvermarkter
  • Online-Portale und digitale Werbevermarkter
  • Anzeigenblätter und Verlage für Fachzeitschriften
  • Außenwerbungsunternehmen
  • Werbe- und Mediaagenturen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print, Kaufmann für Marketingkommunikation oder Kaufmann für Büromanagement mit Abschluss vor der IHK. Quereinsteiger mit anderer kaufmännischer Ausbildung oder Erfahrung im Kundenservice werden häufig im Betrieb über einige Wochen bis Monate eingearbeitet.

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