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Marketing & Kommunikation

Mediengestalter Bild & Ton

Mediengestalter Bild und Ton nehmen Bild und Ton für Fernsehen, Film, Online-Video und Veranstaltungen auf, bearbeiten das Material und betreuen die Technik bei Produktionen und Live-Übertragungen.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mediengestalter Bild & Ton verdient

3.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 4.600 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 3.100 € 3.700 € 37.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.200 € 3.800 € 4.600 € 45.600 €

Am meisten verdienen Festangestellte bei öffentlich-rechtlichen Sendern, die nach eigenen Haustarifverträgen der Rundfunkanstalten bezahlen; private Produktionsfirmen und Agenturen zahlen meist frei verhandelt und oft deutlich weniger, bei Filmproduktionen gilt teils der Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende. Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Live-Dienste sowie eine Spezialisierung etwa im Schnitt oder in der Farbkorrektur heben das Einkommen spürbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mediengestalter Bild und Ton?

Mediengestalter Bild und Ton arbeiten an allen Stationen einer Video- oder Audioproduktion. Am Drehort bauen sie Kameras, Mikrofone und Licht auf, führen die Kamera, angeln den Ton oder betreuen Funkstrecken. Im Studio oder Ü-Wagen bedienen sie Bildmischer, Tonpulte und Aufzeichnungstechnik, oft während einer Live-Sendung. In der Postproduktion schneiden sie Beiträge, korrigieren Farben, mischen Ton, legen Musik und Grafiken an und exportieren das Material in die Formate für Sender, Streaming oder soziale Netzwerke. Dazu gehören Datensicherung, Archivierung und die Pflege der Geräte. Wer bei einem Sender arbeitet, schneidet häufig Nachrichtenbeiträge unter Zeitdruck. In Agenturen und Unternehmen entstehen Image- und Erklärfilme, in der Veranstaltungsbranche Livestreams von Konferenzen und Konzerten.

Wie wird man Mediengestalter Bild und Ton?

Der übliche Weg ist eine dreijährige duale Ausbildung mit Abschluss vor der IHK. Ausbildungsbetriebe sind Fernsehsender, Produktionsfirmen, Postproduktionsstudios und Dienstleister für Veranstaltungs- und Medientechnik. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, in der Praxis haben viele Auszubildende Abitur oder Fachhochschulreife, weil die Plätze begehrt sind. Praktika und eigene Videoprojekte verbessern die Chancen bei der Bewerbung deutlich. Quereinsteiger kommen oft über freie Mitarbeit, Assistenzjobs am Set oder Weiterbildungen in Schnitt und Kamera in den Beruf, allerdings ohne anerkannten Abschluss. Nach der Ausbildung ist eine Weiterbildung zum Medienfachwirt oder ein Studium etwa in Medientechnik, Kamera oder Audiovisuellen Medien möglich.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten richten sich nach den Produktionen und nicht nach einem Bürotag. Abend-, Wochenend- und Nachtdienste sind bei Sendern und Live-Events normal, Drehtage dauern oft zehn Stunden und länger. Viele Einsätze finden draußen statt, bei Regen, Kälte oder Hitze. Kamera, Stativ, Lichtkoffer und Kabel zu tragen ist körperlich anstrengend, langes Sitzen am Schnittplatz belastet Rücken und Augen. Bei Live-Übertragungen muss jeder Handgriff stimmen, Fehler sind sofort sichtbar. Die Technik ändert sich laufend, wer nicht ständig dazulernt, fällt zurück. In der Branche sind befristete Verträge und freie Mitarbeit weit verbreitet, feste Stellen mit geregelten Zeiten sind seltener, als viele Bewerber erwarten. Die Bezahlung liegt besonders bei kleinen Produktionsfirmen unter dem, was der Aufwand vermuten lässt.

Aussichten

Bewegtbild wird in Unternehmenskommunikation, Online-Medien und Werbung stärker nachgefragt als früher, gleichzeitig sparen klassische Fernsehsender Personal ein und lagern Produktionen aus. Gefragt sind deshalb Leute, die mehrere Gewerke beherrschen und Kamera, Ton und Schnitt allein abdecken können, außerdem Kenntnisse in Livestreaming, IP-basierter Studiotechnik und Farbkorrektur. Wer sich spezialisiert, etwa als Cutter, Kameramann, Tonmeister oder Colorist, kann sich gut positionieren. Andere wechseln in die technische Leitung, in die Aufnahmeleitung oder in die Produktionsleitung. Viele erfahrene Fachkräfte arbeiten selbstständig, was höhere Tagessätze, aber auch unsichere Auftragslagen mit sich bringt.

Aufgaben

  • Kamera, Ton und Licht am Drehort aufbauen und bedienen
  • Beiträge und Filme am Schnittplatz schneiden und nachbearbeiten
  • Ton mischen, Sprachaufnahmen und Musik anlegen
  • Bildmischer und Tonpult bei Live-Sendungen und Livestreams bedienen
  • Farben korrigieren und Grafiken einbinden
  • Material in Sende- und Online-Formate exportieren und archivieren
  • Geräte prüfen, warten und für Einsätze zusammenstellen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Mediengestalter Bild und Ton oder vergleichbare Praxis
  • Sicherer Umgang mit Schnittsoftware wie Avid, Premiere Pro oder DaVinci Resolve
  • Technisches Verständnis für Kamera-, Ton- und Netzwerktechnik
  • Gutes Gehör, Gespür für Bildgestaltung und Timing
  • Belastbarkeit unter Zeitdruck und Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten
  • Körperliche Fitness für das Tragen von Ausrüstung
  • Führerschein Klasse B, oft erwartet

Wo man arbeitet

  • Fernseh- und Rundfunkanstalten
  • Film- und Videoproduktionsfirmen
  • Postproduktionsstudios
  • Dienstleister für Veranstaltungs- und Medientechnik
  • Werbe- und Kommunikationsagenturen
  • Medienabteilungen von Unternehmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton mit Abschluss vor der IHK, die bei guten Leistungen verkürzt werden kann. Viele Auszubildende haben Abitur, vorgeschrieben ist es nicht. Später sind Weiterbildungen etwa zum Medienfachwirt oder ein Studium im Bereich Medientechnik möglich.

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