Medizinische/r Technologin / Technologe für Radiologie
Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie fertigen Röntgen-, CT- und MRT-Aufnahmen an, führen nuklearmedizinische Untersuchungen durch und bestrahlen Tumorpatienten. Sie bedienen die Geräte, betreuen die Patienten und sind für den Strahlenschutz verantwortlich.
15 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Medizinische/r Technologin / Technologe für Radiologie verdient
3.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.200 bis 5.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.500 € | 3.800 € | 42.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 3.900 € | 4.300 € | 46.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.100 € | 4.500 € | 5.200 € | 54.000 € |
In kommunalen Kliniken gilt meist der TVöD (in der Regel Entgeltgruppe 9a, mit Leitungsaufgaben höher), an Unikliniken der TV-L und bei kirchlichen Trägern die AVR von Caritas oder Diakonie. Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste erhöhen das Einkommen in Kliniken deutlich, während radiologische Praxen frei verhandeln und wegen des Personalmangels teils über, teils unter Tarif zahlen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Medizinische Technologin für Radiologie?
Der Beruf hieß bis 2023 Medizinisch-technische Radiologieassistenz (MTRA). Die Arbeit verteilt sich auf drei Bereiche. In der radiologischen Diagnostik werden Röntgenaufnahmen, Computertomografien und Magnetresonanztomografien angefertigt, oft auch Mammografien und Durchleuchtungen. Dazu gehört, Patienten zu lagern, Kontrastmittel vorzubereiten, Untersuchungsprotokolle am Gerät einzustellen, die Bildqualität zu prüfen und die Daten ins Bildarchiv zu übertragen. In der Nuklearmedizin werden radioaktive Substanzen vorbereitet und verabreicht, etwa für Schilddrüsen- oder Knochenszintigrafien. In der Strahlentherapie werden Krebspatienten nach ärztlichem Plan über Wochen hinweg täglich bestrahlt, wobei die exakte Lagerung entscheidend ist. Bei Angiografien und Eingriffen unter Bildkontrolle assistieren MTR den Ärztinnen und Ärzten direkt am Tisch. Über allem steht der Strahlenschutz: Dosis überwachen, Geräte prüfen, Abläufe dokumentieren.
Wie wird man Medizinische Technologin für Radiologie?
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet an staatlich anerkannten Schulen in Verbindung mit Kliniken statt. Seit dem MT-Berufe-Gesetz von 2023 gibt es einen Anspruch auf Ausbildungsvergütung, und Schulgeld darf nicht mehr verlangt werden. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung und der Erlaubnis, die Berufsbezeichnung zu führen. Die Fachkunde im Strahlenschutz ist Teil der Ausbildung. Einige Hochschulen bieten ausbildungsintegrierende oder anschließende Studiengänge an. Einen Quereinstieg ohne Ausbildung gibt es nicht, weil viele Tätigkeiten gesetzlich vorbehalten sind. Wer bereits in einem Gesundheitsberuf arbeitet, kann sich unter Umständen Teile anrechnen lassen. Ausländische Abschlüsse müssen anerkannt werden.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit verbindet Technik und direkten Kontakt mit kranken Menschen. Patienten sind oft verunsichert, haben Schmerzen, Platzangst im MRT oder kommen als Notfall. Sie müssen gelagert und teils umgebettet werden, was körperlich belastet. In der Strahlentherapie begleitet man schwerkranke Menschen über längere Zeit, was emotional fordern kann. Im Krankenhaus gehören Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste dazu, denn CT und Röntgen werden in der Notaufnahme rund um die Uhr gebraucht. Viele Abteilungen sind knapp besetzt, der Takt ist hoch. Fehler bei Dosis oder Lagerung haben Folgen, deshalb ist konzentriertes und genaues Arbeiten auch unter Zeitdruck nötig. Wer mit radioaktiven Stoffen arbeitet, unterliegt einer regelmäßigen Dosisüberwachung. In radiologischen Praxen sind die Arbeitszeiten meist regelmäßiger, dafür ist der Patientendurchsatz oft hoch.
Aussichten
Der Bedarf an MTR ist groß und wird es bleiben. Kliniken und Praxen suchen vielerorts lange nach Personal, während viele Beschäftigte in den kommenden Jahren in Rente gehen. Die Bildgebung nimmt durch eine älter werdende Bevölkerung und neue Verfahren eher zu. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen in der Spezialisierung, etwa auf Kardio-MRT, interventionelle Radiologie oder Bestrahlungsplanung, in der Praxisanleitung und Lehre an MT-Schulen oder in der Leitung einer Abteilung. Mit einem Studium der Medizintechnik oder Medizinphysik sind weitere Schritte möglich. Auch Gerätehersteller stellen MTR als Applikationsspezialisten ein, die Kunden an neuen Anlagen schulen.
Aufgaben
- Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen vorbereiten und durchführen
- Patienten aufklären, lagern und während der Untersuchung betreuen
- Kontrastmittel vorbereiten und venöse Zugänge legen
- Radiopharmaka herstellen und für Szintigrafien verabreichen
- Tumorpatienten nach Bestrahlungsplan bestrahlen
- bei Angiografien und Eingriffen am Untersuchungstisch assistieren
- Strahlendosis überwachen und Geräte auf Konstanz prüfen
- Bilder nachbearbeiten, archivieren und Untersuchungen dokumentieren
Voraussetzungen
- mittlerer Schulabschluss oder gleichwertige Schulbildung
- abgeschlossene dreijährige Ausbildung mit staatlicher Prüfung
- gesundheitliche Eignung, auch für den Umgang mit ionisierender Strahlung
- technisches Verständnis und Interesse an Physik und Anatomie
- Einfühlungsvermögen im Umgang mit ängstlichen und schwerkranken Patienten
- Belastbarkeit für Schicht- und Bereitschaftsdienste sowie körperliche Arbeit beim Lagern
Wo man arbeitet
- Krankenhäuser und Universitätskliniken
- radiologische Praxen und medizinische Versorgungszentren
- nuklearmedizinische Praxen
- Strahlentherapie-Zentren
- Hersteller medizintechnischer Geräte
- MT-Schulen und Hochschulen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung an einer staatlich anerkannten Schule mit praktischen Einsätzen in Kliniken, die mit der staatlichen Prüfung abschließt. Seit 2023 wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Ergänzend gibt es duale oder weiterführende Studiengänge mit Bachelorabschluss.
Offene Stellen als Medizinische/r Technologin / Technologe für Radiologie
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Verwandte Berufe
Medizintechniker
Medizintechniker prüfen, warten und reparieren medizinische Geräte wie Beatmungsgeräte, Infusionspumpen, Monitore oder Röntgenanlagen. Sie arbeiten in Kliniken, bei Herstellern oder bei Servicefirmen und sorgen dafür, dass die Technik sicher und vorschriftsgemäß funktioniert.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 3.000 – 6.000 €
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