Messtechniker für die Leckageortung
Messtechniker für die Leckageortung spüren mit akustischen, gasbasierten und thermischen Messverfahren undichte Stellen in Wasser-, Gas- und Heizungsleitungen auf, ohne den Boden oder die Wand großflächig öffnen zu müssen. Sie arbeiten für Versorgungsunternehmen oder für Fachbetriebe, die Wasserschäden in Gebäuden untersuchen.
11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Messtechniker für die Leckageortung verdient
3.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 4.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 3.900 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € |
Bei Stadtwerken und Versorgern gelten meist der TV-V (Tarifvertrag Versorgungsbetriebe) oder der TVöD, mit festen Stufen und zusätzlichen Zuschlägen für Nachtarbeit und Bereitschaft. In privaten Ortungs- und Sanierungsbetrieben wird frei verhandelt, dort hängt das Gehalt stark von Betriebsgröße, Region und Auslastung ab.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Messtechniker für die Leckageortung?
Die Arbeit beginnt mit einem Verdacht: Ein Wasserversorger stellt in einem Netzabschnitt einen ungeklärten Mehrverbrauch fest, ein Hausbesitzer meldet nasse Wände oder einen fallenden Heizungsdruck. Der Messtechniker grenzt den Schaden dann Schritt für Schritt ein. Im Versorgungsnetz hört er Hydranten und Schieber mit Abhörstäben ab, legt Geräuschlogger aus, wertet Durchflussdaten aus und bestimmt die Lage eines Lecks mit einem Korrelator, der die Laufzeit von Strömungsgeräuschen zwischen zwei Messpunkten vergleicht. Mit dem Bodenmikrofon wird die Stelle auf der Straße punktgenau markiert, bevor der Bautrupp aufgräbt. In Gebäuden kommen Feuchtemessgeräte, Wärmebildkameras, Druckprüfungen, Endoskope und Tracergas zum Einsatz, ein Gemisch aus Stickstoff und Wasserstoff, das an der undichten Stelle austritt und mit einem Sensor aufgespürt wird. Zum Alltag gehören außerdem Leitungspläne lesen, Messprotokolle schreiben und Befunde gegenüber Kunden, Hausverwaltungen oder Versicherungen erklären.
Wie wird man Messtechniker für die Leckageortung?
Eine eigene staatlich anerkannte Ausbildung gibt es nicht. Üblich ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im Leitungs- oder Versorgungsbereich, etwa als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, als Rohrleitungsbauer oder als Elektroniker. Die eigentliche Messtechnik lernen die meisten im Betrieb, begleitet von erfahrenen Kollegen, und in Lehrgängen von Geräteherstellern, des DVGW oder von Fachverbänden. Wer in Gebäuden für Versicherungen arbeitet, besucht oft zusätzlich Schulungen zur Bauwerkstrocknung und Schadensaufnahme. Ein Quereinstieg aus dem Handwerk ist der Normalfall, ein Meister- oder Technikerabschluss öffnet später Leitungsaufgaben.
Was der Beruf verlangt
Akustische Ortung im Straßennetz findet häufig nachts statt, weil dann Verkehr und Verbrauch leise sind. Dazu kommen Bereitschaftsdienste bei Rohrbrüchen. Gearbeitet wird bei jedem Wetter, an befahrenen Straßen, in Schächten, Kellern und engen Installationsräumen, oft kniend oder gebückt. Messgeräte und Zubehör müssen getragen werden. Gutes Gehör und Geduld sind wichtig, denn ein Leck klingt nicht immer eindeutig, und Fehlortungen kosten den Auftraggeber teure Aufgrabungen. Im Gebäudebereich trifft man auf verärgerte Bewohner und Zeitdruck durch Versicherungen. Viel Zeit verbringt man im Auto, die Einsatzgebiete sind oft weitläufig.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil bis steigend. Viele Trinkwassernetze in Deutschland sind alt, Wasserverluste sollen aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen sinken, und trockene Sommer erhöhen den Druck auf die Versorger. Leitungswasserschäden in Gebäuden gehören zu den häufigsten Versicherungsfällen, entsprechend gefragt sind Ortungsdienste. Fachkräfte mit Erfahrung sind knapp. Entwicklungswege führen zur Leitung eines Messtrupps, ins Wasserverlustmanagement oder Netzcontrolling eines Versorgers, in den technischen Vertrieb von Ortungsgeräten oder in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Ortungsbetrieb.
Aufgaben
- Wasser- und Gasleitungen mit Abhörstab und Bodenmikrofon abhören
- Geräuschlogger auslegen und Korrelationsmessungen auswerten
- Undichte Stellen mit Tracergas, Wärmebildkamera oder Druckprüfung eingrenzen
- Feuchte in Wänden und Böden messen und Schadensbilder dokumentieren
- Leitungspläne und Verbrauchsdaten auf Auffälligkeiten prüfen
- Leckstellen für den Bautrupp markieren und Aufgrabungen begleiten
- Messprotokolle und Gutachten für Versorger oder Versicherungen schreiben
- Messgeräte warten, kalibrieren und Fahrzeuge ausrüsten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Berufsausbildung im SHK-, Rohrleitungs-, Versorgungs- oder Elektrobereich
- Führerschein Klasse B
- Gutes Gehör und räumliches Vorstellungsvermögen
- Bereitschaft zu Nacht- und Bereitschaftsdiensten
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeiten im Freien, in Schächten und engen Räumen
- Sicherer Umgang mit Messgeräten, Tablets und Auswertungssoftware
- Fachlehrgänge zur Leckortung, etwa von DVGW oder Geräteherstellern
Wo man arbeitet
- Stadtwerke und Wasserversorgungsunternehmen
- Gasnetzbetreiber
- Fachbetriebe für Leckortung und Bauwerkstrocknung
- Sanierungs- und Schadenservice-Unternehmen im Auftrag von Versicherungen
- Ingenieurbüros für Netzanalyse
- Hersteller von Ortungstechnik
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung etwa als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder eine dreijährige Ausbildung als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik oder Rohrleitungsbauer. Die Ortungstechnik wird danach in einer Einarbeitung von mehreren Monaten und in Fachlehrgängen erlernt, die mit Teilnahmezertifikaten abschließen.
Offene Stellen als Messtechniker für die Leckageortung
In der Suche fortsetzenMesstechniker/in (all genders) für die Leckageortung
Messtechniker/in (all genders) für die Leckageortung - NRW
Messtechniker/in (all genders) für die Leckageortung
Messtechniker/in (all genders) für die Leckageortung
Messtechniker/in (all genders) für die Leckageortung
Messtechniker/in (all genders) für die Leckageortung
Messtechniker/in (all genders) für die Leckageortung
Messtechniker/in (all genders) für die Leckageortung
Messtechniker/in (all genders) für die Leckageortung
Messtechniker/in (all genders) für die Leckageortung
Verwandte Berufe
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bauen, warten und reparieren Heizungen, Wärmepumpen, Bäder, Trinkwasser- und Lüftungsanlagen in Wohn- und Gewerbegebäuden. Sie arbeiten auf Baustellen und im Kundendienst direkt bei den Kunden.
- Offene Stellen
- 47
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.600 €
Rohrleitungsbauer
Verlegt erdverlegte Leitungen für Wasser, Gas, Wärme und Abwasser – im Graben, unter Verkehr und unter Druckprüfung.
- Offene Stellen
- 16
- Monatsbrutto
- 2.800 – 4.500 €
Passend dazu im Ratgeber
- Werkstudent: Stundengrenze, Sozialversicherung, Vertrag Das Werkstudentenprivileg spart Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherun...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...