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Bildung & Soziales

Mitarbeiter als Diensthundeausbilder

Diensthundeausbilder bilden Hunde und ihre Hundeführerinnen und Hundeführer für Polizei, Zoll, Bundeswehr oder Sicherheitsdienste aus, etwa als Schutz-, Rauschgift- oder Sprengstoffspürhund. Der Beruf setzt meist eine Laufbahn im öffentlichen Dienst und mehrere Jahre Praxis als Diensthundführer voraus.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter als Diensthundeausbilder verdient

3.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.700 bis 4.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.600 € 4.200 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.100 € 4.800 € 49.200 €

Im öffentlichen Dienst richtet sich das Einkommen nach der Besoldung der jeweiligen Laufbahn, meist A8 bis A11 nach Bundes- oder Landesbesoldungsgesetz, bei Tarifbeschäftigten nach TVöD oder TV-L. In der Privatwirtschaft wird frei verhandelt, teils angelehnt an Tarifverträge des Wach- und Sicherheitsgewerbes, und die Gehälter liegen dort häufig niedriger.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Diensthundeausbilder?

Diensthundeausbilder bereiten Hunde auf ihren Einsatz vor und bringen gleichzeitig den Menschen bei, mit diesen Hunden zu arbeiten. Ein großer Teil des Tages findet draußen statt: auf Übungsplätzen, in leerstehenden Gebäuden, an Bahnhöfen, in Lagerhallen oder auf Gepäckbändern am Flughafen. Dort werden Suchübungen aufgebaut, Prüfmittel mit Spuren von Rauschgift oder Sprengstoff versteckt, Fährten gelegt und Festnahmesituationen nachgestellt. In der Schutzhundausbildung tragen Ausbilder den Schutzarm oder Beißanzug und spielen den Täter. Dazu kommt die Auswahl geeigneter Junghunde, oft gemeinsam mit Tierärzten, sowie das Abnehmen von Prüfungen und die jährliche Überprüfung bereits eingesetzter Teams. Lehrgänge für neue Hundeführer werden geplant, Ausbildungsstände dokumentiert und Einsatzberichte ausgewertet. In kleineren Dienststellen sind Ausbilder zusätzlich selbst mit einem Hund im Einsatz.

Wie wird man Diensthundeausbilder?

Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht. Bei Polizei, Bundespolizei und Zoll führt der Weg fast immer über die reguläre Laufbahnausbildung, also eine zweieinhalb- bis dreijährige Ausbildung im mittleren Dienst oder ein dreijähriges Studium im gehobenen Dienst. Danach folgen einige Jahre als Diensthundführer, bevor eine Bewerbung auf einen Ausbilderlehrgang an einer Diensthundschule möglich ist. Bei der Bundeswehr verläuft der Weg ähnlich über die Verwendung als Diensthundführer und die Lehrgänge an der Schule für Diensthundewesen. Daneben gibt es einzelne Stellen für Tarifbeschäftigte. In der Privatwirtschaft, etwa bei Sicherheitsdiensten oder Spürhundeanbietern, sind Quereinstiege mit Erfahrung im Hundesport oder als Hundetrainer möglich. Wer dort Hunde gewerblich ausbildet, braucht eine Erlaubnis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd. Ausbilder sind bei Hitze, Regen und Frost draußen, laufen viel, knien und kriechen bei Suchübungen und fangen in der Schutzdienstarbeit Hunde mit voller Wucht ab. Bissverletzungen, Prellungen und Gelenkbeschwerden kommen vor. Hunde lernen nicht nach Dienstplan, deshalb sind Übungen am frühen Morgen, abends oder am Wochenende üblich, im Polizeidienst zusätzlich Schichtdienst und Rufbereitschaft. Lehrgänge und Prüfungen bringen Dienstreisen mit sich. Oft lebt der eigene Diensthund im Haushalt, was das Privatleben prägt. Neben dem Umgang mit Tieren braucht es Geduld mit Menschen: Viele Probleme im Team liegen beim Hundeführer, nicht beim Hund, und das muss klar, aber ohne Bloßstellung vermittelt werden. Gleichzeitig tragen Ausbilder Verantwortung dafür, dass ein Hund im Einsatz sicher und verhältnismäßig arbeitet.

Aussichten

Der Bedarf an Spürhunden ist gestiegen, etwa für Sprengstoffsuche an Flughäfen und bei Großveranstaltungen, für Banknoten- und Datenträgersuche oder für die Suche nach Vermissten. Die Zahl der Ausbilderstellen bleibt dennoch klein, und auf freie Posten bewerben sich meist mehrere erfahrene Hundeführer. Wer den Weg geht, muss Zeit mitbringen. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen in der Leitung einer Diensthundestaffel, als Lehrkraft an einer zentralen Diensthundschule, in der Spezialisierung auf bestimmte Sucharten oder im Aufstieg in eine höhere Laufbahn. In der Privatwirtschaft ist auch die Selbstständigkeit möglich, allerdings mit unsicherem Einkommen.

Aufgaben

  • Junghunde auf Wesen, Gesundheit und Eignung testen
  • Such- und Fährtenübungen mit Prüfmitteln aufbauen
  • Schutzdienst mit Schutzarm oder Beißanzug durchführen
  • Hundeführerinnen und Hundeführer in Lehrgängen ausbilden
  • Prüfungen und jährliche Leistungsüberprüfungen abnehmen
  • Ausbildungsstände und Einsätze dokumentieren
  • Haltung, Pflege und Gesundheit der Diensthunde überwachen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Laufbahnausbildung bei Polizei, Zoll oder Bundeswehr, in der Privatwirtschaft einschlägige Erfahrung als Hundetrainer
  • Mehrjährige Praxis als Diensthundführer und erfolgreicher Ausbilderlehrgang
  • Erlaubnis nach Paragraf 11 Tierschutzgesetz bei gewerblicher Tätigkeit
  • Gute körperliche Fitness und Belastbarkeit bei jedem Wetter
  • Ruhiges, konsequentes Auftreten gegenüber Tier und Mensch
  • Führerschein Klasse B

Wo man arbeitet

  • Diensthundestaffeln der Landespolizeien
  • Bundespolizei
  • Zollhundeschulen und Zolldienststellen
  • Diensthundewesen der Bundeswehr
  • Private Sicherheitsdienste
  • Anbieter von Spürhundeeinsätzen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine zweieinhalb- bis dreijährige Ausbildung oder ein dreijähriges Studium bei Polizei, Zoll oder Bundeswehr, danach mehrere Jahre Einsatz als Diensthundführer. Anschließend folgt ein mehrwöchiger bis mehrmonatiger Ausbilderlehrgang an einer Diensthundschule, der mit einer Prüfung abschließt.

Offene Stellen als Mitarbeiter als Diensthundeausbilder

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Offene Stellen
3
Monatsbrutto
2.200 – 4.000 €

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