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Vertrieb & Kundenservice

Mitarbeiter für den B2B-Telefonvertrieb

Mitarbeiter für den B2B-Telefonvertrieb verkaufen Produkte und Dienstleistungen am Telefon an Unternehmen, gewinnen Neukunden und betreuen bestehende Geschäftskunden. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Kaltakquise und dem Vereinbaren von Terminen.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter für den B2B-Telefonvertrieb verdient

3.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 5.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.700 € 3.200 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 3.200 € 3.900 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.300 € 3.900 € 5.000 € 46.800 €

Einen branchenweiten Tarifvertrag gibt es nicht; die Werte beziehen sich auf das Fixgehalt, zu dem oft Provisionen kommen, die je nach Abschlussquote einen großen Teil des Einkommens ausmachen können. Am stärksten hängt das Gehalt von der Branche ab: Im Softwarevertrieb liegt es deutlich höher als bei Terminierungsdienstleistern und Telemarketing-Agenturen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter für den B2B-Telefonvertrieb?

Der Arbeitstag besteht zum größten Teil aus Telefonaten mit Geschäftskunden. Verkauft werden zum Beispiel Software, Bürobedarf, Werbeflächen, Energieverträge, Maschinenzubehör oder Personaldienstleistungen. In der Kaltakquise rufen die Beschäftigten Firmen an, die noch keinen Kontakt zum Unternehmen hatten, suchen nach der zuständigen Person, kommen am Empfang vorbei und stellen in wenigen Minuten dar, warum sich ein Gespräch lohnt. Ziel ist oft nicht der sofortige Abschluss, sondern ein Termin für den Außendienst oder eine Online-Präsentation. In anderen Stellen werden Bestandskunden angerufen, um Verträge zu verlängern, Folgeaufträge zu holen oder Zusatzprodukte anzubieten. Jedes Gespräch wird im CRM-System dokumentiert, Wiedervorlagen werden gesetzt, Angebote vorbereitet und per E-Mail nachgefasst. Die Leistung wird in Zahlen gemessen: Anrufe pro Tag, erreichte Entscheider, vereinbarte Termine, Umsatz.

Wie wird man Mitarbeiter für den B2B-Telefonvertrieb?

Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht. Viele Beschäftigte haben eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement, Groß- und Außenhandelsmanagement oder Dialogmarketing. Der Beruf ist aber auch für Quereinsteiger offen, auch ohne Berufsabschluss. Arbeitgeber achten vor allem auf sicheres Auftreten am Telefon, gutes Deutsch und Belastbarkeit. Die Einarbeitung dauert meist einige Wochen und umfasst Produktschulungen, Gesprächsleitfäden und Einwandbehandlung. Bei technischen Produkten verschafft Fachwissen aus einer früheren Tätigkeit einen Vorteil.

Was der Beruf verlangt

Die größte Belastung ist die Ablehnung. In der Kaltakquise endet die Mehrzahl der Anrufe mit einem Nein, einem aufgelegten Hörer oder gar nicht erst mit einem Gespräch. Wer das persönlich nimmt, hält nicht lange durch. Dazu kommt Zieldruck: Viele Stellen haben feste Quoten, und ein Teil des Einkommens hängt an Provisionen, was zu schwankenden Monatsgehältern führt. Die Arbeit findet am Schreibtisch mit Headset statt, oft im Großraumbüro, und ist eintönig, wenn ein Gesprächsleitfaden immer wieder abgearbeitet wird. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Geschäftszeiten der Kunden, also überwiegend montags bis freitags tagsüber, was ein Vorteil gegenüber dem Callcenter im Privatkundengeschäft ist. Homeoffice ist häufig möglich. Die Fluktuation in der Branche ist hoch, und manche Anbieter arbeiten mit unrealistischen Vorgaben.

Aussichten

Stellen gibt es reichlich, weil viele Unternehmen ihren Vertrieb vom teuren Außendienst ans Telefon und in Videocalls verlagern. Besonders gefragt sind Beschäftigte im Softwarevertrieb, wo der Beruf oft als Sales Development Representative oder Inside Sales bezeichnet wird. Wer gute Zahlen liefert, kann zum Account Manager, Key Account Manager oder in den Außendienst aufsteigen, Teamleitungen übernehmen oder sich über Weiterbildungen etwa zum Fachwirt für Vertrieb qualifizieren. Einfache Terminierungsaufgaben werden teilweise durch automatisierte Systeme ersetzt, Gespräche mit beratendem Anteil bleiben dagegen gefragt.

Aufgaben

  • Potenzielle Geschäftskunden recherchieren und telefonisch ansprechen
  • Entscheider ermitteln und Termine für den Außendienst vereinbaren
  • Produkte und Dienstleistungen am Telefon vorstellen und Einwände beantworten
  • Bestandskunden zu Vertragsverlängerungen und Zusatzprodukten anrufen
  • Angebote erstellen und per E-Mail nachfassen
  • Gesprächsergebnisse und Wiedervorlagen im CRM-System pflegen
  • Verkaufszahlen und Zielvorgaben im Team auswerten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung von Vorteil, Quereinstieg möglich
  • Sehr gutes gesprochenes Deutsch und klare Ausdrucksweise
  • Hohe Frustrationstoleranz im Umgang mit Ablehnung
  • Sicherer Umgang mit PC, CRM-Software und E-Mail
  • Bereitschaft, nach Zielvorgaben und mit variablem Gehaltsanteil zu arbeiten
  • Fähigkeit, sich schnell in Produkte und Branchen einzuarbeiten

Wo man arbeitet

  • Softwarehersteller und IT-Dienstleister
  • Großhandelsunternehmen
  • Energieversorger und Telekommunikationsanbieter
  • Verlage und Mediaagenturen
  • Dienstleister für Leadgenerierung und Telemarketing
  • Industriebetriebe mit Innendienst

Der Weg in den Beruf

Ein formaler Ausbildungsweg ist nicht vorgeschrieben; häufig ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Dialogmarketing oder für Groß- und Außenhandelsmanagement. Quereinsteiger werden in der Regel innerhalb weniger Wochen im Betrieb eingearbeitet.

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