Monteur Kabelmontage Kupfer und LWL
Monteure für Kabelmontage verlegen, verbinden und prüfen Kupfer- und Glasfaserkabel (LWL) in Telekommunikations- und Datennetzen. Sie arbeiten überwiegend auf Baustellen, in Schächten, Verteilerkästen und Gebäuden.
6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Monteur Kabelmontage Kupfer und LWL verdient
3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.850 € | 3.200 € | 34.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.800 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € |
Viele Montagebetriebe sind nicht tarifgebunden, tarifgebundene Firmen zahlen meist nach den regionalen Tarifverträgen des Elektrohandwerks oder bei Tiefbaufirmen nach dem Tarifvertrag für das Baugewerbe. Spürbar mehr bringen Auslösen und Spesen bei Montage, Bereitschaftszulagen sowie Stückprämien für Hausanschlüsse, die in den Werten nicht enthalten sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Monteur Kabelmontage Kupfer und LWL?
Der Beruf dreht sich um die Kabel, über die Telefon, Internet und Datenverbindungen laufen. Auf der Kupferseite geht es um klassische Fernmeldekabel: Adern auflegen, Muffen setzen, beschädigte Leitungen nach einem Baggerschaden reparieren, Verteiler beschalten. Auf der Glasfaserseite werden Lichtwellenleiter abgesetzt, die Fasern mit einem Spleißgerät verschweißt und in Muffen, Kassetten oder Netzverteilern abgelegt. Dazu kommen Hausanschlüsse, bei denen die Faser vom Bürgersteig bis zum Abschlusspunkt im Keller oder in der Wohnung geführt wird. Nach der Montage wird gemessen: Mit OTDR-Geräten und Dämpfungsmessungen wird geprüft, ob die Verbindung den Vorgaben entspricht, das Ergebnis wird protokolliert und dem Netzbetreiber übergeben. Ein großer Teil der Arbeit findet im Spleißfahrzeug, im Montagezelt am Straßenrand, in Kabelschächten oder in engen Technikräumen statt.
Wie wird man Monteur Kabelmontage Kupfer und LWL?
Eine eigene staatlich anerkannte Ausbildung mit diesem Namen gibt es nicht. Viele kommen über eine Ausbildung als Elektroniker, Informationselektroniker oder Elektroniker für Informations- und Systemtechnik in den Beruf. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg: Durch den Glasfaserausbau stellen Firmen Menschen aus Handwerk, Tiefbau oder Industrie ein und schulen sie in mehrwöchigen Lehrgängen zum LWL-Spleißer oder Glasfasermonteur, etwa bei Bildungszentren des Elektrohandwerks oder bei Herstellern. Für Arbeiten an Kupfernetzen und an Anlagen mit elektrischen Gefahren verlangen Auftraggeber oft zusätzliche Nachweise. Ein Führerschein der Klasse B ist fast immer Pflicht, weil die Arbeit an wechselnden Orten stattfindet.
Was der Beruf verlangt
Die Tätigkeit verlangt Feinmotorik und Geduld: Glasfasern sind dünner als ein Haar, ein unsauberer Schnitt oder Staub im Spleiß bedeutet Nacharbeit. Gleichzeitig ist der Beruf körperlich. Es wird bei Regen, Hitze und Kälte im Freien gearbeitet, oft kniend oder gebückt in Schächten und Gruben, dazu kommen Kabeltrommeln und Material, die getragen werden müssen. Montagetätigkeit bedeutet bei vielen Arbeitgebern Reisen und Übernachtungen unter der Woche, je nach Projekt auch für längere Zeit. Bei Störungsdiensten kommen Bereitschaft und Einsätze am Wochenende oder nachts hinzu. Termindruck ist häufig, weil Ausbauprojekte eng getaktet sind und Hausanschlüsse nach Stückzahlen abgerechnet werden. Wer Farbsehschwächen hat, tut sich schwer, da Adern und Fasern über Farbcodes unterschieden werden.
Aussichten
Die Nachfrage ist derzeit hoch, getrieben vom Glasfaserausbau in Städten und auf dem Land sowie vom Ausbau der Mobilfunkstandorte. Wer spleißen und messen kann, findet in der Regel schnell eine Stelle. Die Auftragslage hängt allerdings an Förderprogrammen und Investitionen der Netzbetreiber, und viele Subunternehmer arbeiten mit schwankenden Aufträgen. Kupfernetze werden langfristig zurückgebaut, Kenntnisse darin bleiben für Wartung und Migration aber noch Jahre gefragt. Entwicklungswege führen zum Vorarbeiter oder Kolonnenführer, in die Messtechnik und Abnahme, in die Bauleitung oder über eine Meister- oder Technikerprüfung im Elektrohandwerk in Planung und Führung.
Aufgaben
- Glasfaserkabel absetzen, Fasern spleißen und in Muffen oder Verteilern ablegen
- Kupferkabel muffen, Adern auflegen und Kabelverzweiger beschalten
- Hausanschlüsse vom Straßenrand bis zum Netzabschluss im Gebäude herstellen
- Dämpfungs- und OTDR-Messungen durchführen und protokollieren
- Kabelschäden nach Bauarbeiten suchen und reparieren
- Kabel in Leerrohre einziehen oder einblasen
- Montagestellen absichern und Baustellen dokumentieren
Voraussetzungen
- Ausbildung im Elektrobereich oder Quereinstieg mit LWL-Lehrgang
- Führerschein Klasse B, oft auch BE
- Feinmotorik und sorgfältiges Arbeiten
- Normales Farbsehvermögen
- Körperliche Belastbarkeit und Bereitschaft zur Arbeit im Freien
- Bereitschaft zu Montagereisen und gelegentlichen Bereitschaftsdiensten
Wo man arbeitet
- Fachbetriebe für Telekommunikations- und Kabelmontage
- Tiefbau- und Leitungsbauunternehmen
- Netzbetreiber und Telekommunikationsunternehmen
- Elektroinstallationsbetriebe
- Stadtwerke mit eigenem Glasfasernetz
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung, etwa als Elektroniker oder Informationselektroniker, mit anschließender Einarbeitung in die Kabelmontage. Quereinsteiger erwerben die nötigen Kenntnisse in Lehrgängen von einigen Tagen bis mehreren Wochen, die mit einem Zertifikat etwa als LWL-Spleißer oder Glasfasermonteur abschließen.
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