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Müllwerker

Müllwerker leeren Abfallbehälter in Wohngebieten und an Gewerbebetrieben, laden Sperrmüll und sorgen dafür, dass Abfälle zu Sortieranlagen, Verbrennungsanlagen oder Deponien gelangen. Die Arbeit ist körperlich anstrengend, findet bei jedem Wetter statt und beginnt früh am Morgen.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Müllwerker verdient

3.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 3.900 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.100 € 3.400 € 37.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €

Am stärksten hängt das Gehalt vom Arbeitgeber ab: Kommunale Betriebe zahlen nach TVöD (VKA) oder TV-V, meist in den Entgeltgruppen 3 bis 6, private Entsorger nach dem Tarifvertrag zwischen BDE und ver.di oder ohne Tarif und oft spürbar weniger. Fahrer mit Führerschein Klasse C und Kolonnenführer werden höher eingruppiert als Lader.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Müllwerker?

Müllwerker arbeiten meist in einer Kolonne aus zwei bis drei Personen auf einem Sammelfahrzeug. Sie ziehen Restmüll-, Bio- und Papiertonnen vom Grundstück an den Straßenrand, hängen sie in die Schüttung ein, bedienen die Hebevorrichtung und stellen die Behälter zurück. Bei Großbehältern an Wohnanlagen oder Betrieben kommen Container mit mehreren Kubikmetern hinzu. Fehlbefüllte Tonnen werden markiert und stehengelassen, Schäden an Behältern gemeldet. Je nach Betrieb gehören auch Sperrmüllabholung, Straßenreinigung, Winterdienst oder die Arbeit auf einem Wertstoffhof zu den Aufgaben. Wer den Führerschein der Klasse C besitzt, fährt das Sammelfahrzeug selbst, plant die Tour mit und ist für die Sicherheit beim Rückwärtsfahren und Rangieren in engen Straßen verantwortlich.

Wie wird man Müllwerker?

Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es für die Tätigkeit als Lader nicht. Viele Betriebe stellen Quereinsteiger ohne Berufsabschluss ein und lernen sie einige Wochen auf der Tour an. Ein Hauptschulabschluss wird oft erwartet, ist aber nicht immer Bedingung. Der anerkannte Ausbildungsberuf in diesem Feld ist die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, eine dreijährige duale Ausbildung, die auch Kenntnisse in Abfallrecht, Sortiertechnik und Anlagenbetrieb vermittelt. Wer fahren will, braucht den Führerschein Klasse C oder CE und die Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz. Kommunale Betriebe finanzieren den Führerschein teilweise, wenn man sich für einige Jahre verpflichtet.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich hart. Auf einer Tour werden mehrere hundert Behälter bewegt, oft bergauf, über Bordsteine oder durch Hinterhöfe. Dazu kommt das ständige Auf- und Absteigen vom Trittbrett. Rücken, Knie und Schultern werden stark belastet, viele wechseln mit zunehmendem Alter in andere Tätigkeiten. Gearbeitet wird bei Regen, Hitze, Glatteis und Frost, Schichtbeginn ist häufig gegen sechs Uhr. Gerüche, Ungeziefer und gelegentlich gefährliche Gegenstände im Abfall wie Spritzen oder Glasscherben gehören zum Alltag. Der Straßenverkehr ist ein echtes Unfallrisiko, besonders beim Arbeiten hinter dem Fahrzeug. Unfreundliche Autofahrer, die hinter dem Sammelfahrzeug warten müssen, sind ebenfalls Teil der Arbeit. Dafür ist der Feierabend oft früh am Nachmittag, und das Arbeiten im festen Team wird von vielen geschätzt.

Aussichten

Abfall fällt immer an, die Stellen sind daher sicher und kaum von Konjunktur abhängig. Viele Entsorger, kommunale wie private, suchen Personal, besonders Fahrer mit Führerschein Klasse C. Mit Erfahrung ist der Aufstieg zum Fahrer, Kolonnenführer oder Vorarbeiter möglich. Über die Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und eine anschließende Fortbildung zum Meister für Kreislauf- und Abfallwirtschaft öffnen sich Wege in die Leitung von Betriebshöfen, Wertstoffhöfen oder Sortieranlagen. Automatisierte Seitenlader verändern die Arbeit in manchen Regionen, ersetzen die Kolonnen aber bisher nur in Teilen.

Aufgaben

  • Abfalltonnen und Container an das Sammelfahrzeug ziehen und in die Schüttung einhängen
  • Hebe- und Pressvorrichtung des Fahrzeugs bedienen
  • Fehlbefüllte oder beschädigte Behälter markieren und melden
  • Sperrmüll und Elektroaltgeräte abholen und verladen
  • Das Sammelfahrzeug auf der Tour fahren und rangieren
  • Straßen reinigen und im Winter Räum- und Streudienst übernehmen
  • Annahme und Sortierung auf dem Wertstoffhof unterstützen

Voraussetzungen

  • Gute körperliche Belastbarkeit und gesunder Rücken
  • Bereitschaft zu frühem Arbeitsbeginn und Arbeit bei jedem Wetter
  • Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit in der Kolonne
  • Für Fahrer: Führerschein Klasse C oder CE und Berufskraftfahrerqualifikation
  • Aufmerksamkeit im Straßenverkehr und Einhaltung von Arbeitsschutzregeln
  • Meist Hauptschulabschluss, eine Berufsausbildung ist keine Pflicht

Wo man arbeitet

  • Kommunale Entsorgungsbetriebe und Stadtreinigungen
  • Private Entsorgungsunternehmen
  • Zweckverbände für Abfallwirtschaft
  • Wertstoffhöfe und Recyclinghöfe
  • Stadtwerke mit Entsorgungssparte

Der Weg in den Beruf

Die meisten Müllwerker steigen ohne Fachausbildung ein und werden einige Wochen im Betrieb angelernt. Der anerkannte Ausbildungsberuf ist die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft mit drei Jahren dualer Ausbildung und IHK-Abschluss. Für die Tätigkeit als Fahrer sind der Führerschein Klasse C oder CE und die Grundqualifikation als Berufskraftfahrer nötig.

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