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Gesundheit & Pflege

Oberarzt der Innere Medizin

Oberärztinnen und Oberärzte der Inneren Medizin sind erfahrene Fachärzte, die im Krankenhaus Stationen oder Funktionsbereiche leiten, Assistenzärzte anleiten und bei schwierigen Fällen die medizinische Verantwortung tragen. Die Stelle liegt in der Hierarchie zwischen Assistenz- und Chefarzt.

33 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Oberarzt der Innere Medizin verdient

9.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 8.300 bis 13.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 8.300 € 8.700 € 9.300 € 104.400 €
Mit Berufserfahrung 9.000 € 9.500 € 10.200 € 114.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 9.800 € 10.800 € 13.000 € 129.600 €

Oberärzte werden meist nach Entgeltgruppe Ä3 des TV-Ärzte/VKA (kommunale Häuser) oder TV-Ärzte/TdL (Unikliniken) bezahlt, private Konzerne haben eigene Tarifverträge mit dem Marburger Bund, kirchliche Häuser zahlen nach AVR; leitende Oberärzte steigen in Ä4 oder erhalten außertarifliche Verträge. Bereitschafts- und Rufdienste sind nicht enthalten und erhöhen das tatsächliche Einkommen oft deutlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Oberarzt der Inneren Medizin?

Der Oberarzt verantwortet einen Teil einer internistischen Klinik, etwa eine Normalstation, die Intensivstation, die Notaufnahme oder einen Funktionsbereich wie Endoskopie, Echokardiographie oder Herzkatheterlabor. Morgens leitet er Visiten, prüft Diagnosen und Therapiepläne der Assistenzärzte und entscheidet über Entlassungen, Verlegungen und weitere Untersuchungen. Dazu kommen eigene Eingriffe wie Magenspiegelungen, Koloskopien, Punktionen oder Herzultraschall, je nach Schwerpunkt Kardiologie, Gastroenterologie, Nephrologie oder Pneumologie. Ein großer Teil des Tages besteht aus Rücksprachen: mit dem ärztlichen Team, mit der Pflege, mit anderen Fachabteilungen, mit Angehörigen, die über schwere Diagnosen oder Therapiebegrenzungen aufgeklärt werden müssen. In Hintergrunddiensten ist der Oberarzt nachts und am Wochenende telefonisch erreichbar und kommt bei Notfällen ins Haus. Daneben fallen Arztbriefe, Befundfreigaben, Dienstplanung, Fortbildungen für Weiterzubildende und Qualitätsaufgaben an.

Wie wird man Oberarzt der Inneren Medizin?

Voraussetzung ist ein Medizinstudium von mindestens sechs Jahren mit Approbation. Danach folgt die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin oder für ein Schwerpunktfach wie Kardiologie oder Gastroenterologie, die nach Weiterbildungsordnung mindestens sechs Jahre dauert und mit einer Prüfung vor der Ärztekammer endet. Oberarzt ist kein eigener Abschluss, sondern eine Position: Kliniken besetzen sie in der Regel mit Fachärzten, die einige Jahre Erfahrung, Zusatzqualifikationen wie Intensivmedizin oder Notfallmedizin und oft eine Promotion mitbringen. Vom Studienbeginn bis zur ersten Oberarztstelle vergehen meist zwölf bis fünfzehn Jahre. Ein Quereinstieg ist nicht möglich.

Was der Beruf verlangt

Die Stelle verbindet medizinische Verantwortung mit Führungsaufgaben, ohne dass die Zeit für beides ausreicht. Arbeitstage von zehn Stunden und mehr sind verbreitet, Hintergrund- und Bereitschaftsdienste kommen hinzu und unterbrechen Nächte und Wochenenden. In vielen Häusern fehlen Ärzte und Pflegekräfte, Stationen sind voll belegt, und der Oberarzt muss Lücken im Dienstplan auffangen. Die Dokumentationspflichten und der wirtschaftliche Druck durch das Fallpauschalensystem nehmen viel Zeit in Anspruch. Belastend sind auch Entscheidungen unter Unsicherheit, der Umgang mit Sterben und schweren Verläufen sowie Konflikte zwischen Klinikleitung, Team und Patienten. Wer Verantwortung schlecht abgeben oder klare Entscheidungen schwer treffen kann, gerät in dieser Rolle unter Druck.

Aussichten

Internisten werden dringend gesucht, weil die Bevölkerung altert und chronische Erkrankungen wie Herzschwäche, Diabetes oder Nierenleiden zunehmen. Oberarztstellen sind besonders in kleineren Städten und ländlichen Kliniken oft schwer zu besetzen, in Universitätskliniken dagegen umkämpft. Die Krankenhausreform dürfte Standorte zusammenlegen und Leistungen bündeln, was einzelne Abteilungen verkleinert, andere wachsen lässt. Wege nach oben führen zum leitenden Oberarzt und zum Chefarzt. Viele wechseln nach einigen Jahren in die Niederlassung als Hausarzt oder Facharztinternist, in ein Medizinisches Versorgungszentrum, in den Medizinischen Dienst oder in die pharmazeutische Industrie.

Aufgaben

  • Visiten leiten und Therapieentscheidungen der Assistenzärzte prüfen
  • Endoskopien, Ultraschall- oder Herzkatheteruntersuchungen durchführen
  • Hintergrunddienste übernehmen und nachts bei Notfällen entscheiden
  • Patienten und Angehörige über Diagnosen und Behandlungsoptionen aufklären
  • Assistenzärzte in der Facharztweiterbildung anleiten und beurteilen
  • Arztbriefe und Befunde freigeben
  • Dienstpläne und Abläufe auf der Station organisieren
  • An interdisziplinären Fallbesprechungen und Tumorkonferenzen teilnehmen

Voraussetzungen

  • Approbation als Arzt nach abgeschlossenem Medizinstudium
  • Facharztanerkennung in Innerer Medizin oder einem internistischen Schwerpunkt
  • Mehrjährige Berufserfahrung als Facharzt, häufig Promotion
  • Sicherheit in internistischen Untersuchungsverfahren wie Sonographie oder Endoskopie
  • Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck und Führungskompetenz
  • Belastbarkeit für lange Arbeitstage und Nacht- sowie Wochenenddienste

Wo man arbeitet

  • Kommunale Krankenhäuser
  • Universitätskliniken
  • Krankenhäuser privater Klinikkonzerne
  • Kirchliche und freigemeinnützige Krankenhäuser
  • Rehabilitationskliniken

Der Weg in den Beruf

Nach einem mindestens sechsjährigen Medizinstudium mit Approbation folgt eine mindestens sechsjährige Facharztweiterbildung in Innerer Medizin oder einem Schwerpunktfach, die mit der Facharztprüfung vor der Ärztekammer endet. Die Oberarztposition wird anschließend nach einigen Jahren Facharzterfahrung vergeben, insgesamt dauert der Weg meist zwölf bis fünfzehn Jahre.

Offene Stellen als Oberarzt der Innere Medizin

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74
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