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Technik & Ingenieurwesen

Operationstechnische Assistentin

Operationstechnische Assistentinnen bereiten Operationen vor, reichen dem Operationsteam steril die Instrumente an und sorgen dafür, dass Saal, Geräte und Material bereitstehen. Sie arbeiten vor allem im OP von Krankenhäusern, aber auch in Ambulanzen und Funktionsabteilungen.

36 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Operationstechnische Assistentin verdient

3.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.900 bis 4.900 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.600 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.700 € 4.100 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.200 € 4.900 € 50.400 €

In öffentlichen und kirchlichen Kliniken richtet sich das Gehalt nach dem TVöD (Pflegetabelle), an Unikliniken nach dem TV-L oder Haustarifen, kirchliche Träger zahlen nach AVR; private Klinikketten und ambulante OP-Zentren zahlen teils deutlich darunter. Zuschläge für Bereitschaftsdienste, Nacht- und Wochenendarbeit sind hier nicht enthalten, machen im OP aber oft einen spürbaren Teil des Einkommens aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Operationstechnische Assistentin?

Im Mittelpunkt steht der Operationssaal. Vor einem Eingriff richtet die Operationstechnische Assistentin den Saal her, prüft Geräte wie Absaugung, Hochfrequenzchirurgie oder Endoskopietürme und legt die passenden Instrumentensiebe und Sterilgüter bereit. Gemeinsam mit Anästhesie und Chirurgie lagert sie die Patientin oder den Patienten so, dass der Eingriff möglich ist und keine Druckschäden entstehen. Während der Operation arbeitet sie entweder steril am Tisch und reicht Instrumente, Tupfer und Nahtmaterial an, oft ohne dass der Operateur danach fragen muss, oder sie ist als sogenannte Springerin unsteril im Saal unterwegs, holt Material, bedient Geräte und dokumentiert. Vor dem Wundverschluss zählt sie Instrumente, Tücher und Nadeln, damit nichts im Körper zurückbleibt. Danach entsorgt sie Material, bereitet die Instrumente für die Aufbereitung vor und macht den Saal für den nächsten Eingriff fertig. Auch in Notaufnahmen, Endoskopie, ambulanten OP-Zentren und der Sterilgutaufbereitung werden OTA eingesetzt.

Wie wird man Operationstechnische Assistentin?

Seit 2022 ist die Ausbildung bundesweit durch das Anästhesietechnische- und Operationstechnische-Assistenten-Gesetz geregelt. Sie dauert drei Jahre in Vollzeit, findet an einer staatlich anerkannten Schule und im Krankenhaus statt und endet mit einer staatlichen Prüfung. Die Berufsbezeichnung ist geschützt. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener zweijähriger Berufsausbildung. Die Ausbildung wird vergütet. Pflegefachkräfte können alternativ über die Fachweiterbildung für den Operationsdienst in den OP wechseln, bei einschlägiger Vorbildung ist teilweise eine Verkürzung der OTA-Ausbildung möglich.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Viele Eingriffe dauern Stunden, in denen steril am Tisch gestanden wird, häufig unter Bleischürze bei Röntgenkontrolle und bei Wärme durch Lampen und Schutzkleidung. Hinzu kommen Heben beim Lagern, Rauchgase aus der Elektrochirurgie und der Umgang mit Blut, offenen Wunden und schweren Verletzungen. Die Konzentration darf nicht nachlassen, weil Fehler beim Zählen oder bei der Sterilität direkte Folgen für die Patienten haben. Kliniken arbeiten mit Früh- und Spätdiensten, Bereitschaftsdiensten in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen sowie Rufbereitschaft. Notfälle verschieben jede Planung. Der Ton im OP kann unter Zeitdruck rau sein, und in vielen Häusern führt Personalmangel zu Überstunden und eingesprungenen Diensten.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. Operationsabteilungen suchen dauerhaft Fachpersonal, viele Häuser bilden selbst aus und übernehmen ihre Auszubildenden. Mit Berufserfahrung ist eine Spezialisierung auf Fachgebiete wie Herzchirurgie, Neurochirurgie oder Orthopädie möglich. Weiterbildungen führen zur Praxisanleitung, zur Hygienefachkraft oder in die Leitung einer OP-Abteilung. Ein Studium etwa in Medizinpädagogik, Gesundheitsmanagement oder als Physician Assistant öffnet weitere Wege. Außerhalb der Klinik bieten Medizinprodukte-Hersteller Stellen in Anwendungsberatung und Vertrieb.

Aufgaben

  • Operationssaal, Geräte und Instrumente vor dem Eingriff vorbereiten
  • Patientinnen und Patienten gemeinsam mit dem Team auf dem OP-Tisch lagern
  • Instrumente, Tupfer und Nahtmaterial steril am Tisch anreichen
  • als Springerin Material holen, Geräte bedienen und den Ablauf dokumentieren
  • Instrumente, Tücher und Nadeln vor dem Wundverschluss zählen
  • Sterilität im Saal überwachen und Hygienevorschriften umsetzen
  • benutzte Instrumente für die Sterilgutaufbereitung vorbereiten
  • Material und Sterilgut bestellen und Lagerbestände prüfen

Voraussetzungen

  • mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener zweijähriger Berufsausbildung
  • gesundheitliche Eignung, nachgewiesen durch ärztliches Attest
  • Bereitschaft zu Schicht-, Bereitschafts- und Wochenenddiensten
  • Belastbarkeit für langes Stehen und Arbeit unter Schutzkleidung
  • Konzentrationsfähigkeit und sorgfältiges Arbeiten auch unter Zeitdruck
  • keine Scheu vor Blut, Wunden und schweren Verletzungen
  • Interesse an Anatomie und Medizintechnik

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Universitätskliniken
  • ambulante Operationszentren
  • Fachkliniken, etwa für Orthopädie oder Herzchirurgie
  • Notaufnahmen und Endoskopieabteilungen
  • Abteilungen für Sterilgutaufbereitung
  • Hersteller von Medizinprodukten

Der Weg in den Beruf

Die bundesweit geregelte Ausbildung dauert drei Jahre und verbindet Unterricht an einer staatlich anerkannten Schule mit Praxiseinsätzen im Krankenhaus. Sie endet mit einer staatlichen Prüfung und der Erlaubnis, die Berufsbezeichnung Operationstechnische Assistentin zu führen. Pflegefachkräfte erreichen ähnliche Tätigkeiten über die zweijährige Fachweiterbildung für den Operationsdienst.

Offene Stellen als Operationstechnische Assistentin

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