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Personal & Recruiting

Personalsachbearbeiter

Personalsachbearbeiter verwalten Arbeitsverhältnisse vom Vertrag bis zum Zeugnis und sind für Beschäftigte die erste Anlaufstelle in Personalfragen.

20 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Personalsachbearbeiter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.350 € 3.800 € 4.300 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.850 € 4.400 € 5.100 € 52.800 €

Im öffentlichen Dienst liegt die Tätigkeit meist in E8 bis E9a TVöD bzw. TV-L, in tarifgebundener Industrie in den mittleren kaufmännischen Gruppen. Ohne Tarif hängt die Spanne an Unternehmensgröße und an der Frage, ob die Entgeltabrechnung eigenständig verantwortet wird – das wird deutlich besser bezahlt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Personalsachbearbeiter erledigen die Verwaltungsseite der Personalarbeit. Sie legen Personalakten an, bereiten Arbeitsverträge und Vertragsänderungen vor, erfassen Ein- und Austritte, pflegen Stammdaten im Personalsystem, verwalten Urlaub, Krankmeldungen und Zeiterfassung und schreiben Bescheinigungen und Zeugnisse. In vielen Unternehmen gehört die Entgeltabrechnung dazu oder zumindest ihre Vorbereitung: Daten für den Lohnlauf, Meldungen an die Sozialversicherung, Abstimmungen mit einem externen Abrechnungsdienstleister.

Der Beruf verlangt Genauigkeit und Diskretion. Personalakten enthalten Gesundheitsdaten, Gehälter und Abmahnungen, und ein Fehler in der Abrechnung trifft jemanden direkt im Portemonnaie. Gleichzeitig ist die Stelle Ansprechpartner für alle: Beschäftigte mit Fragen zur Elternzeit, Führungskräfte mit einer Einstellung, Krankenkassen und Behörden mit Rückfragen. Wer hier arbeitet, muss die Grundzüge des Arbeits-, Sozialversicherungs- und Lohnsteuerrechts kennen und wissen, wann eine Frage an die Rechtsabteilung oder den Steuerberater gehört.

Im Bestand kommt mehr als die Hälfte der Anzeigen von Personaldienstleistern, der Rest von Mittelständlern, darunter ein Bauunternehmen; einige Stellen sind in Teilzeit ausgeschrieben. Bei einem Personaldienstleister sieht der Beruf besonders aus: viele Ein- und Austritte, kurze Beschäftigungsdauern, Zuschläge nach Branchentarif und die Besonderheiten der Arbeitnehmerüberlassung. Im Industriebetrieb dagegen stehen oft Schichtzulagen, Tarifstufen und Betriebsvereinbarungen im Vordergrund.

Fachlich entwickelt sich der Beruf in zwei Richtungen: hin zur Spezialisierung in der Entgeltabrechnung, wo erfahrene Kräfte gesucht sind, oder hin zum Personalreferenten mit Beratung von Führungskräften, Recruiting und Personalentwicklung. Die Digitalisierung von Personalakte und Zeiterfassung verändert den Alltag, ersetzt aber die Klärung der Einzelfälle nicht.

Aufgaben

  • Personalakten führen und Stammdaten im Personalsystem pflegen
  • Arbeitsverträge, Vertragsänderungen und Bescheinigungen vorbereiten
  • Ein- und Austritte abwickeln, einschließlich Meldungen an Sozialversicherungsträger
  • Entgeltabrechnung durchführen oder vorbereiten
  • Urlaub, Fehlzeiten und Zeiterfassung verwalten
  • Arbeitszeugnisse nach Vorgaben der Führungskräfte erstellen
  • Beschäftigte und Führungskräfte in Personalfragen beraten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, idealerweise mit Schwerpunkt Personal, oder vergleichbare Qualifikation
  • Grundkenntnisse im Arbeits-, Sozialversicherungs- und Lohnsteuerrecht
  • Erfahrung mit Personal- und Abrechnungssoftware wie DATEV oder SAP HCM
  • Sorgfalt und absolute Verschwiegenheit
  • Sicherer Umgang mit Tabellenkalkulation
  • Freundliche, klare Kommunikation

Wo man arbeitet

  • Personalabteilungen von Industrie und Handel
  • Personaldienstleister
  • Öffentliche Verwaltung
  • Steuerkanzleien und Lohnbüros
  • Kliniken und Sozialeinrichtungen

Der Weg in den Beruf

Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement mit der Wahlqualifikation Personalwirtschaft, als Industriekaufmann oder Steuerfachangestellter, danach der Einstieg in eine Personalabteilung. Die klassische Fortbildung ist der geprüfte Personalfachkaufmann vor der IHK; für die Abrechnung gibt es Zertifikatslehrgänge zur Fachkraft Lohn und Gehalt. Quereinsteiger mit einem Studium der Betriebswirtschaft oder Personalwirtschaft steigen oft direkt als Sachbearbeiter ein und wechseln später ins Referat.

Offene Stellen als Personalsachbearbeiter

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