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Handwerk & Produktion

Projektleiter Handwerkspartner Wärmepumpe

Projektleiter für Handwerkspartner im Bereich Wärmepumpe steuern Installationsprojekte, die von externen Heizungsbaubetrieben ausgeführt werden. Sie verbinden Kundschaft, Anbieter und Handwerksbetrieb und sorgen dafür, dass die Anlage termingerecht, förderfähig und fachgerecht in Betrieb geht.

18 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Projektleiter Handwerkspartner Wärmepumpe verdient

4.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.400 bis 7.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.400 € 3.900 € 4.500 € 46.800 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.700 € 5.500 € 56.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 5.800 € 7.000 € 69.600 €

Ein Tarifvertrag gilt meist nicht, die Gehälter werden frei verhandelt; nur bei Herstellern mit Bindung an den Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder bei Stadtwerken mit TV-V liegen sie oft höher und verlässlicher. Den größten Unterschied machen Arbeitgebertyp und Qualifikation: Ingenieure und Meister bei etablierten Herstellern verdienen spürbar mehr als Quereinsteiger bei jungen Anbietern, wo Teile des Gehalts häufig an Projektziele gekoppelt sind.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Projektleiter Handwerkspartner Wärmepumpe?

Die Stelle gibt es vor allem bei Wärmepumpenherstellern, Energieversorgern und Anbietern, die Heizungstausch als Komplettpaket verkaufen, die Montage aber an Partnerbetriebe aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk vergeben. Der Projektleiter übernimmt ein Projekt meist nach dem Vertragsabschluss. Er prüft die Planung, also Heizlastberechnung, Geräteauswahl, Aufstellort und hydraulisches Schema, und gleicht sie mit den Gegebenheiten vor Ort ab. Er vergibt den Auftrag an einen passenden Partnerbetrieb, stimmt Montagetermine ab, organisiert Material und Lieferung und klärt Fragen zu Elektroanschluss, Schallschutz oder Fundament. Dazu kommen Anmeldungen beim Netzbetreiber, Unterlagen für Förderanträge und die Dokumentation für die Abnahme. Läuft etwas schief, etwa ein verspätetes Gerät, ein Mangel bei der Montage oder eine unzufriedene Kundin, ist er die Stelle, bei der alles zusammenläuft. Ein Teil der Arbeit findet am Bildschirm und am Telefon statt, ein anderer bei Baustellenbesuchen, Inbetriebnahmen und Qualitätskontrollen. Oft gehört auch dazu, neue Partnerbetriebe zu gewinnen, zu schulen und ihre Arbeit zu bewerten.

Wie wird man Projektleiter Handwerkspartner Wärmepumpe?

Eine eigene Ausbildung gibt es nicht. Typisch ist ein handwerklicher oder technischer Hintergrund: Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Meisterbrief, staatlich geprüfter Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik oder ein Studium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik. Wer aus dem Handwerk kommt, bringt das Verständnis für Baustellenabläufe mit, muss aber Projektsteuerung und Büroarbeit lernen. Quereinsteiger aus dem Projektmanagement anderer Branchen werden ebenfalls eingestellt, vor allem bei jungen Anbietern, brauchen dann aber eine gründliche Einarbeitung in Heizungstechnik, Kältemittelrecht und Förderregeln. Herstellerschulungen zu Wärmepumpen sind in jedem Fall üblich.

Was der Beruf verlangt

Der Projektleiter trägt Verantwortung für Ergebnisse, die andere ausführen. Er kann Partnerbetrieben keine Anweisungen geben wie eigenen Mitarbeitern, sondern muss verhandeln, nachhalten und Druck machen, ohne die Zusammenarbeit zu gefährden. Viele Projekte laufen parallel, Termine verschieben sich durch Lieferengpässe, Wetter oder Personalausfälle bei den Betrieben. Kundschaft, die viel Geld investiert, erwartet schnelle Antworten, und Beschwerden landen beim Projektleiter. Die Arbeitszeit liegt meist im Tagesrhythmus, in Spitzenzeiten vor Förderfristen oder im Herbst kommen Überstunden vor. Je nach Einsatzgebiet fallen regelmäßige Fahrten zu Baustellen an, teils mit Übernachtung. Wer gern selbst montiert, vermisst das Handwerk oft.

Aussichten

Wärmepumpen sind ein zentraler Baustein des Umbaus der Wärmeversorgung, und dem Handwerk fehlen Fachkräfte. Leute, die Technik verstehen und Projekte steuern können, werden daher gesucht. Der Markt reagiert allerdings stark auf Förderpolitik und Gesetzgebung: Nach dem Boom 2023 brach die Nachfrage zeitweise ein, einige Anbieter haben Stellen abgebaut oder aufgegeben. Bei jungen Unternehmen ist die Lage weniger sicher als bei etablierten Herstellern oder Versorgern. Entwicklungswege führen zur Teamleitung im Projektmanagement, ins Partnermanagement, in die technische Planung oder in den Vertrieb. Mit Meisterbrief ist auch der Schritt in die Selbstständigkeit als Fachbetrieb möglich.

Aufgaben

  • Planungsunterlagen wie Heizlastberechnung und Hydraulikschema prüfen
  • Montageaufträge an geeignete Partnerbetriebe vergeben
  • Termine für Lieferung, Montage und Inbetriebnahme koordinieren
  • Anmeldungen beim Netzbetreiber und Unterlagen für Förderanträge vorbereiten
  • Baustellen besuchen und Qualität der Installation kontrollieren
  • Reklamationen und Mängel mit Kundschaft und Betrieben klären
  • Abnahmen dokumentieren und Projekte abrechnen
  • Neue Partnerbetriebe gewinnen, einweisen und bewerten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im SHK-Handwerk mit Meister- oder Technikerabschluss oder ein Studium der Versorgungs- bzw. Gebäudetechnik
  • Kenntnisse in Heizungstechnik, Hydraulik und Wärmepumpensystemen
  • Grundwissen zu Förderprogrammen und Gebäudeenergiegesetz
  • Organisationsvermögen bei vielen parallelen Projekten
  • Verhandlungsgeschick und Belastbarkeit im Umgang mit Beschwerden
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu Dienstreisen
  • Sicherer Umgang mit Projekt- und CRM-Software

Wo man arbeitet

  • Wärmepumpenhersteller
  • Anbieter von Heizungstausch als Komplettpaket
  • Energieversorger und Stadtwerke
  • Größere SHK-Fachbetriebe mit Subunternehmern
  • Planungsbüros für Gebäudetechnik

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit anschließender Meister- oder Technikerweiterbildung, die in Vollzeit etwa ein bis zwei Jahre dauert. Alternativ führt ein Bachelorstudium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik von rund sieben Semestern in den Beruf. Einige Jahre Praxis in Heizungsbau oder Projektarbeit werden meist erwartet.

Offene Stellen als Projektleiter Handwerkspartner Wärmepumpe

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