Projektleiter Sicherheitstechnik
Projektleiter Sicherheitstechnik planen und steuern die Errichtung von Brandmelde-, Einbruchmelde-, Video- und Zutrittskontrollanlagen in Gebäuden. Sie verantworten Termine, Kosten und Technik vom Auftrag bis zur Abnahme.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Projektleiter Sicherheitstechnik verdient
5.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.800 bis 7.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.300 € | 4.900 € | 51.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.500 € | 5.200 € | 6.000 € | 62.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.500 € | 6.300 € | 7.500 € | 75.600 € |
Die meisten Errichterbetriebe zahlen frei verhandelte Gehälter, im Elektrohandwerk gelten teils die regionalen Tarifverträge der Elektrohandwerke, große Hersteller zahlen oft nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie und liegen deutlich höher. Neben Betriebsgröße und Region wirken Projektvolumen, DIN-14675-Verantwortung und ein Dienstwagen stark auf die Gesamtvergütung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Projektleiter Sicherheitstechnik?
Projektleiter Sicherheitstechnik sorgen dafür, dass Brandmeldeanlagen, Sprachalarmanlagen, Einbruchmeldetechnik, Videoüberwachung und Zutrittskontrollsysteme in Bürogebäuden, Kliniken, Schulen, Industriehallen oder Rechenzentren fachgerecht geplant, montiert und in Betrieb genommen werden. Nach der Auftragsvergabe prüfen sie Leistungsverzeichnisse und Brandschutzkonzepte, klären offene Punkte mit Fachplanern und Architekten und erstellen Ausführungspläne oder lassen sie erstellen. Sie bestellen Material, teilen Monteure und Subunternehmer ein und nehmen an Baubesprechungen teil. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Abstimmung: mit der Bauleitung, mit anderen Gewerken wie Elektro, Lüftung und Aufzug, mit dem Brandschutzsachverständigen und der Feuerwehr. Sie überwachen Kosten und Termine, prüfen Nachträge, schreiben Aufmaße und Abrechnungen. Am Ende stehen Inbetriebnahme, Wirkprinzipprüfung, die Abnahme durch Sachverständige und die Übergabe der Dokumentation an den Betreiber.
Wie wird man Projektleiter Sicherheitstechnik?
Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist der Einstieg über eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder zum Informationselektroniker, gefolgt von mehreren Jahren in Montage oder Service und einer Weiterbildung zum Meister oder staatlich geprüften Techniker. Ebenso verbreitet ist ein Bachelorstudium in Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Sicherheitstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Für Brandmeldeanlagen verlangen Errichterfirmen fast immer eine Qualifikation als verantwortliche Person nach DIN 14675, dazu kommen Lehrgänge des VdS und Herstellerschulungen. Quereinsteiger aus der Elektroplanung oder Bauleitung anderer Gewerke finden ebenfalls Zugang, müssen sich aber das Normenwissen erarbeiten.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit verteilt sich auf Büro und Baustelle, oft mit längeren Fahrten zu mehreren Projekten gleichzeitig. Termindruck ist die Regel, weil die Sicherheitstechnik im Bauablauf spät kommt und Verzögerungen anderer Gewerke auffangen muss, während der Eröffnungstermin feststeht. Kurz vor Abnahmen fallen Überstunden an, gelegentlich auch Einsätze am Wochenende. Die Verantwortung ist erheblich: Fehler in der Brandmeldetechnik können die Nutzung eines Gebäudes verhindern oder im Ernstfall Menschen gefährden. Normen wie DIN VDE 0833, DIN 14675 und landesrechtliche Bauvorschriften ändern sich und verlangen ständige Weiterbildung. Wer Konflikte mit Bauherren über Nachträge oder mit Monteuren über Qualität scheut, tut sich schwer.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Gesetzliche Pflichten zum Brandschutz, Sanierungen im Bestand und der Bedarf an Zutritts- und Videotechnik halten die Auftragslage gut, gleichzeitig fehlen erfahrene Fachkräfte, sodass Errichter und Hersteller laufend suchen. Die Systeme werden zunehmend vernetzt und IT-basiert, Kenntnisse in Netzwerktechnik und IT-Sicherheit gewinnen an Gewicht. Entwicklungswege führen zur Gruppen- oder Abteilungsleitung, in die Niederlassungsleitung, in den technischen Vertrieb, zu Planungsbüros oder in die Tätigkeit als Sachverständiger. Mit Meistertitel ist auch die Selbstständigkeit als Errichterbetrieb möglich.
Aufgaben
- Leistungsverzeichnisse, Pläne und Brandschutzkonzepte prüfen
- Ausführungsplanung erstellen und mit Fachplanern abstimmen
- Material bestellen und Monteure sowie Subunternehmer einteilen
- an Baubesprechungen teilnehmen und Schnittstellen zu anderen Gewerken klären
- Kosten, Termine und Nachträge überwachen
- Inbetriebnahme und Wirkprinzipprüfung begleiten
- Abnahmen mit Sachverständigen und Feuerwehr durchführen
- Anlagendokumentation und Abrechnung erstellen
Voraussetzungen
- Meister oder Techniker in Elektrotechnik oder abgeschlossenes technisches Studium
- mehrjährige Praxis in Errichtung oder Service von Sicherheitsanlagen
- Qualifikation nach DIN 14675 für Brandmeldeanlagen, oft auch VdS-Lehrgänge
- sichere Kenntnis einschlägiger Normen wie DIN VDE 0833
- Organisationsgeschick und Durchsetzungsvermögen gegenüber Bauherren und Gewerken
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu Fahrten zwischen Baustellen
Wo man arbeitet
- Errichterfirmen für Sicherheits- und Brandmeldetechnik
- Elektrotechnikbetriebe mit Abteilung für Gebäudesicherheit
- Hersteller von Sicherheitssystemen mit eigenem Projektgeschäft
- Facility-Management-Unternehmen
- Ingenieur- und Planungsbüros für technische Gebäudeausrüstung
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung im Elektrobereich, einige Jahre Berufspraxis und eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker, die in Vollzeit ein bis zwei Jahre, berufsbegleitend drei bis vier Jahre dauert. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Elektro- oder Gebäudetechnik von meist sieben Semestern in den Beruf, ergänzt durch die Qualifikation nach DIN 14675.
Offene Stellen als Projektleiter Sicherheitstechnik
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- Offene Stellen
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- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.800 – 5.200 €
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