Zum Inhalt springen
Vertrieb & Kundenservice

Promoter / POS-Promoter für grüne Energie

Promoter für grüne Energie sprechen an Ständen in Supermärkten, Baumärkten, Einkaufszentren oder auf Messen Passanten an und verkaufen Ökostrom- und Gasverträge oder vermitteln Beratungstermine für Solaranlagen und Wärmepumpen. Die Arbeit ist meist befristet, oft über Agenturen organisiert und stark provisionsabhängig.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Promoter / POS-Promoter für grüne Energie verdient

2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.250 bis 4.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.250 € 2.400 € 2.900 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.700 € 3.500 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.200 € 4.200 € 38.400 €

Einen eigenen Tarifvertrag gibt es nicht; bei Beschäftigung über Zeitarbeit gelten die Tarifverträge der Zeitarbeit (GVP/DGB), sonst meist ein Fixum nahe dem Mindestlohn plus Provision pro Abschluss. Wer als selbstständiger Handelsvertreter rein auf Provision arbeitet, hat keinen Mindestlohnanspruch und muss Sozialversicherung, Fahrtkosten und Stornorisiko selbst tragen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Promoter für grüne Energie?

Die Arbeit findet am Point of Sale statt, also dort, wo viele Menschen vorbeikommen: im Eingangsbereich von Supermärkten und Baumärkten, in Einkaufszentren, auf Stadtfesten oder Messen. Promoter bauen morgens einen Stand mit Aufsteller, Tablet und Infomaterial auf und sprechen dann über Stunden hinweg Passanten an. Ziel ist meist ein Abschluss vor Ort: ein Wechsel zu einem Ökostrom- oder Ökogastarif, für den Zählernummer, Bankverbindung und Adresse erfasst werden. Bei Photovoltaik, Batteriespeichern oder Wärmepumpen geht es eher darum, Kontaktdaten und Beratungstermine für den Außendienst zu sammeln. Dazu gehört, Tarife verständlich zu erklären, die bisherige Rechnung eines Kunden mit dem Angebot zu vergleichen, Einwände zu beantworten und über Widerrufsrecht und Vertragslaufzeit korrekt zu informieren. Am Ende des Tages werden Abschlüsse dokumentiert und an die Agentur oder den Energieversorger gemeldet.

Wie wird man Promoter für grüne Energie?

Eine formale Ausbildung gibt es nicht. Agenturen und Vertriebspartner von Energieversorgern stellen Quereinsteiger ein, häufig Studierende, Menschen in Übergangsphasen oder Leute mit Erfahrung im Verkauf. Vor dem ersten Einsatz steht eine Schulung von einigen Tagen zu Produkten, Gesprächsführung, Datenschutz und rechtlichen Vorgaben. Beschäftigt wird man als Minijobber, Werkstudent, über Zeitarbeit, befristet angestellt oder als selbstständiger Handelsvertreter mit eigenem Gewerbe. Gerade die letzte Variante sollte genau geprüft werden, weil dann Einkommen, Krankheitstage und Sozialversicherung vollständig am eigenen Verkaufserfolg hängen. Eine kaufmännische Ausbildung, etwa im Einzelhandel, oder Kenntnisse über Energiemärkte sind hilfreich, aber keine Bedingung.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf besteht zum größten Teil aus Ablehnung. Die meisten Angesprochenen gehen weiter, manche reagieren unfreundlich, und Energieverträge am Supermarkteingang haben bei vielen Menschen einen schlechten Ruf, weil es in der Branche immer wieder Fälle von untergeschobenen Verträgen gab. Wer hier arbeitet, braucht eine dicke Haut und muss trotzdem ehrlich beraten, auch wenn Zielvorgaben und Provisionen Druck machen. Man steht acht Stunden oder länger, oft in zugigen Eingangsbereichen oder draußen bei Kälte und Hitze. Gearbeitet wird zu Ladenöffnungszeiten, also häufig auch samstags, dazu kommen wechselnde Einsatzorte und teils weite Anfahrten. Feste Arbeitsverträge sind selten, Einsätze werden kurzfristig vergeben oder abgesagt. Das Einkommen schwankt, wenn ein großer Teil davon an Abschlüssen hängt, und Stornos können bereits gezahlte Provisionen wieder kosten.

Aussichten

Das Interesse an Ökostrom, Solaranlagen und Wärmepumpen ist dauerhaft da, und Versorger wie Installationsbetriebe suchen laufend Leute für die Kundengewinnung. Die Nachfrage hängt allerdings stark von Energiepreisen, Förderprogrammen und Kampagnen ab und kann schnell einbrechen. Dauerhafte Perspektiven ergeben sich vor allem durch einen Wechsel: zur Teamleitung, die Promoter einarbeitet und Einsätze koordiniert, in den Außendienst als Energieberater mit festem Gebiet, in den Innendienst oder den Kundenservice eines Versorgers. Wer langfristig in der Branche bleiben will, kann eine Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater, eine kaufmännische Ausbildung oder eine Qualifizierung im Bereich Photovoltaik anschließen.

Aufgaben

  • Promotionstand im Markt oder auf der Messe auf- und abbauen
  • Passanten ansprechen und ins Gespräch über Strom- und Gastarife bringen
  • Bisherige Energierechnungen mit dem Angebot vergleichen
  • Ökostrom- und Ökogasverträge auf dem Tablet erfassen
  • Über Widerrufsrecht, Laufzeit und Preisbestandteile aufklären
  • Kontaktdaten und Beratungstermine für Solaranlagen oder Wärmepumpen aufnehmen
  • Tagesergebnisse dokumentieren und an Agentur oder Auftraggeber melden

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, sicheres Deutsch in Wort und Schrift
  • Freude am Ansprechen fremder Menschen und Umgang mit häufiger Ablehnung
  • Ausdauer für langes Stehen, auch in kalten oder warmen Eingangsbereichen
  • Bereitschaft zu Samstagsarbeit und wechselnden Einsatzorten
  • Führerschein und eigenes Auto sind oft gewünscht
  • Zuverlässigkeit beim Umgang mit persönlichen Daten und Vertragsunterlagen

Wo man arbeitet

  • Vertriebs- und Promotionagenturen
  • Energieversorger und Stadtwerke
  • Supermärkte, Baumärkte und Einkaufszentren als Einsatzort
  • Messen und Stadtfeste
  • Solar- und Wärmepumpenanbieter

Der Weg in den Beruf

Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht, der Einstieg erfolgt nach einer Produkt- und Verkaufsschulung von wenigen Tagen durch Agentur oder Auftraggeber. Für einen dauerhaften Weg im Vertrieb bietet sich eine dreijährige Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Einzelhandel oder für Dialogmarketing an, für die Energieberatung eine Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater.

Offene Stellen als Promoter / POS-Promoter für grüne Energie

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Außendienstmitarbeiter

Betreut ein festes Verkaufsgebiet vor Ort, plant die Touren selbst und verbringt den Arbeitstag überwiegend beim Kunden.

Offene Stellen
29
Monatsbrutto
3.000 – 6.400 €

Kaufmann für Dialogmarketing

Plant Dialogkampagnen über Telefon, Post und digitale Kanäle, steuert ihre Umsetzung im Servicecenter und misst den Rücklauf.

Offene Stellen
11
Monatsbrutto
2.600 – 4.400 €

Verkaufsberater

Verkaufsberaterinnen und Verkaufsberater beraten Kundschaft im Fachhandel, Möbelhaus oder Autohaus zu Produkten, erstellen Angebote und schließen Kaufverträge ab. Ein Teil des Einkommens hängt oft an Provisionen.

Offene Stellen
21
Monatsbrutto
2.300 – 4.800 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Zur Reichweitenmessung nutzen wir Matomo auf unserem eigenen Server – ohne Cookies und mit gekürzter IP-Adresse. Keine Werbenetzwerke. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz