Quereinstieg als Immobilienmakler
Immobilienmakler vermitteln Wohnungen, Häuser und Gewerbeflächen zwischen Eigentümern und Käufern oder Mietern. Der Quereinstieg ist ohne Ausbildung möglich, verlangt aber eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO, Verkaufsgeschick und Durchhaltevermögen bei schwankendem Einkommen.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Quereinstieg als Immobilienmakler verdient
4.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 9.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.900 € | 4.000 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 4.200 € | 6.500 € | 50.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 5.500 € | 9.500 € | 66.000 € |
Das Einkommen hängt vor allem vom Verhältnis zwischen Fixum und Provision, von der Region und von der Zahl der Abschlüsse ab, weshalb die Spanne sehr weit ist und einzelne Jahre stark schwanken. Der Tarifvertrag für die Immobilienwirtschaft gilt nur in tarifgebundenen Unternehmen wie größeren Wohnungsgesellschaften, kleine Maklerbüros zahlen meist frei verhandelt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Immobilienmakler?
Immobilienmakler bringen Anbieter und Interessenten zusammen und verdienen in der Regel nur dann, wenn ein Vertrag tatsächlich zustande kommt. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Akquise: Eigentümer anrufen, Kontakte pflegen, auf Empfehlungen hoffen und sich gegen Konkurrenz durchsetzen, denn ohne Objekte gibt es nichts zu vermitteln. Hat ein Makler einen Auftrag, besichtigt er die Immobilie, schätzt ihren Marktwert, beschafft Grundbuchauszug, Energieausweis, Teilungserklärung und Bauunterlagen, fotografiert, schreibt das Exposé und schaltet Anzeigen auf Portalen. Danach folgen Anfragen beantworten, Besichtigungen durchführen, die Bonität von Interessenten prüfen, zwischen Preisvorstellungen vermitteln und den Notartermin vorbereiten. Viel Zeit geht in Telefonate, E-Mails und Fahrten.
Wie wird man Immobilienmakler?
Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Wer selbstständig oder als Inhaber eines Maklerbüros arbeitet, braucht eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung. Dafür verlangt das Gewerbeamt ein Führungszeugnis, eine Auskunft aus dem Gewerbezentralregister und den Nachweis geordneter Vermögensverhältnisse, einen Sachkundenachweis gibt es nicht. Allerdings besteht eine Weiterbildungspflicht von 20 Stunden innerhalb von drei Jahren, auch für beschäftigte Mitarbeiter. Quereinsteiger kommen oft aus Vertrieb, Bank, Versicherung oder Handwerk. Hilfreich sind Zertifikatslehrgänge der IHK oder privater Akademien, die einige Wochen bis Monate dauern und Grundlagen in Miet- und Kaufrecht, Wertermittlung und Vertragsgestaltung vermitteln. Der klassische Weg ist die dreijährige Ausbildung zum Immobilienkaufmann, darauf aufbauend der Immobilienfachwirt. Viele Quereinsteiger beginnen als Angestellte in einem bestehenden Büro oder bei einem Franchisesystem, um Kontakte und Routine aufzubauen.
Was der Beruf verlangt
Das größte Risiko ist das Einkommen. Viele Stellen bieten nur ein niedriges Fixum oder gar keins, der Rest hängt an Provisionen. Monate ohne Abschluss sind normal, besonders in den ersten ein bis zwei Jahren, in denen erst ein Netzwerk entstehen muss. Seit dem Bestellerprinzip bei Vermietungen und der Provisionsteilung beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern ist der Wettbewerb härter geworden. Besichtigungen finden häufig abends und am Wochenende statt, weil Interessenten dann Zeit haben. Absagen, Preisverhandlungen und enttäuschte Kunden gehören zum Alltag, ebenso das schlechte Ansehen, das die Branche bei vielen Menschen hat. Wer sich nicht selbst organisieren und mit Ablehnung umgehen kann, gibt oft früh auf. Haftungsfragen bei falschen Angaben im Exposé machen sorgfältiges Arbeiten nötig.
Aussichten
Die Nachfrage nach Maklerleistungen schwankt mit Zinsen und Preisen. Nach dem Einbruch der Verkaufszahlen ab 2022 haben sich Märkte regional unterschiedlich erholt, in Ballungsräumen ist das Geschäft stabiler als auf dem Land. Digitale Portale und Online-Makler drücken auf die Provisionen, persönliche Beratung und gute Wertermittlung bleiben aber gefragt. Wer sich etabliert, kann sich auf Gewerbeimmobilien, Kapitalanlagen oder Wertgutachten spezialisieren, ein eigenes Büro gründen oder in Hausverwaltung, Projektentwicklung und Bankvertrieb wechseln. Eine Weiterbildung zum Sachverständigen für Immobilienbewertung erweitert das Tätigkeitsfeld.
Aufgaben
- Eigentümer ansprechen und Vermittlungsaufträge gewinnen
- Marktwert von Wohnungen und Häusern einschätzen
- Unterlagen wie Grundbuchauszug und Energieausweis beschaffen
- Exposés erstellen und Anzeigen auf Portalen schalten
- Besichtigungen vorbereiten und durchführen
- Bonität von Kauf- und Mietinteressenten prüfen
- Preise verhandeln und Notartermine vorbereiten
Voraussetzungen
- Erlaubnis nach § 34c GewO bei selbstständiger Tätigkeit
- Einwandfreies Führungszeugnis und geordnete Finanzen
- Nachweis von 20 Stunden Weiterbildung alle drei Jahre
- Sicheres Auftreten, Verhandlungsgeschick und Frustrationstoleranz
- Grundkenntnisse in Miet-, Kauf- und Baurecht
- Führerschein und Bereitschaft zu Abend- und Wochenendterminen
Wo man arbeitet
- Maklerbüros
- Franchise-Maklerketten
- Immobilienabteilungen von Banken und Sparkassen
- Bauträger und Projektentwickler
- Wohnungsunternehmen
- Selbstständigkeit im eigenen Büro
Der Weg in den Beruf
Für den Quereinstieg ist keine Ausbildung vorgeschrieben, nötig ist bei Selbstständigkeit die Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO, viele absolvieren vorher einen mehrwöchigen bis mehrmonatigen IHK-Zertifikatslehrgang. Der reguläre Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann mit IHK-Abschluss, auf die der Immobilienfachwirt aufbauen kann.
Offene Stellen als Quereinstieg als Immobilienmakler
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Quereinstieg als Immobilienmakler/in – Vollzeit (m/w/d)
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Finanzberaterinnen und Finanzberater analysieren die finanzielle Lage von Privatpersonen oder Unternehmen und empfehlen Geldanlagen, Altersvorsorge, Versicherungen und Finanzierungen. Viele arbeiten im Vertrieb und werden ganz oder teilweise über Provisionen bezahlt.
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- Monatsbrutto
- 2.800 – 6.000 €
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