Sales Manager Großraum Dresden
Sales Manager verkaufen Produkte oder Dienstleistungen an Geschäfts- oder Großkunden, betreuen bestehende Kunden und gewinnen neue. Im Großraum Dresden arbeiten sie oft für Industrie- und Technologieunternehmen, IT-Dienstleister und Großhändler.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sales Manager Großraum Dresden verdient
5.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.200 bis 8.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.900 € | 4.800 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.200 € | 5.100 € | 6.300 € | 61.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.500 € | 6.800 € | 8.800 € | 81.600 € |
Es gibt meist keinen Tarifvertrag, nur in tarifgebundenen Industriebetrieben gilt teils der Tarifvertrag der IG Metall für die sächsische Metall- und Elektroindustrie. Das Gehalt hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und dem variablen Anteil aus Provision oder Bonus ab, der hier nicht enthalten ist; im Großraum Dresden liegen die Grundgehälter häufig spürbar unter dem bundesweiten Mittel, in der Halbleiter- und Softwarebranche dagegen teils darüber.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sales Manager?
Ein Sales Manager ist dafür verantwortlich, dass Umsatz entsteht. Der Arbeitstag besteht aus Telefonaten, Videokonferenzen und Kundenterminen, dazu kommen Angebote, Preiskalkulationen und die Pflege der Kundendaten im CRM-System. Neue Kunden werden über Messen, Empfehlungen, Kaltakquise oder Netzwerke wie LinkedIn gewonnen. Bestehende Kunden werden regelmäßig besucht, nach ihrem Bedarf gefragt und bei Reklamationen nicht allein gelassen. Wer im technischen Vertrieb arbeitet, muss erklären können, warum eine Maschine, ein Bauteil oder eine Software das Problem des Kunden löst, und stimmt sich dafür mit Technik, Produktion und Logistik ab. Im Großraum Dresden prägen Mikroelektronik, Maschinen- und Anlagenbau, Software und Zulieferer der Halbleiterindustrie den Markt, daneben Handel, Medizintechnik und Energiewirtschaft. Je nach Unternehmen betreut ein Sales Manager ein Gebiet in Sachsen und Ostdeutschland, eine Kundengruppe oder den Export, etwa nach Tschechien und Polen.
Wie wird man Sales Manager?
Die Bezeichnung ist nicht geschützt, einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, und arbeiten sich über den Innendienst in den Außendienst hoch. Andere haben Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder ein technisches Fach studiert, in Dresden etwa an der TU, der HTW oder der Berufsakademie Sachsen mit dualen Studiengängen. Im technischen Vertrieb haben Techniker, Meister und Ingenieure gute Chancen, weil sie das Produkt verstehen. Quereinsteiger aus Gastronomie, Einzelhandel oder Kundenservice finden einen Einstieg meist über den Vertriebsinnendienst oder Sales-Development-Stellen in Softwarefirmen. Englisch wird fast immer erwartet, Tschechisch oder Polnisch ist in der Region ein Vorteil.
Was der Beruf verlangt
Vertrieb wird an Zahlen gemessen. Umsatzziele, Quartalsberichte und Pipeline-Besprechungen erzeugen Druck, und ein Teil des Einkommens hängt oft direkt vom Erfolg ab. Absagen gehören zum Alltag, wer sie persönlich nimmt, hält das selten lange durch. Im Außendienst kommen viele Stunden im Auto oder im Zug hinzu, Übernachtungen und Messen auch am Wochenende. Die Arbeitszeit ist formal oft flexibel, in der Praxis richtet sie sich nach den Kunden, und abends werden Angebote nachgearbeitet. Gefragt sind Gesprächsführung, Verhandlungsgeschick, ein Gespür für Preise und Margen sowie die Disziplin, Daten sauber zu pflegen, was viele Verkäufer ungern tun. Der Arbeitsplatz ist körperlich nicht belastend, das ständige Unterwegssein und der Zielerreichungsdruck aber können auf Dauer erschöpfen.
Aussichten
Die Nachfrage nach Vertriebsfachleuten ist im Raum Dresden stabil. Der Ausbau der Halbleiterfertigung zieht Zulieferer, Dienstleister und Anlagenbauer an, die Vertriebspersonal mit technischem Verständnis suchen. Gleichzeitig ist der Markt konjunkturabhängig: In schwachen Jahren werden Vertriebsteams verkleinert, und schwache Zahlen gefährden die eigene Stelle schneller als in anderen Berufen. Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für Großkunden, zum Teamleiter oder Vertriebsleiter, in den internationalen Vertrieb oder ins Produktmanagement. Manche machen sich als Handelsvertreter selbstständig. Weiterbildungen zum Fachwirt für Vertrieb oder zum Betriebswirt erleichtern den Aufstieg in Führungspositionen.
Aufgaben
- Neue Geschäftskunden recherchieren und ansprechen
- Bestandskunden besuchen und ihren Bedarf klären
- Angebote erstellen und Preise kalkulieren
- Vertragsbedingungen und Konditionen verhandeln
- Kundendaten und Verkaufschancen im CRM-System pflegen
- Auf Messen und Branchenveranstaltungen Kontakte knüpfen
- Umsatzzahlen auswerten und an die Vertriebsleitung berichten
- Mit Technik, Produktion und Logistik Liefertermine abstimmen
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung, Studium oder technische Qualifikation mit Vertriebserfahrung
- Sicheres Auftreten und Verhandlungsgeschick
- Belastbarkeit gegenüber Zielvorgaben und Absagen
- Gute Englischkenntnisse, für den Ostexport von Vorteil Tschechisch oder Polnisch
- Führerschein Klasse B und Reisebereitschaft
- Sicherer Umgang mit CRM-Systemen und Office-Programmen
- Technisches Verständnis für das jeweilige Produkt
Wo man arbeitet
- Mikroelektronik- und Halbleiterunternehmen
- Maschinen- und Anlagenbau
- Softwarefirmen und IT-Dienstleister
- Großhandel
- Medizintechnik- und Pharmaunternehmen
- Energieversorger und Dienstleister der Energiewirtschaft
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung oder ein Bachelorstudium von drei bis vier Jahren in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem technischen Fach. Danach folgen meist einige Jahre im Vertriebsinnendienst oder als Junior im Außendienst, bevor die Verantwortung als Sales Manager übernommen wird.
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