Was macht ein Sales Manager im Außendienst?
Sales Manager im Außendienst verkaufen Produkte oder Dienstleistungen direkt beim Kunden, meist an Unternehmen, Handwerksbetriebe, Händler, Praxen oder öffentliche Einrichtungen. Sie sind für ein Verkaufsgebiet oder eine Gruppe von Kunden zuständig und verbringen einen großen Teil der Woche im Auto. Der Alltag besteht aus Terminen bei Bestandskunden, Erstgesprächen mit möglichen Neukunden, Produktvorführungen und Preisverhandlungen. Dazwischen werden Angebote geschrieben, Besuchsberichte ins CRM-System eingetragen, Reklamationen geklärt und Rücksprachen mit Innendienst, Technik und Logistik gehalten. Hinzu kommen Messen, Schulungen beim Kunden und regelmäßige Abstimmungen mit der Vertriebsleitung über Umsatzzahlen und Ziele. Was verkauft wird, prägt die Arbeit stark: Wer Maschinen oder Medizintechnik vertreibt, braucht tiefes technisches Wissen und führt lange Verhandlungen; wer Lebensmittel an den Handel verkauft, hat viele kurze Termine und kümmert sich auch um Platzierung und Aktionen.
Wie wird man Sales Manager im Außendienst?
Einen geregelten Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandel, mit anschließender Zeit im Vertriebsinnendienst. Viele kommen auch über ein Studium der Betriebswirtschaft, des Wirtschaftsingenieurwesens oder ein duales Studium mit Schwerpunkt Vertrieb. In technischen Branchen werden gern Techniker, Meister oder Ingenieure eingestellt, die das Produkt fachlich verstehen. Quereinstieg ist verbreitet: Handwerker, Pflegekräfte oder Laborpersonal wechseln oft in den Außendienst für Produkte aus ihrem früheren Arbeitsfeld. Weiterbildungen wie der Geprüfte Fachkaufmann für Vertrieb können den Einstieg erleichtern. Ein Führerschein der Klasse B ist praktisch immer Pflicht.
Was der Beruf verlangt
Der Außendienst ist anstrengend, auch wenn er nicht körperlich schwer ist. Viele Stunden auf der Autobahn, Staus, Übernachtungen im Hotel und frühe Abfahrten gehören dazu. Feste Arbeitszeiten gibt es selten, Büroarbeit wird oft abends oder am Freitag erledigt. Der Druck durch Umsatzziele ist dauerhaft spürbar, weil ein Teil des Einkommens davon abhängt und die Zahlen monatlich oder quartalsweise verglichen werden. Absagen und verlorene Aufträge muss man aushalten, ohne die Motivation zu verlieren. Gefragt sind Selbstorganisation, weil kaum jemand die Tagesplanung kontrolliert, sowie die Fähigkeit, auf sehr unterschiedliche Gesprächspartner einzugehen. Familie und Beruf lassen sich bei großen Gebieten schwer vereinbaren.
Aussichten
Die Nachfrage nach guten Vertriebsleuten ist in fast allen Branchen hoch, besonders in Industrie, Medizintechnik, Pharma, Baustoffen und IT. Zwar verlagert sich ein Teil der Kundenkontakte auf Videotermine und Onlinebestellungen, doch bei erklärungsbedürftigen Produkten und großen Aufträgen bleibt der persönliche Besuch wichtig. Mit Erfahrung führt der Weg zum Key Account Manager für Großkunden, zum Gebietsleiter oder zur Vertriebsleitung mit Personalverantwortung. Andere wechseln in Produktmanagement, Marketing oder machen sich als Handelsvertreter selbstständig.