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Technik & Ingenieurwesen

Servicetechniker für Alarmsysteme

Servicetechniker für Alarmsysteme installieren, prüfen und warten Einbruch- und Brandmeldeanlagen, Videoüberwachung und Zutrittskontrollen. Sie arbeiten überwiegend beim Kunden vor Ort und übernehmen oft auch Störungseinsätze im Bereitschaftsdienst.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Servicetechniker für Alarmsysteme verdient

3.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.700 bis 5.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.700 € 4.300 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.400 € 5.200 € 52.800 €

In Handwerksbetrieben gelten häufig die regionalen Tarifverträge des Elektrohandwerks, bei großen Herstellern teils Tarife der IG Metall, viele Errichter zahlen aber frei verhandelt, weshalb die Spanne weit ist. Zuschläge für Rufbereitschaft und Notdiensteinsätze kommen zum Grundgehalt hinzu und machen oft einen spürbaren Teil des Einkommens aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Servicetechniker für Alarmsysteme?

Der Arbeitstag beginnt meist im Firmenwagen. Servicetechniker fahren zu Kunden, etwa zu Bürogebäuden, Supermärkten, Arztpraxen, Schulen, Lagerhallen oder Privathäusern, und kümmern sich dort um sicherheitstechnische Anlagen. Dazu gehören Einbruchmeldeanlagen mit Bewegungsmeldern und Magnetkontakten, Brandmeldeanlagen mit Rauchmeldern und Handfeuermeldern, Videokameras und elektronische Zutrittskontrollen. Ein großer Teil der Arbeit ist die vorgeschriebene Wartung: Melder einzeln auslösen, Akkus und Netzteile messen, die Übertragung zur Leitstelle oder Feuerwehr testen und alles im Prüfprotokoll festhalten. Hinzu kommen Neuinstallationen, bei denen Kabel verlegt, Zentralen montiert und Anlagen am Laptop programmiert werden. Bei Störungen oder Fehlalarmen sucht der Techniker die Ursache, tauscht defekte Bauteile und erklärt dem Betreiber die Bedienung.

Wie wird man Servicetechniker für Alarmsysteme?

Der übliche Weg ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Elektrobereich, etwa als Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, als Informationselektroniker oder als Elektroniker für Gebäudesystemintegration. Viele Betriebe der Sicherheitstechnik bilden selbst aus. Wer aus einem anderen Elektroberuf oder aus der IT-Netzwerktechnik kommt, kann quer einsteigen und wird dann vom Arbeitgeber eingearbeitet. Für Brandmeldeanlagen ist eine Qualifikation nach DIN 14675 nötig, für Einbruchmeldeanlagen werden häufig Schulungen nach VdS-Richtlinien verlangt. Herstellerschulungen zu bestimmten Zentralen kommen laufend dazu. Ein Führerschein der Klasse B ist praktisch immer Voraussetzung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernder, als die Elektronik vermuten lässt. Melder sitzen an Hallendecken, Kabel laufen durch Zwischendecken und Schächte, also wird viel auf Leitern und Hubarbeitsbühnen gearbeitet, oft über Kopf und in staubigen oder engen Räumen. Lange Autofahrten gehören zum Alltag, Übernachtungen bei weiter entfernten Kunden ebenfalls. Die meisten Betriebe verlangen Rufbereitschaft am Abend, nachts und am Wochenende, weil eine ausgefallene Brandmeldeanlage nicht bis Montag warten kann. Das belastet besonders Menschen mit Familie. Gefragt sind sorgfältiges Arbeiten, denn Prüfprotokolle haben rechtliches Gewicht, und Geduld mit Kunden, die nach dem dritten Fehlalarm verärgert sind. Die Technik verändert sich schnell: Anlagen hängen zunehmend im Netzwerk, sodass IT-Grundwissen inzwischen dazugehört.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Wartungspflichten für Brandmeldeanlagen, Auflagen von Versicherungen und das wachsende Sicherheitsbedürfnis von Unternehmen sorgen für planbare Arbeit, unabhängig von der Baukonjunktur. Viele Betriebe suchen dauerhaft Personal und finden es kaum. Mit Erfahrung ist der Wechsel in die Projektleitung, die Anlagenplanung oder den technischen Vertrieb möglich. Eine Weiterbildung zum Meister im Elektrotechnikerhandwerk oder zum staatlich geprüften Techniker öffnet Führungsaufgaben und den Weg in die Selbstständigkeit als Errichterbetrieb.

Aufgaben

  • Einbruch- und Brandmeldeanlagen nach Vorschrift warten und prüfen
  • Melder, Zentralen und Kameras montieren und verkabeln
  • Anlagen am Laptop programmieren und in Betrieb nehmen
  • Störungen und Fehlalarme vor Ort eingrenzen und beheben
  • Aufschaltung zur Notruf- oder Feuerwehrleitstelle testen
  • Prüfprotokolle und Servicеberichte erstellen
  • Betreiber in die Bedienung der Anlage einweisen
  • Rufbereitschaft für Notfalleinsätze übernehmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem Elektroberuf oder vergleichbare Qualifikation
  • Führerschein Klasse B
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Reisetätigkeit
  • Schwindelfreiheit und körperliche Belastbarkeit für Arbeiten auf Leitern
  • Grundkenntnisse in Netzwerktechnik
  • Sorgfalt bei Messungen und Dokumentation
  • Zusatzqualifikation nach DIN 14675 oder VdS, oft berufsbegleitend erworben

Wo man arbeitet

  • Errichterbetriebe für Sicherheitstechnik
  • Elektroinstallationsbetriebe
  • Hersteller von Sicherheits- und Brandschutztechnik
  • Facility-Management-Unternehmen
  • Sicherheitsdienstleister mit eigener Technikabteilung

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung, etwa als Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik oder als Informationselektroniker, mit Gesellen- oder Facharbeiterprüfung. Danach folgen Herstellerschulungen und die Qualifikation für Brandmeldeanlagen nach DIN 14675 sowie häufig VdS-Schulungen für Einbruchmeldetechnik.

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