Sicherheitsmitarbeiter / Doorman
Sicherheitsmitarbeiter und Doormen kontrollieren den Einlass in Clubs, Bars, Hotels, Geschäften oder auf Veranstaltungen, achten auf Ordnung im Haus und greifen ein, wenn es zu Streit, Diebstahl oder Notfällen kommt.
10 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sicherheitsmitarbeiter / Doorman verdient
2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.800 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.450 € | 2.800 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.700 € | 3.100 € | 32.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 3.800 € | 38.400 € |
In Bewachungsunternehmen gelten die Entgelttarifverträge für das Wach- und Sicherheitsgewerbe zwischen BDSW und ver.di, deren Stundenlöhne je Bundesland und Tätigkeit unterschiedlich ausfallen. Direkt bei Clubs oder Bars angestellte Doormen arbeiten oft ohne Tarif auf Stundenbasis oder als Minijobber, Nacht- und Feiertagszuschläge machen einen spürbaren Teil des Einkommens aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter / Doorman?
Der Doorman steht am Eingang und entscheidet, wer hineinkommt. In Clubs, Diskotheken und Bars prüft er Ausweise auf das Alter, achtet auf Kleiderordnung und Gästezahl, weist stark alkoholisierte oder aggressive Personen ab und kontrolliert Taschen auf Waffen, Drogen oder Glasflaschen. Im Laufe des Abends geht er durch die Räume, schlichtet Streit, begleitet Störer hinaus und hält Notausgänge frei. In Hotels, Wohnanlagen, Bürogebäuden oder Geschäften liegt der Schwerpunkt eher auf Zugangskontrolle, Empfang von Besuchern und Präsenz gegen Diebstahl. Bei Konzerten und Festivals kommen Einlasskontrollen an Drehkreuzen und die Lenkung großer Menschenmengen hinzu. Zu jeder Schicht gehören Absprachen mit Kollegen per Funk, Meldungen an Polizei oder Rettungsdienst im Ernstfall und ein Bericht über besondere Vorkommnisse.
Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter / Doorman?
Wer gewerblich bewacht, braucht einen Nachweis nach § 34a Gewerbeordnung. Für die meisten Tätigkeiten genügt die Unterrichtung bei der IHK, ein Kurs von 40 Unterrichtsstunden ohne Prüfung. Für den Einlass in Diskotheken und gastronomischen Betrieben mit Publikumsverkehr schreibt das Gesetz dagegen die Sachkundeprüfung vor, eine schriftliche und mündliche Prüfung bei der IHK zu Recht, Umgang mit Menschen und Unfallverhütung. Hinzu kommen die Eintragung im Bewachungsregister und eine behördliche Zuverlässigkeitsprüfung, bei der Vorstrafen zum Ausschluss führen können. Der Beruf ist damit für Quereinsteiger offen, viele beginnen nebenbei an Wochenenden. Wer sich langfristig festlegt, kann die Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit (zwei Jahre) oder zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit (drei Jahre) machen oder sich später zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft weiterbilden.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet vor allem nachts und am Wochenende statt, in der Gastronomie oft bis in die frühen Morgenstunden. Stundenlanges Stehen bei Kälte, Regen und Lärm gehört dazu. Der Umgang mit betrunkenen, enttäuschten oder gereizten Gästen ist anstrengend, Beleidigungen und gelegentlich körperliche Angriffe kommen vor. Gefragt ist vor allem die Fähigkeit, Konflikte mit Worten zu beenden; wer schnell zuschlägt, macht sich strafbar und verliert den Job. Der Doorman hat keine polizeilichen Befugnisse, sondern handelt im Rahmen von Hausrecht, Notwehr und Festnahmerecht, und muss diese Grenzen kennen. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, viele Stellen sind Minijobs oder befristete Einsätze, und lange Schichten sind üblich, um auf ein auskömmliches Einkommen zu kommen.
Aussichten
Sicherheitsdienste suchen ständig Personal, die Fluktuation ist hoch. Wer zuverlässig ist und die Sachkundeprüfung besitzt, findet in Städten mit Nachtleben und Veranstaltungsbranche leicht Arbeit. Mit Erfahrung sind Aufgaben als Schichtleiter, Einsatzleiter bei Großveranstaltungen oder Objektleiter möglich. Ein Wechsel in ruhigere Bereiche wie Werkschutz, Empfangsdienst, Personenschutz oder Revierdienst gelingt mit Weiterbildungen. Wer Führungsverantwortung anstrebt, kann die Fortbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit anschließen.
Aufgaben
- Ausweise und Alter der Gäste am Eingang kontrollieren
- Taschen und Personen auf verbotene Gegenstände durchsuchen
- Einlass nach Hausregeln und Gästezahl steuern
- Streit schlichten und Störer aus dem Haus begleiten
- Rundgänge machen und Notausgänge freihalten
- Polizei oder Rettungsdienst im Notfall alarmieren und Erste Hilfe leisten
- Vorkommnisse im Wachbuch oder Einsatzbericht dokumentieren
Voraussetzungen
- Unterrichtung nach § 34a GewO, für Einlass in Diskotheken und Gastronomie die Sachkundeprüfung
- Eintrag im Bewachungsregister und bestandene Zuverlässigkeitsprüfung
- Einwandfreies Führungszeugnis
- Ruhiges Auftreten und Geschick in der Deeskalation
- Belastbarkeit für Nachtarbeit und langes Stehen im Freien
- Gute Deutschkenntnisse, Englisch ist in Innenstädten von Vorteil
- Erste-Hilfe-Kenntnisse
Wo man arbeitet
- Clubs, Diskotheken und Bars
- Sicherheits- und Bewachungsunternehmen
- Hotels und Wohnanlagen
- Einzelhandel und Einkaufszentren
- Konzerte, Festivals und Sportveranstaltungen
Der Weg in den Beruf
Der übliche Einstieg führt über die Unterrichtung nach § 34a GewO (40 Stunden bei der IHK) oder, für den Einlass in Gastronomie und Diskotheken, über die Sachkundeprüfung, auf die Kurse von einigen Wochen vorbereiten. Wer einen anerkannten Berufsabschluss möchte, absolviert die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit.
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