Sicherheitsmitarbeiter / Empfangsmitarbeiter
Sicherheits- und Empfangsmitarbeiter kontrollieren den Zugang zu Bürogebäuden, Werksgeländen oder Behörden, empfangen Besucher, geben Ausweise aus und achten auf Sicherheit im Objekt. Die Arbeit verbindet Pförtner-, Service- und Bewachungsaufgaben und läuft häufig im Schichtdienst.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sicherheitsmitarbeiter / Empfangsmitarbeiter verdient
2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.450 € | 2.800 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.700 € | 3.100 € | 32.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 4.000 € | 38.400 € |
Die Bezahlung richtet sich meist nach den regionalen Entgelttarifverträgen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe zwischen BDSW und ver.di, die je nach Bundesland und Tätigkeitsgruppe unterschiedliche Stundenlöhne vorsehen. Das tatsächliche Monatseinkommen hängt stark von Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschlägen sowie von der Zahl der Stunden ab; direkt bei Industriebetrieben oder im öffentlichen Dienst angestellte Kräfte verdienen oft mehr als bei Dienstleistern.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sicherheitsmitarbeiter / Empfangsmitarbeiter?
Die Arbeit findet meist am Empfangstresen oder in der Pforte eines Gebäudes statt. Besucher werden angemeldet, ihre Personalien geprüft, Besucherausweise ausgestellt und wieder eingesammelt. Dazu kommen Telefonvermittlung, Annahme von Post und Paketen, Schlüsselverwaltung und die Einweisung von Handwerkern oder Lieferanten. Auf der Sicherheitsseite stehen Zutrittskontrolle, das Beobachten von Videomonitoren und Brandmeldeanlagen, Kontrollgänge durch das Objekt, besonders nachts und am Wochenende, sowie das Dokumentieren aller Vorkommnisse im Wachbuch. Bei Alarm, Unfall oder Feuer gilt es, nach festgelegten Abläufen Feuerwehr, Polizei oder Haustechnik zu verständigen und Personen zu lenken. In vielen Objekten ist die Tätigkeit über weite Strecken ruhig und von Routine geprägt, kann aber in kurzen Momenten schnelles und besonnenes Handeln erfordern.
Wie wird man Sicherheitsmitarbeiter / Empfangsmitarbeiter?
Viele steigen quer ein. Gesetzlich vorgeschrieben ist für Tätigkeiten im Bewachungsgewerbe mindestens die Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK, ein Kurs von 40 Stunden ohne Prüfung. Für bestimmte Einsätze, etwa Kontrollgänge in öffentlich zugänglichen Bereichen, Einlasskontrollen oder Bewachung von Unterkünften, ist die anspruchsvollere Sachkundeprüfung nötig, die auch bei reinen Empfangsstellen die Chancen verbessert. Zusätzlich verlangt werden ein einwandfreies Führungszeugnis und die Eintragung im Bewacherregister nach Zuverlässigkeitsprüfung durch die Behörde. Wer einen Berufsabschluss anstrebt, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolvieren. Arbeitgeber schätzen außerdem einen Ersthelferkurs, Brandschutzhelfer-Schulung, gute Deutschkenntnisse und, je nach Objekt, Englisch.
Was der Beruf verlangt
Der Dienst läuft in vielen Objekten rund um die Uhr, also im Wechsel aus Früh-, Spät- und Nachtschichten sowie an Wochenenden und Feiertagen. Schichten von zwölf Stunden sind verbreitet, ebenso hohe Monatsstunden. Lange Phasen des Sitzens oder Stehens mit wenig Abwechslung wechseln mit Situationen, in denen man ungehaltene Besucher abweisen oder Regeln durchsetzen muss. Dafür braucht es Höflichkeit und zugleich Bestimmtheit. Nachts arbeitet man oft allein. Ein gepflegtes Auftreten und Dienstkleidung gehören dazu. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, Aufstiegsmöglichkeiten im Objekt sind begrenzt, und bei Ausschreibungen wechselt nicht selten der Dienstleister, was Unsicherheit mit sich bringen kann.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Unternehmen, Behörden und Kliniken lagern Empfang und Objektschutz zunehmend an Sicherheitsdienstleister aus, die ständig Personal suchen. Mit Sachkundeprüfung, Erfahrung und Zuverlässigkeit sind der Aufstieg zum Schichtleiter oder Objektleiter möglich. Weiterbildungen wie die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft oder der Meister für Schutz und Sicherheit öffnen Wege in Einsatzplanung und Führung. Spezialisierungen bieten sich in Leitstellen, im Werkschutz von Industriebetrieben oder in der Luftsicherheit.
Aufgaben
- Besucher empfangen, anmelden und Besucherausweise ausgeben
- Zutritte kontrollieren und Berechtigungen prüfen
- Video- und Alarmanlagen überwachen
- Kontrollgänge durch Gebäude und Gelände durchführen
- Post, Pakete und Schlüssel annehmen und verwalten
- Telefonate entgegennehmen und weitervermitteln
- Bei Alarm Rettungskräfte verständigen und Personen lenken
- Vorkommnisse im Wachbuch dokumentieren
Voraussetzungen
- Unterrichtung nach § 34a GewO, für viele Einsätze Sachkundeprüfung
- Einwandfreies Führungszeugnis und Eintrag im Bewacherregister
- Gute Deutschkenntnisse, oft Englisch
- Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst
- Freundliches, sicheres Auftreten auch in Konfliktsituationen
- Ersthelfer- und Brandschutzhelfer-Schulung
Wo man arbeitet
- Sicherheitsdienstleister im Objektschutz
- Bürogebäude und Unternehmenszentralen
- Industrie- und Werksgelände
- Behörden und öffentliche Einrichtungen
- Krankenhäuser und Hochschulen
- Museen und Veranstaltungsstätten
Der Weg in den Beruf
Der häufigste Einstieg führt über die 40-stündige Unterrichtung nach § 34a GewO bei der IHK, oft ergänzt durch die Sachkundeprüfung. Alternativ gibt es die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit IHK-Abschluss.
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