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Logistik & Verkehr

Speditionskaufmann Import Seefracht

Speditionskaufleute im Seefracht-Import organisieren den Weg von Waren, die per Schiff aus Übersee nach Deutschland kommen: vom Containerumschlag im Hafen über die Zollabfertigung bis zur Zustellung beim Empfänger.

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Gehalt

Was man als Speditionskaufmann Import Seefracht verdient

3.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 5.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 2.900 € 3.200 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.300 € 5.200 € 51.600 €

Das Gehalt hängt vor allem davon ab, ob der Betrieb an einen der regional abgeschlossenen Tarifverträge für das Speditions-, Logistik- und Transportgewerbe gebunden ist, etwa in Hamburg oder Bremen, wo die Bezahlung meist höher liegt als im Binnenland. Zollkenntnisse, Verantwortung für Großkunden und Teamleitung heben das Gehalt deutlich an.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Speditionskaufmann im Seefracht-Import?

Im Seefracht-Import beginnt die Arbeit oft Wochen bevor ein Schiff in Hamburg, Bremerhaven oder Rotterdam festmacht. Speditionskaufleute erhalten von Partnern in Asien, Amerika oder Afrika die Versanddaten, prüfen Konnossemente, Handelsrechnungen und Packlisten und gleichen ab, ob Ware, Papiere und Auftrag zusammenpassen. Sie verfolgen die Ankunftszeiten der Schiffe, melden die Container bei Reederei und Terminal an und sorgen dafür, dass sie freigestellt werden. Ein großer Teil der Arbeit betrifft den Zoll: Einfuhranmeldungen im System ATLAS erstellen, Zolltarifnummern prüfen, Einfuhrabgaben berechnen und Rückfragen der Zollbehörde beantworten. Danach wird der Nachlauf organisiert, also der Transport per Lkw, Bahn oder Binnenschiff zum Kunden. Dazu kommen Kalkulation, Angebote, Rechnungsprüfung und viel Kommunikation, häufig auf Englisch, per E-Mail und Telefon.

Wie wird man Speditionskaufmann im Seefracht-Import?

Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung. Die Spezialisierung auf Seefracht-Import erfolgt meist im Ausbildungsbetrieb oder in den ersten Berufsjahren. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Quereinstiege gelingen Menschen mit einer anderen kaufmännischen Ausbildung, etwa im Groß- und Außenhandel, oder mit Erfahrung im Zollwesen. Wer aufsteigen will, kann sich zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik weiterbilden, Zolllehrgänge belegen oder ein Logistikstudium anschließen.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist Büroarbeit am Bildschirm, aber selten ruhig. Schiffe verspäten sich, Container werden vom Zoll zur Beschau gezogen, Dokumente fehlen. Jeder Tag Verzögerung kann Standgelder bei Reederei und Terminal auslösen, die am Ende jemand bezahlen muss. Entsprechend hoch ist der Zeitdruck, und Fehler bei Zollanmeldungen können teuer werden oder rechtliche Folgen haben. Gefordert sind Sorgfalt bei Zahlen und Papieren, gutes Englisch und die Fähigkeit, mehrere Sendungen gleichzeitig im Blick zu behalten. Die Arbeitszeiten sind meist regulär im Tagdienst, bei Engpässen oder nach Störungen in den Lieferketten fallen aber Überstunden an. Der Ton mit Kunden, Fahrern und Partnern im Ausland ist oft direkt, Konflikte über Kosten und Verzögerungen gehören dazu.

Aussichten

Speditionen und Reedereiagenturen suchen seit Jahren Fachkräfte, besonders solche mit Zollkenntnissen. Wer Einfuhrabfertigung sicher beherrscht, ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Die Stellen konzentrieren sich auf Hafenstädte und große Logistikstandorte, es gibt sie aber auch im Binnenland bei Speditionen mit Überseeabteilung. Die Digitalisierung übernimmt zunehmend Routineaufgaben wie Sendungsverfolgung und Datenerfassung, die Klärung von Problemfällen und die Beratung bleiben jedoch Handarbeit. Entwicklungswege führen zur Teamleitung, in den Vertrieb, ins Key-Account-Management, zum Zollbeauftragten oder in die Einkaufs- und Logistikabteilungen von Importunternehmen.

Aufgaben

  • Konnossemente, Handelsrechnungen und Packlisten prüfen
  • Schiffsankünfte verfolgen und Container bei Reederei und Terminal freistellen
  • Einfuhrzollanmeldungen in ATLAS erstellen und Zolltarifnummern prüfen
  • Nachlauf per Lkw, Bahn oder Binnenschiff disponieren
  • Standgelder und Fristen für Container überwachen
  • Kunden über Sendungsstatus und Verzögerungen informieren
  • Frachtkosten kalkulieren, Angebote erstellen und Rechnungen prüfen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Kaufmann oder Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung oder vergleichbare kaufmännische Ausbildung
  • Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Kenntnisse im Zollrecht und in der Einfuhrabfertigung oder Bereitschaft, sie zu erwerben
  • Sorgfalt im Umgang mit Dokumenten und Zahlen
  • Belastbarkeit unter Zeitdruck und bei häufigen Störungen
  • Sicherer Umgang mit Speditionssoftware und Office-Programmen

Wo man arbeitet

  • Internationale Speditionen
  • Seehafenspeditionen
  • Reedereien und Reedereiagenturen
  • Zollagenturen
  • Importabteilungen von Handels- und Industrieunternehmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung mit Abschluss vor der IHK. Die Spezialisierung auf Seefracht-Import erfolgt meist im Betrieb, oft ergänzt durch Zolllehrgänge. Weiterbildungen wie der Fachwirt für Güterverkehr und Logistik öffnen den Weg in Leitungsfunktionen.

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Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung organisieren den Transport und die Lagerung von Gütern per Lkw, Schiff, Bahn oder Flugzeug. Sie kalkulieren Preise, buchen Frachtraum, erstellen Zoll- und Begleitpapiere und halten den Kontakt zu Kunden und Frachtführern.

Offene Stellen
17
Monatsbrutto
2.500 – 5.800 €

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