Systemplaner für Versorgungs- und Ausrüstungstechnik
Technische Systemplaner der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik erstellen technische Zeichnungen und 3D-Modelle für die Gebäudetechnik, also für Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und Elektro. Sie arbeiten meist in Planungsbüros und setzen die Berechnungen von Ingenieuren in baubare Pläne um.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Systemplaner für Versorgungs- und Ausrüstungstechnik verdient
3.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.800 bis 5.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.100 € | 3.400 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.700 € | 4.200 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.900 € | 4.400 € | 5.200 € | 52.800 € |
Im öffentlichen Dienst wird nach TVöD oder TV-L bezahlt, bei Anlagenbauern teils nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie oder des SHK-Handwerks, private Ingenieurbüros sind dagegen meist nicht tarifgebunden und zahlen sehr unterschiedlich. Den größten Unterschied machen Betriebsgröße, Region und BIM-Kenntnisse, mit einer Weiterbildung zum Techniker steigt das Gehalt deutlich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Systemplaner für Versorgungs- und Ausrüstungstechnik?
Die offizielle Berufsbezeichnung lautet Technischer Systemplaner in der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik. Gemeint ist die Planung der technischen Gebäudeausrüstung: Heizungsanlagen, Lüftungs- und Klimatechnik, Trinkwasser- und Abwasserleitungen, Gas, Feuerlöschanlagen und teils Elektroinstallationen. Systemplaner arbeiten fast ausschließlich am Rechner. Mit CAD-Programmen und zunehmend mit BIM-Software zeichnen sie Grundrisse mit Leitungsführungen, Strangschemata, Schnitte und Detailpläne. Sie dimensionieren Rohre und Kanäle, führen Heizlast- und Rohrnetzberechnungen durch oder bereiten diese für Ingenieure vor, erstellen Stücklisten und Massenauszüge für Ausschreibungen. Ein großer Teil der Arbeit ist Abstimmung: Pläne von Architekten und Tragwerksplanern müssen mit der eigenen Leitungsführung zusammenpassen, Kollisionen mit Trägern oder anderen Gewerken werden erkannt und gelöst. Gelegentlich stehen Termine auf der Baustelle an, um Bestand aufzunehmen oder den Baufortschritt mit den Plänen abzugleichen.
Wie wird man Systemplaner für Versorgungs- und Ausrüstungstechnik?
Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren in einem Ingenieurbüro, bei einem Anlagenbauer oder einem größeren Handwerksbetrieb. Rechtlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen aber Bewerber mit mittlerem Schulabschluss oder Abitur ein. Gute Noten in Mathematik und Physik sowie räumliches Vorstellungsvermögen werden erwartet. Mit Abitur lässt sich die Ausbildung oft verkürzen. Ein Quereinstieg ist für Anlagenmechaniker SHK oder Elektroniker möglich, die über Umschulung oder Weiterbildung in die Planung wechseln. Auch Studienabbrecher aus Versorgungstechnik oder Bauingenieurwesen finden hier häufig einen Einstieg.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet überwiegend sitzend am Bildschirm statt, oft viele Stunden am Stück. Das belastet Rücken und Augen. Die Arbeitszeiten sind meist regelmäßig und tagsüber, vor Abgabeterminen und Ausschreibungsfristen fallen aber Überstunden an. Belastend ist weniger die Technik als der Projektalltag: Architekten ändern Grundrisse kurzfristig, Bauherren passen Wünsche an, und bereits fertige Pläne müssen dann erneut überarbeitet werden. Wer hier keine Geduld für Detailarbeit und wiederholte Korrekturen hat, wird schnell frustriert. Fehler in Plänen fallen oft erst auf der Baustelle auf und sind dort teuer, daher ist Sorgfalt wichtiger als Tempo. Normen, Richtlinien und Software ändern sich laufend, regelmäßiges Dazulernen gehört dazu.
Aussichten
Die Nachfrage ist gut. Energetische Sanierung, der Umstieg auf Wärmepumpen, strengere Vorgaben zur Energieeffizienz und der allgemeine Fachkräftemangel in der Gebäudetechnik sorgen dafür, dass Planungsbüros häufig Personal suchen. Wer BIM-Software sicher beherrscht, ist besonders gefragt. Weiterbildungen führen zum staatlich geprüften Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik oder zum Technischen Fachwirt. Mit Hochschulreife oder beruflicher Qualifikation ist ein Studium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik möglich, das den Weg zur Projektleitung öffnet. Erfahrene Systemplaner übernehmen auch ohne Studium oft die Koordination von Planungsteams oder spezialisieren sich etwa auf BIM-Modellierung.
Aufgaben
- Leitungspläne für Heizung, Lüftung und Sanitär mit CAD oder BIM zeichnen
- Rohrnetze und Luftkanäle dimensionieren
- Heizlast- und Rohrnetzberechnungen vorbereiten oder durchführen
- Pläne mit Architekten und anderen Gewerken abstimmen und Kollisionen beheben
- Stücklisten und Massenauszüge für Ausschreibungen erstellen
- Bestandsaufnahmen auf Baustellen und in Gebäuden durchführen
- Planunterlagen nach Änderungen überarbeiten und dokumentieren
Voraussetzungen
- In der Regel mittlerer Schulabschluss oder Abitur
- Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Sicherer Umgang mit dem Computer, Bereitschaft zum Erlernen von CAD- und BIM-Software
- Sorgfalt und Ausdauer bei Detailarbeit
- Kommunikationsfähigkeit für die Abstimmung mit anderen Planern
Wo man arbeitet
- Ingenieurbüros für technische Gebäudeausrüstung
- Unternehmen des Anlagenbaus für Heizung, Lüftung und Klima
- Größere Handwerksbetriebe der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
- Bauabteilungen von Behörden und Kommunen
- Facility-Management-Abteilungen großer Unternehmen
Der Weg in den Beruf
Der Beruf wird in einer dualen Ausbildung von dreieinhalb Jahren in Betrieb und Berufsschule erlernt. Sie endet mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer zum Technischen Systemplaner in der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik. Mit Abitur oder guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Offene Stellen als Systemplaner für Versorgungs- und Ausrüstungstechnik
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- 2.600 – 4.800 €
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- 18
- Monatsbrutto
- 2.900 – 5.100 €
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