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Vertrieb & Kundenservice

Technischer Vertriebsmitarbeiter Außendienst

Technische Vertriebsmitarbeiter im Außendienst verkaufen erklärungsbedürftige Produkte wie Maschinen, Bauteile, Messtechnik oder Anlagen direkt beim Kunden vor Ort. Sie beraten fachlich, erstellen Angebote und betreuen ein festes Verkaufsgebiet.

16 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Technischer Vertriebsmitarbeiter Außendienst verdient

4.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.300 bis 7.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.800 € 4.500 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.800 € 5.800 € 57.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.200 € 6.200 € 7.500 € 74.400 €

Das Gehalt hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und dem Anteil erfolgsabhängiger Provision ab, die in den Werten nicht enthalten ist und das Jahreseinkommen deutlich erhöhen kann; ein privat nutzbarer Dienstwagen ist üblich. In tarifgebundenen Betrieben gelten meist die Entgelttarifverträge der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) oder die Tarifverträge für den Groß- und Außenhandel, viele Firmen verhandeln jedoch außertariflich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Technischer Vertriebsmitarbeiter im Außendienst?

Der Arbeitstag spielt sich zu einem großen Teil im Auto und bei Kunden ab. Technische Vertriebsmitarbeiter besuchen Industriebetriebe, Handwerksfirmen, Planungsbüros oder Händler in ihrem Verkaufsgebiet, klären technische Anforderungen und schlagen passende Lösungen vor. Das kann eine Pumpe für eine Kläranlage sein, ein Hydrauliksystem für einen Maschinenbauer oder eine Lüftungsanlage für ein Bauprojekt. Vor Ort werden Maße aufgenommen, Einsatzbedingungen besprochen und Produkte vorgeführt. Danach folgen Angebote, Preisverhandlungen und oft lange Abstimmungen mit Einkauf, Technik und Geschäftsführung des Kunden. Ein Teil der Arbeit findet im Homeoffice oder Büro statt: Besuchsberichte schreiben, Daten im CRM-System pflegen, Touren planen, mit dem Innendienst und der Anwendungstechnik Rücksprache halten. Hinzu kommen Messen, Schulungen beim Kunden und die Neukundengewinnung, die viel Kaltakquise am Telefon bedeuten kann.

Wie wird man Technischer Vertriebsmitarbeiter im Außendienst?

Eine eigene Ausbildung mit diesem Namen gibt es nicht. Typisch ist eine technische Berufsausbildung, etwa als Industriemechaniker, Elektroniker oder Mechatroniker, oft ergänzt um eine Weiterbildung zum Techniker oder Meister. Ebenso verbreitet ist ein Studium im Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, in der Elektrotechnik oder ein Studiengang mit Schwerpunkt technischer Vertrieb. Viele kommen aus dem Vertriebsinnendienst oder dem Kundendienst desselben Unternehmens und wechseln nach einigen Jahren nach draußen. Quereinsteiger aus dem kaufmännischen Bereich haben es schwerer, weil das technische Verständnis die Grundlage des Verkaufsgesprächs ist. Weiterbildungen zum geprüften Technischen Fachwirt oder Fachkaufmann für Vertrieb können den Wechsel erleichtern. Ein Führerschein der Klasse B ist praktisch immer Pflicht.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeit ist formal oft geregelt, in der Praxis aber dehnbar. Lange Fahrten, Staus und Termine am frühen Morgen oder späten Nachmittag führen zu langen Tagen, je nach Gebiet auch zu Übernachtungen unter der Woche. Wer große Gebiete betreut, legt im Jahr nicht selten mehrere zehntausend Kilometer zurück. Das belastet Rücken und Familienleben. Hinzu kommt Erfolgsdruck: Umsatzziele werden regelmäßig überprüft, ein Teil des Einkommens hängt häufig davon ab. Absagen, Preisdruck durch Wettbewerber und Reklamationen gehören zum Alltag und müssen ausgehalten werden. Gefragt sind selbstständige Organisation, Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, technische Details verständlich zu erklären, ohne den Kunden zu überfahren. Wer nur gern verkauft, aber Technik langweilig findet, oder umgekehrt nur Technik mag, kommt in diesem Beruf schnell an Grenzen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis hoch, vor allem im Maschinen- und Anlagenbau, in der Elektro- und Gebäudetechnik sowie in der Medizintechnik. Viele Unternehmen finden schwer Personal, das Technik und Vertrieb gleichermaßen beherrscht. Gleichzeitig verändert sich der Beruf: Ein Teil der Kundengespräche läuft inzwischen per Video, einfache Bestellungen wandern in Onlineshops, wodurch Beratung bei komplexen Projekten wichtiger wird. Entwicklungswege führen zum Key-Account-Manager für Großkunden, zur Gebietsverkaufsleitung oder zur Vertriebsleitung. Andere wechseln ins Produktmanagement oder machen sich als Handelsvertreter selbstständig.

Aufgaben

  • Bestandskunden im eigenen Verkaufsgebiet regelmäßig besuchen und beraten
  • Neue Kunden per Telefon, auf Messen und durch Besuche gewinnen
  • Technische Anforderungen vor Ort aufnehmen und passende Produkte auswählen
  • Angebote kalkulieren und Preise sowie Lieferbedingungen verhandeln
  • Produkte vorführen und Anwender beim Kunden einweisen
  • Besuchsberichte und Kundendaten im CRM-System pflegen
  • Reklamationen gemeinsam mit Innendienst und Technik klären
  • Touren und Termine planen und Umsatzziele nachhalten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene technische Berufsausbildung, Techniker- oder Meisterabschluss oder ein technisches beziehungsweise wirtschaftsingenieurwissenschaftliches Studium
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu viel Fahrzeit und gelegentlichen Übernachtungen
  • Technisches Verständnis, um Produkte fachlich erklären und Lösungen auslegen zu können
  • Verhandlungsgeschick und Belastbarkeit bei Absagen und Zielvorgaben
  • Selbstständige Arbeitsorganisation ohne tägliche Anleitung
  • Sicherer Umgang mit CRM-Software und Office-Programmen, je nach Unternehmen gute Englischkenntnisse

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Anlagenbauunternehmen
  • Hersteller von Elektro-, Mess- und Automatisierungstechnik
  • Technischer Großhandel
  • Hersteller von Gebäude- und Haustechnik
  • Medizintechnikunternehmen
  • Zulieferer der Automobil- und Kunststoffindustrie

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige technische Ausbildung, etwa als Mechatroniker oder Elektroniker, oft gefolgt von einer zweijährigen Weiterbildung zum Techniker oder einigen Jahren im Vertriebsinnendienst. Alternativ führt ein Bachelorstudium von sechs bis sieben Semestern, zum Beispiel in Wirtschaftsingenieurwesen oder Maschinenbau, direkt in den Beruf, häufig über ein Traineeprogramm.

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