Tischler
Tischler planen, fertigen und montieren Möbel, Innenausbauten, Türen, Fenster und Treppen aus Holz und Holzwerkstoffen.
13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Tischler verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.450 € | 2.750 € | 3.100 € | 33.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.150 € | 3.550 € | 37.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.200 € | 3.650 € | 4.250 € | 43.800 € |
Grundlage sind die Lohntarife des Tischler- bzw. Schreinerhandwerks, die je nach Landesinnungsverband auseinandergehen; im öffentlichen Dienst gilt der TVöD, in der Zeitarbeit die Tarifwerke von iGZ/BAP. Die Spanne entsteht durch Region, Betriebsgröße und Spezialisierung; Montagezulagen und Auslöse sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Tischler – im Süden und Westen oft Schreiner genannt – ist einer der vielseitigsten Handwerksberufe. Das Spektrum reicht vom individuell gefertigten Möbelstück über den kompletten Innenausbau von Praxen, Läden und Büros bis zu Fenstern, Haustüren, Treppen und dem Messebau. Die Arbeit beginnt beim Aufmaß beim Kunden, geht über die Planung am Rechner und die Fertigung in der Werkstatt bis zur Montage vor Ort. In kleinen Betrieben macht ein Tischler alles davon, in größeren spezialisiert er sich auf Maschinenarbeit, Bankarbeit oder Montage.
Die Werkstatt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Plattenaufteilsägen, Kantenanleimmaschinen und CNC-Bearbeitungszentren übernehmen Arbeiten, die früher von Hand gemacht wurden, und die Arbeitsvorbereitung mit CAD-Programmen gehört in vielen Betrieben zum Alltag. Trotzdem bleibt Handwerk zentral: Oberflächen schleifen und behandeln, Verbindungen herstellen, Beschläge setzen, Einbauten auf der Baustelle an schiefe Wände und ungerade Böden anpassen. Wer Holz, Plattenwerkstoffe, Glas, Metall und Kunststoff kombinieren kann, ist im Innenausbau besonders gefragt.
In diesem Bestand kommt ein großer Teil der Anzeigen von Personaldienstleistern, daneben suchen Messebau-Unternehmen und eine Stadtverwaltung für ihre Werkstatt, einzelne Anzeigen sind Ausbildungsplätze; Teilzeit wird nicht angeboten. Einsätze über Zeitarbeit führen häufig in Industriebetriebe wie Möbel- und Fensterhersteller oder in Montageteams für Innenausbau. Kommunale Arbeitgeber beschäftigen Tischler für die Instandhaltung von Schulen und Verwaltungsgebäuden nach TVöD.
Der Beruf ist körperlich: Stehen, Heben, Lärm und Staub in der Werkstatt, Montagearbeit auf Baustellen. Die Nachfrage ist stabil, Tischler werden in vielen Regionen gesucht. Der Meister ist Voraussetzung für die Selbstständigkeit, weil das Tischlerhandwerk zulassungspflichtig ist; alternativ führen der Techniker für Holztechnik oder ein Studium der Holztechnik in Arbeitsvorbereitung, Konstruktion und Fertigungsleitung.
Aufgaben
- Aufmaß beim Kunden nehmen und Arbeiten planen
- Möbel, Einbauten, Türen und Treppen konstruieren, auch mit CAD
- Holz und Plattenwerkstoffe zuschneiden und an Maschinen bearbeiten
- CNC-Bearbeitungszentren einrichten und bedienen
- Bauteile verleimen, Oberflächen schleifen und behandeln
- Einbauten, Fenster und Türen beim Kunden montieren
- Reparaturen und Instandhaltung an Holzbauteilen durchführen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Tischler bzw. Schreiner
- Sicherer Umgang mit Holzbearbeitungsmaschinen
- Räumliches Vorstellungsvermögen und Genauigkeit
- CNC- und CAD-Kenntnisse von Vorteil
- Führerschein Klasse B für Montagefahrten
- Körperliche Belastbarkeit und Bereitschaft zu Montageeinsätzen
Wo man arbeitet
- Tischlereien und Schreinereien im Handwerk
- Innenausbau- und Ladenbauunternehmen
- Messebau
- Möbel-, Fenster- und Türenindustrie
- Kommunale Werkstätten und Hausmeisterdienste
- Personaldienstleister mit Einsätzen im Innenausbau
Der Weg in den Beruf
Dreijährige duale Ausbildung im Tischler- bzw. Schreinerhandwerk mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer, zu der ein selbst entworfenes und gefertigtes Gesellenstück gehört. Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach den tariflichen Regelungen des Tischlerhandwerks, die je nach Landesverband verschieden sind. Aufstieg über den Tischlermeister, der über das Aufstiegs-BAföG förderfähig ist, den staatlich geprüften Techniker für Holztechnik oder ein Studium der Holztechnik oder Innenarchitektur.
Offene Stellen als Tischler
In der Suche fortsetzenTischler (gn) Vollzeit
Tischler (m/w/d)
Tischler (m/w/d)
Ausbildung zum/ zur Tischler:in 2027
Tischler (m/w/d)
Tischler (m/w/d)
Tischler (m/w/d)
Passend dazu im Ratgeber
- Urlaubsanspruch: Berechnung, Übertragung, Verfall Das Gesetz kennt 24 Werktage, der Vertrag oft 30 Tage, und beides meint nicht dasselbe. De...
- Ausbildungsplatz finden: wie früh man anfangen muss Große Betriebe besetzen ihre Ausbildungsplätze ein Jahr vor dem Start, kleine oft erst ein...
- Tarifvertrag verstehen: Entgeltgruppe, Stufe, und was daraus folgt Ein Tarifverweis in der Anzeige ist die einzige Gehaltsangabe, die Sie vor dem Gespräch na...