Zimmerer
Baut Dachstühle, Holzrahmenwände und Ingenieurholzkonstruktionen – vom Abbund in der Halle bis zur Montage auf der Baustelle.
- Offene Stellen
- 28
- Monatsbrutto
- 2.750 – 4.500 €
Tischler und Holzmechaniker fertigen, bearbeiten und montieren Möbel, Fenster, Türen, Treppen und Innenausbauten aus Holz und Holzwerkstoffen. Tischler arbeiten meist im Handwerksbetrieb nach Kundenauftrag, Holzmechaniker in der industriellen Serienfertigung.
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3.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 4.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.650 € | 3.000 € | 31.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 3.100 € | 3.500 € | 37.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 3.800 € | 4.600 € | 45.600 € |
In der Industrie gelten häufig die regionalen Tarifverträge der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie, die meist besser zahlen als kleine Handwerksbetriebe, zusätzlich kommen Schichtzulagen. Im Tischlerhandwerk gibt es regionale Tarifverträge zwischen Tischler-Innungsverbänden und IG Metall, viele kleine Betriebe sind aber nicht tarifgebunden und zahlen deutlich darunter.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Beide Berufe arbeiten mit Holz, Holzwerkstoffen und zunehmend mit Kunststoff, Glas und Metall. Tischlerinnen und Tischler, in Süddeutschland Schreiner genannt, fertigen meist Einzelstücke: Einbauschränke, Küchen, Haustüren, Treppen oder Ladeneinrichtungen. Sie nehmen beim Kunden Maß, zeichnen am Rechner, sägen, hobeln, fräsen, leimen, schleifen und lackieren in der Werkstatt und bauen das Ergebnis vor Ort ein. Ein großer Teil der Arbeit findet auf Baustellen und in Wohnungen statt. Holzmechanikerinnen und Holzmechaniker arbeiten in der Industrie, etwa in Möbelwerken, Fenster- und Türenherstellern oder Fertighausbetrieben. Dort richten sie CNC-Bearbeitungszentren, Kantenanleimmaschinen und Pressen ein, überwachen die Serienfertigung, prüfen Maße und Oberflächen und warten die Anlagen. Je nach Fachrichtung montieren sie auch Innenausbauten oder Bauelemente beim Kunden.
Beide Berufe sind duale Ausbildungen mit drei Jahren Dauer. Die Tischlerausbildung endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer, zu der traditionell ein selbst entworfenes und gebautes Gesellenstück gehört. Die Ausbildung zum Holzmechaniker schließt mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab und wird in einer von drei Fachrichtungen absolviert: Möbel und Innenausbau, Bauelemente und Rahmen oder Montage. Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten aber mindestens einen Hauptschulabschluss, viele einen mittleren Abschluss. Gute Noten in Mathematik helfen beim Rechnen von Maßen, Winkeln und Materialbedarf. Quereinstieg ohne Ausbildung ist als Helfer in der Produktion oder Montage möglich, bleibt aber schlechter bezahlt. Eine Umschulung über die Agentur für Arbeit ist ein gangbarer Weg für Erwachsene.
Die Arbeit ist körperlich. Platten, Türen und Fensterelemente sind schwer, auf Montage wird viel getragen, gekniet und über Kopf gearbeitet. In der Werkstatt sind Lärm und Holzstaub trotz Absaugung ständige Begleiter, Gehörschutz und Schutzbrille gehören zum Alltag. Maschinen wie Kreissäge und Fräse verlangen Konzentration, Unfälle mit Schnittverletzungen kommen vor. Im Handwerk sind die Arbeitszeiten meist regelmäßig tagsüber, bei Montageterminen wird es aber auch einmal länger, und Fahrten zu Baustellen gehören dazu. In der Industrie ist Schichtarbeit verbreitet. Wer Rücken oder Knie schonen muss, stößt in diesem Beruf schnell an Grenzen. Gefragt sind räumliches Vorstellungsvermögen, genaues Arbeiten auf den Millimeter und Geduld.
Die Nachfrage nach Fachkräften ist hoch, viele Betriebe finden kaum Auszubildende und Gesellen. Innenausbau, Sanierung und energetische Modernisierung von Fenstern und Türen sorgen für Aufträge, auch wenn die Branche von der Baukonjunktur abhängt. Die Industrie automatisiert weiter, was mehr Maschinenbedienung und CNC-Programmierung und weniger Handarbeit bedeutet. Nach einigen Berufsjahren führt die Meisterprüfung zur Werkstattleitung oder in die Selbstständigkeit. Alternativen sind die Weiterbildung zum staatlich geprüften Holztechniker, zum Restaurator im Handwerk oder ein Studium der Holztechnik oder Innenarchitektur.
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, als Tischler im Handwerk mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer oder als Holzmechaniker in der Industrie mit Abschluss vor der IHK. Mit Abitur oder guten Leistungen kann die Ausbildung auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Danach sind Meisterprüfung oder Technikerschule die gängigen Weiterbildungen.
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Baut Dachstühle, Holzrahmenwände und Ingenieurholzkonstruktionen – vom Abbund in der Halle bis zur Montage auf der Baustelle.
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