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Marketing & Kommunikation

UI/UX Designer

UI/UX-Designer gestalten digitale Produkte wie Apps, Websites und Software so, dass sie verständlich, gut bedienbar und optisch stimmig sind. Sie verbinden Nutzerforschung, Konzeption und visuelle Gestaltung.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als UI/UX Designer verdient

4.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 7.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.600 € 4.200 € 43.200 €
Mit Berufserfahrung 3.900 € 4.600 € 5.400 € 55.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 5.900 € 7.200 € 70.800 €

Das Gehalt wird meist frei verhandelt und hängt stark von Branche und Betriebsgröße ab: Agenturen zahlen deutlich weniger als Konzerne, Banken oder Softwareunternehmen, dazu kommt ein Gefälle zwischen Großstädten wie München oder Frankfurt und ländlichen Regionen. Im öffentlichen Dienst erfolgt die Eingruppierung nach TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen E10 bis E12.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein UI/UX-Designer?

UI/UX-Designer arbeiten an der Schnittstelle zwischen Menschen und digitalen Produkten. Der UX-Teil (User Experience) beginnt mit Fragen: Wer nutzt die Anwendung, wofür, und wo scheitert die Bedienung heute? Dazu führen Designer Interviews, werten Nutzungsdaten aus, entwickeln Personas und skizzieren Abläufe. Daraus entstehen Wireframes und klickbare Prototypen, die in Nutzertests geprüft und überarbeitet werden. Der UI-Teil (User Interface) betrifft die sichtbare Oberfläche: Typografie, Farben, Abstände, Icons, Buttons und Formulare. Viele Teams pflegen ein Designsystem, eine Bibliothek wiederverwendbarer Komponenten, die der Designer erweitert und dokumentiert. Gearbeitet wird meist in Werkzeugen wie Figma, oft in agilen Teams mit Produktmanagement und Entwicklung. Ein großer Teil des Tages besteht aus Abstimmungen, Präsentationen vor Auftraggebern und der Übergabe von Entwürfen an die Entwicklung.

Wie wird man UI/UX-Designer?

Ein geschützter Ausbildungsweg existiert nicht. Häufig ist ein Studium in Kommunikationsdesign, Interaction Design, Medieninformatik oder Mensch-Computer-Interaktion, meist als Bachelor mit sechs bis sieben Semestern. Einige steigen über die duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print ein und spezialisieren sich später. Verbreitet ist der Quereinstieg, etwa aus Grafikdesign, Psychologie, Marketing oder Softwareentwicklung, oft ergänzt durch Bootcamps oder Weiterbildungen von einigen Monaten. Entscheidend bei Bewerbungen ist fast immer ein Portfolio mit nachvollziehbar dokumentierten Projekten. Ein Zertifikat allein reicht selten, und der Einstieg ohne Berufserfahrung ist in den letzten Jahren spürbar schwieriger geworden.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet am Bildschirm statt, meist in Gleitzeit, häufig mit Homeoffice-Anteil. Schichtdienst gibt es kaum, Termindruck vor Releases oder Pitches dagegen schon, besonders in Agenturen, wo Überstunden verbreitet sind. Belastend ist für viele, dass Entwürfe ständig kritisiert, verworfen und neu verhandelt werden. Designer müssen Entscheidungen begründen können, gegenüber Entwicklern, die technische Grenzen sehen, und gegenüber Führungskräften mit eigenem Geschmack. Nötig sind Sorgfalt im Detail, Verständnis für Barrierefreiheit und die Bereitschaft, sich ständig in neue Werkzeuge und Plattformrichtlinien einzuarbeiten. Wer vor allem frei gestalten möchte, wird enttäuscht sein: Ein Großteil der Arbeit ist analytisch und kleinteilig.

Aussichten

Digitale Produkte entstehen in nahezu allen Branchen, entsprechend breit ist die Nachfrage, von Banken und Versicherungen über Handel und Industrie bis zur öffentlichen Verwaltung, die durch Digitalisierungsvorhaben und Vorgaben zur Barrierefreiheit Bedarf hat. Gleichzeitig ist der Markt für Einsteiger voll, und Werkzeuge mit künstlicher Intelligenz übernehmen zunehmend Routinearbeit an Oberflächen. Gefragt bleiben Leute mit Erfahrung in Research, Konzeption und komplexen Fachanwendungen. Entwicklungswege führen zum Senior oder Lead Designer, in die Leitung eines Designteams, in Spezialisierungen wie UX Research, UX Writing oder Accessibility, ins Produktmanagement oder in die Selbstständigkeit.

Aufgaben

  • Nutzerinterviews und Usability-Tests planen und auswerten
  • Nutzerabläufe und Informationsarchitektur entwerfen
  • Wireframes und klickbare Prototypen erstellen
  • Bildschirmoberflächen mit Typografie, Farben und Komponenten gestalten
  • Designsysteme pflegen und dokumentieren
  • Entwürfe vor Auftraggebern und im Team präsentieren
  • Gestaltungsvorgaben an die Entwicklung übergeben und die Umsetzung prüfen
  • Oberflächen auf Barrierefreiheit prüfen

Voraussetzungen

  • Studium in Design, Medieninformatik oder vergleichbar, alternativ Ausbildung oder Quereinstieg mit Weiterbildung
  • Aussagekräftiges Portfolio mit dokumentierten Projekten
  • Sicherer Umgang mit Design- und Prototyping-Werkzeugen wie Figma
  • Grundverständnis von Webtechnologien und Entwicklungsabläufen
  • Kommunikationsfähigkeit und Umgang mit Kritik
  • Gute Englischkenntnisse, da Werkzeuge und Teams oft englischsprachig sind

Wo man arbeitet

  • Digital- und Werbeagenturen
  • Softwarehäuser und IT-Dienstleister
  • Start-ups
  • Digitalabteilungen von Konzernen, Banken und Versicherungen
  • Online-Handel
  • Öffentliche Verwaltung und IT-Dienstleister der öffentlichen Hand

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Kommunikationsdesign, Interaction Design oder Medieninformatik mit sechs bis sieben Semestern. Alternativ führt die dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print oder ein Quereinstieg mit mehrmonatiger Weiterbildung in den Beruf, wobei ein starkes Portfolio fast immer Voraussetzung ist.

Offene Stellen als UI/UX Designer

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