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Vertrieb & Kundenservice

Vertriebsmanager

Vertriebsmanager verkaufen Produkte oder Dienstleistungen an Geschäfts- oder Großkunden, betreuen bestehende Kundenbeziehungen und verantworten Umsatzziele für ein Gebiet, eine Branche oder ein Produkt.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertriebsmanager verdient

5.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.300 bis 10.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 4.000 € 4.800 € 48.000 €
Mit Berufserfahrung 4.200 € 5.300 € 6.800 € 63.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.800 € 7.200 € 10.000 € 86.400 €

Die Werte beziehen sich auf das Fixgehalt; Provisionen und Boni kommen häufig hinzu und machen je nach Firma zehn bis vierzig Prozent des Jahreseinkommens aus. Einen eigenen Tarifvertrag gibt es nicht, in tarifgebundenen Industriebetrieben gelten teils die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie, erfahrene Vertriebsleute werden aber oft außertariflich bezahlt; am stärksten hängt das Gehalt von Branche, Produkt und Unternehmensgröße ab.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Vertriebsmanager?

Vertriebsmanager sorgen dafür, dass ein Unternehmen Umsatz macht. Der Großteil der Arbeit besteht aus Kundenkontakt: Interessenten anrufen, Termine vereinbaren, Bedarf erfragen, Produkte vorführen, Angebote kalkulieren und Preise verhandeln. Nach dem Abschluss bleibt die Betreuung, also Rückfragen klären, Reklamationen begleiten und Folgeaufträge anbahnen. Dazu kommt Arbeit am Schreibtisch: Kontakte und Verkaufschancen im CRM-System pflegen, Umsatzprognosen erstellen, Wettbewerber beobachten und sich mit Marketing, Technik und Logistik abstimmen. Je nach Betrieb verkaufen Vertriebsmanager Maschinen, Software, Versicherungen, Baustoffe oder Medizinprodukte, meist an andere Unternehmen. Wer Verantwortung für ein Team trägt, plant zusätzlich Gebiete, setzt Ziele für die Mitarbeitenden und führt Jahresgespräche mit Schlüsselkunden.

Wie wird man Vertriebsmanager?

Einen festen Ausbildungsweg gibt es nicht, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Häufig ist ein Studium der Betriebswirtschaft, des Wirtschaftsingenieurwesens oder ein Studium mit Vertriebsschwerpunkt, oft dual. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, mit anschließender Berufserfahrung im Innendienst und einer Weiterbildung zum Fachwirt oder Fachkaufmann für Vertrieb. Im technischen Vertrieb werden oft Techniker, Meister oder Ingenieure eingesetzt, weil Kunden fachliche Beratung erwarten. Quereinsteiger aus der Branche haben gute Chancen, wenn sie Produktkenntnis und Verkaufserfolge nachweisen können.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf wird an Zahlen gemessen. Monatliche oder quartalsweise Umsatzziele erzeugen Druck, und ein Teil des Gehalts hängt oft direkt vom Erfolg ab, was zu schwankendem Einkommen führen kann. Absagen gehören zum Alltag, Kaltakquise am Telefon empfinden viele als belastend. Im Außendienst sind lange Autofahrten, Übernachtungen und Termine am frühen Morgen oder späten Abend üblich, Messen fallen teils aufs Wochenende. Die Arbeitszeit richtet sich nach den Kunden, nicht nach festen Bürozeiten. Gefragt sind Gesprächsgeschick, Verhandlungsfestigkeit, Selbstorganisation und die Fähigkeit, sich schnell in Produkte und Branchen einzuarbeiten. Wer ungern auf Menschen zugeht oder Unsicherheit beim Einkommen schlecht aushält, tut sich schwer.

Aussichten

Vertriebsleute werden in fast allen Branchen gesucht, besonders im technischen Vertrieb, in der IT und in der Industrie, wo erklärungsbedürftige Produkte verkauft werden. Die Digitalisierung verändert die Arbeit: Mehr Termine finden per Video statt, Daten aus dem CRM steuern die Planung, einfache Standardverkäufe wandern in Onlineshops. Beratung bei komplexen Käufen bleibt dagegen gefragt. Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für Großkunden, zum Gebiets- oder Vertriebsleiter und bis zur Geschäftsführung. Andere wechseln ins Produktmanagement, ins Marketing oder machen sich als Handelsvertreter selbstständig.

Aufgaben

  • Neue Kunden recherchieren und per Telefon, E-Mail oder auf Messen ansprechen
  • Kundentermine vor Ort oder per Video führen und Produkte vorstellen
  • Angebote kalkulieren und Preise sowie Konditionen verhandeln
  • Bestehende Kunden betreuen und Folgeaufträge anbahnen
  • Kontakte, Verkaufschancen und Gesprächsnotizen im CRM-System pflegen
  • Umsatzprognosen und Vertriebsberichte erstellen
  • Sich mit Marketing, Technik und Auftragsabwicklung abstimmen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung oder Studium, im technischen Vertrieb oft technischer Abschluss
  • Sicheres Auftreten und Verhandlungsgeschick
  • Belastbarkeit gegenüber Zieldruck und Absagen
  • Führerschein Klasse B, im Außendienst Reisebereitschaft
  • Gute Englischkenntnisse, bei international tätigen Firmen Voraussetzung
  • Umgang mit CRM-Systemen und Tabellenkalkulation

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Maschinenbauunternehmen
  • Groß- und Außenhandel
  • Software- und IT-Unternehmen
  • Versicherungen und Finanzdienstleister
  • Medizintechnik- und Pharmaunternehmen
  • Außendienst beim Kunden und auf Messen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist entweder ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen von drei bis dreieinhalb Jahren oder eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit anschließender Berufserfahrung im Vertrieb. Eine Weiterbildung zum Fachwirt oder Fachkaufmann für Vertrieb vor der IHK dauert berufsbegleitend etwa ein bis zwei Jahre und erleichtert den Aufstieg.

Offene Stellen als Vertriebsmanager

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