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Vertrieb & Kundenservice

Vertriebsmitarbeiter / Promoter POS

Promoterinnen und Promoter stellen im Auftrag von Herstellern oder Anbietern Produkte direkt im Geschäft vor, sprechen Kundschaft an und schließen Verkäufe oder Verträge am Aktionsstand ab. Die Arbeit läuft häufig über Agenturen, oft befristet und teilweise provisionsabhängig.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertriebsmitarbeiter / Promoter POS verdient

2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.400 € 2.800 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.200 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 4.000 € 39.600 €

Einen eigenen Branchentarif gibt es nicht; die Untergrenze bildet der gesetzliche Mindestlohn, bei Beschäftigung über Zeitarbeit gilt der Tarifvertrag Zeitarbeit von GVP und DGB. Am stärksten hängt das Einkommen von Provisionen und Verkaufsprämien ab, die vor allem im Mobilfunk- und Energievertrieb einen großen Teil ausmachen können, sowie davon, ob eine feste Anstellung oder nur einzelne gebuchte Einsätze bestehen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Promoter am Point of Sale?

Promoterinnen und Promoter stehen dort, wo Kaufentscheidungen fallen: im Elektronikmarkt, im Supermarkt, in der Drogerie, im Baumarkt oder im Einkaufszentrum. Sie arbeiten im Auftrag eines Herstellers oder eines Mobilfunk- oder Energieanbieters, meist vermittelt über eine Promotion- oder Vertriebsagentur. Ihre Aufgabe ist, ein bestimmtes Produkt sichtbar zu machen und zu verkaufen. Dazu gehört, Kundschaft aktiv anzusprechen, Geräte vorzuführen, Kostproben zu verteilen, Tarife zu erklären und Verträge oder Bestellungen direkt am Stand abzuschließen. Daneben fallen Aufbau und Pflege des Aktionsstands, das Bestücken von Regalen und Displays, die Preisauszeichnung und die Kontrolle an, ob die Ware richtig platziert ist. Am Ende des Tages werden Verkaufszahlen, Kundengespräche und Beobachtungen zur Konkurrenz in einer App oder einem Bericht erfasst. Manche Stellen sind feste Einsätze in einem Markt über Monate, andere bestehen aus wechselnden Einzelaktionen an verschiedenen Orten.

Wie wird man Promoter?

Eine bestimmte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Viele steigen ohne Berufsabschluss ein, oft als Studierende, Aushilfen oder Quereinsteiger aus Einzelhandel und Gastronomie. Agenturen schulen neue Kräfte in kurzen Produkttrainings, teils online, teils vor Ort. Wer im Vertrieb dauerhaft Fuß fassen will, profitiert von einer Ausbildung als Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel oder für Dialogmarketing. Für Einsätze mit offenen Lebensmitteln wird eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz verlangt, für Vertragsabschlüsse bei Energie- oder Mobilfunkanbietern oft ein einwandfreies Führungszeugnis. Ein Führerschein ist bei wechselnden Einsatzorten häufig Bedingung.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf verlangt, fremde Menschen immer wieder anzusprechen und Ablehnung auszuhalten, oft dutzendfach am Tag. Die meiste Zeit wird im Stehen verbracht, häufig auf hartem Hallenboden unter künstlichem Licht und mit Geräuschkulisse. Gearbeitet wird zu den Öffnungszeiten des Handels, also auch abends und samstags, bei Messen und Events zusätzlich an Wochenenden. Viele Stellen sind befristet und laufen über Zeitarbeit, Minijob oder freie Mitarbeit; das Einkommen schwankt dann mit der Zahl der gebuchten Einsätze. Bei provisionsabhängiger Bezahlung entsteht spürbarer Verkaufsdruck, Zielvorgaben werden täglich verfolgt. Freiberufliche Promoter müssen sich selbst versichern und tragen Fahrtkosten oft selbst. Wer gern redet, schnell Kontakt findet und Rückschläge abhaken kann, kommt deutlich besser zurecht als jemand, der lieber abwartet, bis Kundschaft von selbst kommt.

Aussichten

Promotion am Point of Sale wird weiter gebraucht, besonders für Mobilfunk, Unterhaltungselektronik, Energieverträge, Lebensmittel und Kosmetik. Stellen gibt es fast immer, weil die Fluktuation hoch ist. Gleichzeitig verlagern Hersteller Budget in Onlinewerbung, und der stationäre Handel schrumpft in manchen Bereichen; feste Vollzeitstellen sind deshalb seltener als kurzfristige Einsätze. Wer verlässlich gute Zahlen liefert, kann zur Teamleitung oder Gebietsleitung aufsteigen, in den Außendienst eines Herstellers wechseln oder in den Vertriebsinnendienst gehen. Die Erfahrung im direkten Verkaufsgespräch ist auch im Einzelhandel, im Kundenservice und im Callcenter gefragt und erleichtert den Wechsel in diese Bereiche.

Aufgaben

  • Kundschaft im Markt aktiv ansprechen und Produkte vorführen
  • Tarife, Verträge oder Produktvorteile erklären und Abschlüsse am Stand tätigen
  • Aktionsstand auf- und abbauen und sauber halten
  • Regale und Displays bestücken und Preise auszeichnen
  • Kostproben oder Muster verteilen
  • Verkaufszahlen und Kundengespräche in App oder Bericht dokumentieren
  • Platzierung der Ware und Aktionen der Konkurrenz beobachten

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben, Verkaufserfahrung erwünscht
  • Kontaktfreude und die Fähigkeit, Ablehnung gelassen hinzunehmen
  • Gute Deutschkenntnisse, für manche Einsätze weitere Sprachen
  • Belastbarkeit für langes Stehen über ganze Schichten
  • Bereitschaft zu Arbeit am Abend und am Wochenende
  • Je nach Einsatz Führerschein, Führungszeugnis oder Belehrung nach Infektionsschutzgesetz

Wo man arbeitet

  • Elektronik- und Fachmärkte
  • Supermärkte und Drogerien
  • Baumärkte
  • Einkaufszentren
  • Messen und Events
  • Promotion- und Vertriebsagenturen

Der Weg in den Beruf

Ein formaler Ausbildungsweg ist nicht festgelegt; der Einstieg erfolgt meist direkt über eine Agentur mit einer Produktschulung von wenigen Tagen. Wer sich langfristig im Vertrieb festigen will, kann eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Einzelhandel oder für Dialogmarketing (zwei bis drei Jahre) mit IHK-Abschluss absolvieren.

Offene Stellen als Vertriebsmitarbeiter / Promoter POS

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