Zahnarzt / Zahnärztin
Zahnarzt oder Zahnärztin untersucht und behandelt Erkrankungen von Zähnen, Zahnfleisch und Kiefer und versorgt Patienten mit Füllungen, Kronen, Brücken und Prothesen.
22 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Zahnarzt / Zahnärztin verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.300 € | 5.000 € | 51.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.000 € | 5.900 € | 7.000 € | 70.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.200 € | 7.400 € | 9.200 € | 88.800 € |
Für angestellte Zahnärzte in Praxen gibt es keinen Tarifvertrag; für Assistenzzahnärzte in der Vorbereitungszeit veröffentlichen einzelne Zahnärztekammern Empfehlungen. Häufig besteht die Vergütung aus Fixum plus Umsatzbeteiligung, was die Spanne erklärt. Die Werte gelten für Vollzeit; an Universitätskliniken gilt der TV-Ärzte.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Zahnarzt diagnostiziert und behandelt Karies, Parodontitis, Entzündungen des Zahnnervs und Fehlstellungen, zieht Zähne, plant und setzt Zahnersatz ein und berät zur Vorsorge. Ein großer Teil der Arbeit ist handwerklich präzise Tätigkeit am Behandlungsstuhl, unterstützt von zahnmedizinischen Fachangestellten; dazu kommen Befundung von Röntgenbildern, Aufklärung, Heil- und Kostenpläne und die Abrechnung nach BEMA und GOZ. Spezialisierungen gibt es als Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, Oralchirurgie oder Parodontologie sowie über Tätigkeitsschwerpunkte wie Implantologie und Endodontie.
Die Berufslandschaft hat sich verschoben. Lange war die eigene Praxis der Normalfall, heute arbeitet ein wachsender Teil der Zahnärzte angestellt: in Gemeinschaftspraxen, in zahnärztlichen Medizinischen Versorgungszentren und bei Praxisverbünden mit mehreren Standorten. Nach dem Studium steht zunächst die Vorbereitungszeit von zwei Jahren als Assistenzzahnarzt, die für die Zulassung zur Behandlung von Kassenpatienten in eigener Praxis Voraussetzung ist.
In diesem Bestand stammen alle Anzeigen von einem Verbund zahnärztlicher Versorgungszentren, und fast alle sind ausdrücklich in Teilzeit ausgeschrieben, darunter auch Leitungsstellen. Das entspricht einem Trend in der Zahnmedizin: Viele angestellte Zahnärzte, gerade mit Familie, arbeiten bewusst reduziert, und Versorgungszentren bieten diese Möglichkeit eher als die klassische Einzelpraxis.
Die Arbeit ist körperlich belastend durch Zwangshaltungen, feinmotorisch anspruchsvoll und verlangt Ruhe im Umgang mit ängstlichen Patienten. Die Bezahlung angestellter Zahnärzte ist häufig an den Umsatz gekoppelt, sodass Behandlungsspektrum und Patientenstamm das Einkommen stark beeinflussen. Neben der Niederlassung stehen Wege in die Leitung eines Versorgungszentrums, in Universitätskliniken, den öffentlichen Gesundheitsdienst oder die Bundeswehr offen.
Aufgaben
- Zähne, Zahnfleisch und Mundschleimhaut untersuchen und befunden
- Karies, Parodontitis und Wurzelentzündungen behandeln
- Zahnersatz planen, präparieren und eingliedern
- Zähne extrahieren und kleinere chirurgische Eingriffe durchführen
- Röntgenaufnahmen anfertigen lassen und auswerten
- Patienten aufklären und Heil- und Kostenpläne erstellen
- Behandlungen dokumentieren und nach BEMA und GOZ abrechnen
- Zahnmedizinische Fachangestellte anleiten
Voraussetzungen
- Abgeschlossenes Studium der Zahnmedizin und deutsche Approbation
- Für die Kassenzulassung eine zweijährige Vorbereitungszeit
- Feinmotorisches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen
- Einfühlsamer Umgang mit Patienten, auch mit Angstpatienten
- Kenntnisse der Abrechnung nach BEMA und GOZ
- Bei ausländischem Abschluss Anerkennung und Fachsprachprüfung
Wo man arbeitet
- Zahnarztpraxen und Gemeinschaftspraxen
- Zahnmedizinische Versorgungszentren und Praxisverbünde
- Universitätszahnkliniken
- Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgische Kliniken
- Öffentlicher Gesundheitsdienst und Bundeswehr
Der Weg in den Beruf
Das Studium der Zahnmedizin dauert mindestens fünf Jahre und endet nach der neuen Approbationsordnung mit dem Staatsexamen; die Studienplätze werden zentral vergeben und sind zulassungsbeschränkt. Mit der Approbation darf behandelt werden. Wer Kassenpatienten in eigener Praxis behandeln will, braucht eine zweijährige Vorbereitungszeit als angestellter Assistenzzahnarzt. Fachzahnarzt-Weiterbildungen etwa in Kieferorthopädie oder Oralchirurgie dauern weitere drei bis vier Jahre.
Offene Stellen als Zahnarzt / Zahnärztin
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