Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz
Die Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz übernimmt in der Zahnarztpraxis professionelle Zahnreinigung, Mundhygieneberatung und Vorsorge – als Aufstiegsfortbildung für Zahnmedizinische Fachangestellte.
20 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.000 € | 3.350 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.350 € | 3.750 € | 40.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.350 € | 3.750 € | 4.250 € | 45.000 € |
Ein Tarifvertrag für das Praxispersonal gilt nur in wenigen Kammerbezirken und nur bei Mitgliedspraxen; im übrigen Bundesgebiet wird frei verhandelt. Die Werte liegen deshalb bewusst über dem Niveau der Zahnmedizinischen Fachangestellten und spiegeln die Zulage für die Fortbildung wider; Umsatzbeteiligungen an der Prophylaxe sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Die Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz, kurz ZMP, ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Fortbildung der Zahnärztekammern für Zahnmedizinische Fachangestellte. Sie qualifiziert dafür, Aufgaben der Vorsorge eigenständig am Patienten auszuführen, die der Zahnarzt nach dem Zahnheilkundegesetz delegieren darf: die professionelle Zahnreinigung mit Entfernung harter und weicher Beläge oberhalb des Zahnfleischs, das Erheben von Mundhygiene-Indizes, Fluoridierung, Fissurenversiegelung und die Nachsorge nach einer Parodontitisbehandlung. Diagnose und Therapieentscheidung bleiben beim Zahnarzt.
Der Arbeitstag ist weitgehend im eigenen Behandlungszimmer organisiert, mit einem Terminbuch aus Prophylaxesitzungen von meist 45 bis 60 Minuten. Das ist fachlich anspruchsvoll und körperlich einseitig: konzentriertes Arbeiten mit Handinstrumenten und Ultraschall, oft in gebeugter Haltung. Ein großer Teil der Arbeit ist Gespräch. Wer Patienten zu besserer Mundhygiene bewegen will, muss erklären, zeigen und bei der nächsten Sitzung ohne Vorwurf nachfassen können. Für viele Praxen ist die Prophylaxe zudem ein wirtschaftlich wichtiger Bereich, weil sie überwiegend privat bezahlt wird.
Im Bestand stammen alle Anzeigen von einem einzigen Praxisverbund, der an mehreren Standorten sucht, und fast alle sind ausdrücklich in Teilzeit ausgeschrieben. Das passt zum Beruf insgesamt: Teilzeit ist in Zahnarztpraxen verbreitet, und Prophylaxetermine lassen sich gut in feste Tage oder halbe Tage bündeln. Die Anzeigen sind durchweg unbefristet.
Weiter nach oben führen die Fortbildungen zur Dentalhygienikerin, die auch unterhalb des Zahnfleischrands arbeitet und in der Parodontitistherapie mehr Verantwortung übernimmt, oder zur Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin, falls die Praxisorganisation reizt. Bachelorstudiengänge in Dentalhygiene sind in Deutschland noch selten, gewinnen aber an Bedeutung.
Aufgaben
- Professionelle Zahnreinigung durchführen
- Mundhygiene-Indizes und Befunde für den Zahnarzt erheben
- Patienten zu Putztechnik, Hilfsmitteln und Ernährung beraten
- Fluoridierungen und Fissurenversiegelungen vornehmen
- Parodontitispatienten in der unterstützenden Nachsorge betreuen
- Individualprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen umsetzen
- Behandlungen dokumentieren und Recall-Termine planen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte
- Fortbildung zur ZMP mit Prüfung vor der Zahnärztekammer
- Feinmotorik und sichere Instrumentenführung
- Geduld und Überzeugungskraft im Patientengespräch
- Hygienebewusstsein nach den Vorgaben der Praxis
- Aktuelle Kenntnisse im Strahlenschutz, je nach Einsatz
Wo man arbeitet
- Zahnarztpraxen
- Praxisverbünde und Zahnmedizinische Versorgungszentren
- Kieferorthopädische Praxen
- Zahnkliniken an Universitäten
- Prophylaxezentren
Der Weg in den Beruf
Grundlage ist die dreijährige duale Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten mit Prüfung vor der Zahnärztekammer. Danach werden meist ein bis zwei Jahre Berufserfahrung verlangt, bevor die Fortbildung zur ZMP beginnen kann; die genauen Zulassungsbedingungen regelt jede Kammer selbst. Die Fortbildung umfasst mehrere hundert Stunden Theorie und Praxis, wird berufsbegleitend oder in Blockform angeboten und schließt mit einer Kammerprüfung ab. Sie ist kostenpflichtig und über das Aufstiegs-BAföG förderfähig; viele Praxen beteiligen sich an den Kosten und binden dies an eine Verbleibsvereinbarung.
Offene Stellen als Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz
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Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz - ZMP (m/w/d)
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