Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r / ZFA
Zahnmedizinische Fachangestellte assistieren Zahnärztinnen und Zahnärzten bei der Behandlung, bereiten Instrumente auf und kümmern sich um Termine, Abrechnung und Dokumentation in der Praxis.
7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r / ZFA verdient
2.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 4.300 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.550 € | 2.900 € | 30.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.800 € | 3.200 € | 33.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.300 € | 42.000 € |
Es gibt einen Vergütungstarifvertrag für ZFA zwischen dem Verband medizinischer Fachberufe und der AAZ, er gilt aber nur in Hamburg, Hessen, dem Saarland und Westfalen-Lippe und wird in vielen Praxen lediglich als Orientierung genutzt. Am stärksten hängt das Gehalt von Aufstiegsfortbildungen wie ZMP, ZMV oder DH ab, außerdem von Region und Praxisgröße.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Zahnmedizinischer Fachangestellte*r?
ZFA arbeiten direkt am Behandlungsstuhl und am Empfang. Bei einer Füllung, Wurzelbehandlung oder Zahnextraktion reichen sie Instrumente an, halten das Behandlungsfeld mit dem Sauger trocken, mischen Füll- und Abformmaterialien an und beruhigen ängstliche Patienten. Sie fertigen Röntgenaufnahmen an, sofern sie die nötige Fachkunde haben, und übernehmen je nach Qualifikation Prophylaxe-Aufgaben wie Zahnreinigung oder Fluoridierung. Nach jeder Behandlung wird das Zimmer desinfiziert, gebrauchte Instrumente werden gereinigt, sterilisiert und nach Hygieneplan dokumentiert. Dazu kommt die Verwaltung: Termine vergeben, Behandlungen dokumentieren, Leistungen mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und privat abrechnen, Heil- und Kostenpläne vorbereiten, Material bestellen.
Wie wird man Zahnmedizinischer Fachangestellter?
Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung über drei Jahre in einer Zahnarztpraxis mit Berufsschulunterricht. Die Abschlussprüfung nimmt die Zahnärztekammer ab. Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Auszubildenden haben einen mittleren Schulabschluss. Mit guten Leistungen oder Abitur lässt sich die Ausbildung verkürzen. Ein Quereinstieg ohne Ausbildung ist möglich, etwa als Stuhlassistenz, bleibt aber auf einfache Tätigkeiten beschränkt; Röntgen und Prophylaxe erfordern Kurse mit Nachweis. Wer aus einer verwandten Ausbildung kommt, etwa als Medizinische Fachangestellte, kann unter Umständen verkürzt umschulen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist eng getaktet. Viele Patienten am Tag, wechselnde Behandlungen und nebenher Telefon und Empfang erfordern Konzentration und Stressresistenz. Ein großer Teil des Tages wird in gebeugter oder verdrehter Haltung am Stuhl verbracht, was auf Rücken und Nacken geht. Der Umgang mit Blut, Speichel, Desinfektionsmitteln und Latex gehört dazu, Hautprobleme und Allergien sind ein bekanntes Risiko. Patienten kommen oft mit Angst oder Schmerzen, manche sind unfreundlich; dafür braucht es Geduld. Die Arbeitszeiten richten sich nach den Sprechzeiten, häufig mit langen Abenden, Mittagspausen ohne echten Feierabend und gelegentlichen Samstagen, aber ohne Nachtschichten. Die Bezahlung liegt für eine dreijährige Ausbildung im unteren Bereich, und nur wenige Praxen sind an einen Tarif gebunden. Viele ausgebildete ZFA verlassen den Beruf nach einigen Jahren, auch wegen der Kombination aus Belastung und Gehalt.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch, Praxen suchen bundesweit Personal und finden es oft schwer. Das verschafft Fachkräften Verhandlungsspielraum bei Gehalt und Arbeitszeit. Entwicklungsmöglichkeiten bieten Aufstiegsfortbildungen der Zahnärztekammern: zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin (ZMP), Zahnmedizinischen Fachassistentin (ZMF), Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin (ZMV) oder zur Dentalhygienikerin (DH). Dazu kommen Weiterbildungen im Praxismanagement und Studiengänge wie Dentalhygiene oder Gesundheitsmanagement. Mit Spezialisierung steigen Verantwortung und Gehalt spürbar. Außerhalb der Praxis gibt es Stellen bei Abrechnungsdienstleistern, Dentalfirmen und Krankenkassen.
Aufgaben
- Instrumente anreichen und bei Behandlungen assistieren
- Behandlungsfeld absaugen und Materialien anmischen
- Röntgenaufnahmen anfertigen
- Instrumente reinigen, sterilisieren und Hygiene dokumentieren
- Termine vergeben und Patienten empfangen
- Leistungen mit Kassen und Privatpatienten abrechnen
- Prophylaxe wie Zahnreinigung durchführen
- Material und Medikamente bestellen und lagern
Voraussetzungen
- Meist mittlerer Schulabschluss
- Abgeschlossene Ausbildung vor der Zahnärztekammer
- Fachkunde im Strahlenschutz für Röntgenaufnahmen
- Sorgfalt bei Hygiene und Abrechnung
- Geduld und Einfühlungsvermögen im Umgang mit ängstlichen Patienten
- Belastbarkeit für langes Arbeiten in gebeugter Haltung
- Keine Allergie gegen Desinfektionsmittel oder Latex
Wo man arbeitet
- Zahnarztpraxen
- Kieferorthopädische Praxen
- Praxen für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
- Zahnkliniken und Universitätskliniken
- Medizinische Versorgungszentren
- Abrechnungsdienstleister
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg ist eine dreijährige duale Ausbildung in einer Zahnarztpraxis und der Berufsschule. Sie endet mit der Abschlussprüfung vor der Zahnärztekammer und kann bei guten Leistungen verkürzt werden. Danach sind Aufstiegsfortbildungen zu ZMP, ZMF, ZMV oder DH möglich.
Offene Stellen als Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r / ZFA
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- Offene Stellen
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