Zahnmedizinischen Fachangestellten
Zahnmedizinische Fachangestellte assistieren am Behandlungsstuhl, bereiten Instrumente auf, betreuen Patienten und rechnen zahnärztliche Leistungen ab.
86 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Zahnmedizinischen Fachangestellten verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.350 € | 2.550 € | 2.800 € | 30.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.650 € | 2.950 € | 3.300 € | 35.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.050 € | 3.450 € | 3.950 € | 41.400 € |
Orientiert am Gehaltstarifvertrag für Zahnmedizinische Fachangestellte mit Tätigkeitsgruppen nach Qualifikation und Stufen nach Berufsjahren; er gilt nur in wenigen Kammerbereichen unmittelbar, wird aber vielfach als Richtschnur genutzt. Die oberen Werte setzen Aufstiegsfortbildungen wie Prophylaxe- oder Fachassistenz voraus; Auszubildende sind nicht erfasst.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Die Zahnmedizinische Fachangestellte, kurz ZFA, arbeitet näher am Patienten als fast jeder andere Praxisberuf: Sie sitzt bei der Behandlung auf der anderen Seite des Stuhls, hält das Arbeitsfeld frei, saugt ab, reicht Instrumente an und mischt Füllungs- und Abformmaterialien. Eine gute Assistenz nimmt dem Zahnarzt Handgriffe ab, bevor er danach fragt, und sie beruhigt nebenbei einen Patienten, der Angst vor der Spritze hat. Dazu kommen Röntgenaufnahmen, für die ZFA die erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz nachweisen müssen.
Der zweite große Bereich ist die Hygiene. Instrumente werden nach jedem Patienten gereinigt, desinfiziert, verpackt und sterilisiert, und jeder Schritt wird dokumentiert, weil die Aufbereitung von Medizinprodukten strengen Vorgaben unterliegt. Der dritte ist die Verwaltung: Terminplanung, Heil- und Kostenpläne für Zahnersatz, die Abrechnung nach dem Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen und der Gebührenordnung für Zahnärzte. Gerade bei Zahnersatz und Kieferorthopädie ist die Abrechnung komplex und ein eigenes Spezialgebiet.
In diesem Bestand sind alle Anzeigen Ausbildungsplätze für 2027, überwiegend bei den Zahnarztgruppen der Sanitätsversorgungszentren der Bundeswehr, vereinzelt bei zivilen Praxisgruppen. Die große Mehrheit der ZFA arbeitet aber in niedergelassenen Zahnarztpraxen und zunehmend in Praxisketten und zahnmedizinischen Versorgungszentren. Wer sich bei der Bundeswehr bewirbt, sollte klären, ob die Ausbildung zivil oder im Rahmen einer militärischen Laufbahn erfolgt.
Die Aufstiegswege sind in diesem Beruf klar gestuft und gut bezahlt im Verhältnis zum Ausgangsgehalt. Die Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin übernimmt professionelle Zahnreinigungen eigenständig, die Zahnmedizinische Fachassistentin erweitert das auf Parodontitistherapie und Praxisorganisation, die Dentalhygienikerin ist die höchste klinische Stufe. Auf der Verwaltungsseite führt die Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin in Abrechnung und Praxismanagement. Viele ZFA finden ihren Schwerpunkt gerade in der Prophylaxe, weil sie dort mit eigenen Patienten arbeiten.
Aufgaben
- Am Behandlungsstuhl assistieren, absaugen und Instrumente anreichen
- Füllungs- und Abformmaterialien vorbereiten und anmischen
- Röntgenaufnahmen nach Anweisung anfertigen
- Instrumente aufbereiten, sterilisieren und die Aufbereitung dokumentieren
- Patienten betreuen, zur Mundhygiene anleiten und Termine planen
- Heil- und Kostenpläne erstellen und Leistungen nach BEMA und GOZ abrechnen
- Materialbestand und Praxisbedarf verwalten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten
- Kenntnisse im Strahlenschutz für das Anfertigen von Röntgenaufnahmen
- Geschick und Ruhe bei der Stuhlassistenz
- Genauigkeit bei Hygiene und Dokumentation
- Einfühlungsvermögen im Umgang mit ängstlichen Patienten
- Sicherheit mit Praxissoftware und zahnärztlicher Abrechnung
Wo man arbeitet
- Zahnarztpraxen
- Kieferorthopädische Praxen
- Praxen für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
- Zahnmedizinische Versorgungszentren und Praxisgruppen
- Zahnkliniken von Universitäten
- Sanitätsversorgungszentren der Bundeswehr
Der Weg in den Beruf
Die Ausbildung dauert drei Jahre, dual in Praxis und Berufsschule, und endet mit der Prüfung vor der Landeszahnärztekammer. Die Ausbildungsvergütung richtet sich in Tarifgebieten nach dem ZFA-Tarifvertrag, sonst nach den Empfehlungen der Kammern. Aufstiegsfortbildungen bieten die Zahnärztekammern an: Prophylaxeassistentin, Fachassistentin, Verwaltungsassistentin und als höchste Stufe die Dentalhygienikerin, die inzwischen auch als Bachelorstudium angeboten wird.
Offene Stellen als Zahnmedizinischen Fachangestellten
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