Allrounder
Allrounder übernehmen in Betrieben wechselnde praktische Arbeiten: kleine Reparaturen, Transport, Aufbau, Pflege von Gebäude und Gelände sowie Aushilfe dort, wo gerade jemand fehlt.
6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Allrounder verdient
2.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.400 € | 2.700 € | 28.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.700 € | 3.100 € | 32.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.700 € | 3.000 € | 3.600 € | 36.000 € |
Einen eigenen Tarifvertrag gibt es nicht; maßgeblich ist der Tarif der Branche, etwa der Tarifvertrag des DEHOGA im Gastgewerbe oder der Rahmentarifvertrag für die Gebäudereinigung, und viele kleine Betriebe zahlen nahe am Mindestlohn. Am stärksten steigt das Gehalt mit einem anerkannten Berufsabschluss, mit Zusatzscheinen und durch Zuschläge für Winterdienst, Bereitschaft und Wochenendarbeit.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Allrounder?
Allrounder sind die Leute, die in einem Betrieb anpacken, wo gerade Hilfe gebraucht wird. Eine feste Berufsbezeichnung ist es nicht. Der Begriff steht in Stellenanzeigen für Tätigkeiten, die mehrere Bereiche verbinden. In einem Hotel heißt das zum Beispiel morgens Getränke ins Lager tragen, mittags eine tropfende Armatur abdichten, nachmittags Tische für eine Feier stellen und abends beim Abwasch aushelfen. Bei Hausmeisterdiensten und in der Wohnungswirtschaft geht es um Rasen mähen, Laub und Schnee räumen, Glühbirnen und Türschlösser wechseln, Müllplätze sauber halten und kleinere Maler- oder Fliesenarbeiten. In Veranstaltungsfirmen bauen Allrounder Bühnen, Zelte und Technik auf und ab, im Handwerk unterstützen sie Fachkräfte auf der Baustelle, im Lager kommissionieren sie Ware oder fahren Gabelstapler. Typisch ist, dass kein Tag wie der andere verläuft und Aufgaben oft kurzfristig hinzukommen.
Wie wird man Allrounder?
Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht. Viele Betriebe stellen Menschen ohne Berufsabschluss ein und lernen sie direkt an. Gute Chancen haben Bewerberinnen und Bewerber mit handwerklichem Geschick, Erfahrung aus Nebenjobs oder einer abgebrochenen oder abgeschlossenen Ausbildung in einem Handwerk, etwa als Maler, Tischler oder Anlagenmechaniker. Für den Quereinstieg zählt vor allem, was jemand praktisch kann. Ein Führerschein der Klasse B wird in den meisten Anzeigen verlangt, weil Material und Werkzeug zwischen Standorten bewegt werden müssen. Zusätzliche Nachweise wie ein Staplerschein, ein Kurs zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten oder ein Motorsägenschein erweitern die Einsatzmöglichkeiten und lassen sich in wenigen Tagen bis Wochen erwerben.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich. Heben, Tragen, Bücken, Arbeiten auf Leitern und bei jedem Wetter im Freien gehören dazu. Wer Rücken- oder Gelenkprobleme hat, kommt hier schnell an Grenzen. Die Arbeitszeiten hängen von der Branche ab: In Hotels, Gastronomie und Veranstaltungstechnik sind Wochenend-, Abend- und Saisonarbeit üblich, bei Hausmeisterdiensten kommen Winterdienst am frühen Morgen und Bereitschaft hinzu. Schwer fällt vielen, dass die Tätigkeit wenig Anerkennung erfährt und vergleichsweise schlecht bezahlt ist, obwohl sie viel Wissen aus verschiedenen Gewerken verlangt. Weil es keinen anerkannten Abschluss gibt, sind Allrounder oft als Helfer eingestuft, auch wenn sie eigenständig arbeiten. Verlangt werden Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit und die Bereitschaft, ständig umzuplanen, wenn etwas Dringendes dazwischenkommt.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil. Hotels, Wohnungsgesellschaften, Facility-Management-Firmen, Pflegeheime und kleine Handwerksbetriebe suchen laufend Menschen, die vielseitig einsetzbar sind. Ein Teil der Stellen ist allerdings befristet, saisonal oder über Zeitarbeit besetzt. Für eine bessere Bezahlung und mehr Sicherheit lohnt sich der Schritt zu einem Berufsabschluss. Eine Externenprüfung erlaubt es, nach mehreren Jahren Praxis etwa den Abschluss als Fachkraft für Gebäude- und Haustechnik oder in einem Handwerk nachzuholen, ohne die volle Ausbildung zu durchlaufen. Mit Erfahrung ist die Übernahme einer Objektbetreuung, einer Haustechnik-Leitung in einem Hotel oder die Selbstständigkeit als Hausmeisterservice möglich.
Aufgaben
- Kleine Reparaturen an Türen, Armaturen, Möbeln und Leuchten ausführen
- Außenanlagen pflegen, Laub und Schnee räumen
- Waren, Möbel und Material transportieren und einlagern
- Veranstaltungen auf- und abbauen
- Fachkräfte auf Baustellen oder in der Haustechnik unterstützen
- Kleinere Maler-, Montage- und Ausbesserungsarbeiten erledigen
- In Küche, Service oder Reinigung aushelfen
Voraussetzungen
- Handwerkliches Geschick und Umgang mit gängigem Werkzeug
- Führerschein Klasse B, in vielen Stellen verlangt
- Körperliche Belastbarkeit für Heben, Tragen und Arbeiten im Freien
- Zuverlässigkeit und selbstständiges Arbeiten
- Bereitschaft zu wechselnden Arbeitszeiten, je nach Branche auch am Wochenende
- Von Vorteil: Staplerschein oder abgeschlossene Ausbildung in einem Handwerk
Wo man arbeitet
- Hotels und Gastronomiebetriebe
- Hausmeisterdienste und Facility-Management-Firmen
- Wohnungsgesellschaften
- Veranstaltungs- und Messebaufirmen
- Handwerksbetriebe
- Pflegeheime, Schulen und Vereine
Der Weg in den Beruf
Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht; der Einstieg erfolgt meist über Einarbeitung im Betrieb nach wenigen Wochen. Hilfreich ist eine abgeschlossene Handwerksausbildung von drei Jahren, die auch nachträglich über eine Externenprüfung erworben werden kann.
Offene Stellen als Allrounder
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Allrounder*in
Allrounder (m/w/d) – Hausmeister / Lagerist / Fahrer
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- Offene Stellen
- 13
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.600 €
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- Offene Stellen
- 68
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- 2.650 – 3.800 €
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- Offene Stellen
- 51
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