Haustechniker
Der Haustechniker hält die technischen Anlagen eines Gebäudes in Betrieb, führt Wartungen und kleinere Reparaturen aus und koordiniert Fremdfirmen.
22 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Haustechniker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.750 € | 3.000 € | 3.300 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.050 € | 3.350 € | 3.700 € | 40.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.350 € | 3.700 € | 4.150 € | 44.400 € |
Im öffentlichen Dienst und in kommunalen Kliniken gilt der TVöD, meist Entgeltgruppe E5 bis E7; kirchliche Häuser zahlen nach AVR. Private Betreiber und Facility-Management-Firmen haben teils eigene Tarife, teils keine, was die Spanne nach unten erweitert. Rufbereitschaft ist nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Haustechniker ist in einem Gebäude derjenige, der gerufen wird, wenn etwas nicht funktioniert. Er betreut Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrik, prüft Brandschutz- und Sicherheitseinrichtungen, tauscht Leuchtmittel und Armaturen, setzt Türen und Schließanlagen instand und behebt kleinere Störungen selbst. Was über seine Befugnisse oder Möglichkeiten hinausgeht, beauftragt und begleitet er: Aufzugsprüfungen, Wartungen der Lüftungsanlage, Arbeiten von Elektro- und Sanitärfirmen.
Der Beruf ist ein Sammelbegriff, kein Ausbildungsberuf. Entsprechend verschieden sind die Profile: In einer Klinik oder einem Pflegeheim geht es um Medizintechnik-nahe Versorgung, Notstrom und die Einhaltung von Hygienevorgaben; in einem Logistikzentrum um Tore, Rampen und Beleuchtung großer Hallen; in einer Wohnanlage um Mieteranliegen und Treppenhäuser. Viele Arbeitgeber suchen gezielt einen Elektriker oder Anlagenmechaniker, weil Arbeiten an elektrischen Anlagen nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden dürfen.
In diesem Bestand ist das Feld breit gestreut: Zeitarbeit, Logistik, Gesundheitseinrichtungen, einzelne Hotels und Verwaltungen. Ein Teil der Anzeigen ist in Teilzeit ausgeschrieben, manche nennen einen Schwerpunkt wie Elektrotechnik oder Sanitär. Das spiegelt den Arbeitsmarkt: Große Häuser beschäftigen eigene Haustechnikteams, kleinere teilen sich einen Techniker oder vergeben die Aufgabe an einen Facility-Management-Dienstleister.
Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und selten planbar, weil Störungen Vorrang vor Routinearbeiten haben. In Kliniken, Hotels und größeren Anlagen gehört Rufbereitschaft dazu. Zunehmend wichtig wird die Gebäudeleittechnik, über die Heizung, Lüftung und Verbrauchswerte am Bildschirm überwacht werden. Wer sich dort einarbeitet oder den Techniker in Gebäudetechnik nachholt, kann in die technische Objektleitung aufsteigen.
Aufgaben
- Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroanlagen überwachen und warten
- Störungen eingrenzen und kleinere Reparaturen selbst ausführen
- Wartungen und Prüfungen von Fremdfirmen beauftragen und begleiten
- Brandschutz- und Sicherheitseinrichtungen kontrollieren
- Zählerstände und Verbräuche erfassen
- Gebäudeleittechnik bedienen und Meldungen auswerten
- Kleine Umbauten, Reparaturen an Türen und Mobiliar erledigen
Voraussetzungen
- Handwerkliche Ausbildung, bevorzugt als Elektroniker oder Anlagenmechaniker SHK
- Breites technisches Verständnis über das eigene Gewerk hinaus
- Selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft je nach Einrichtung
- Führerschein Klasse B bei mehreren Objekten
- Kenntnisse der Gebäudeleittechnik von Vorteil
Wo man arbeitet
- Krankenhäuser, Pflegeheime und Kliniken
- Hotels und Tagungshäuser
- Logistik- und Gewerbeimmobilien
- Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen
- Facility-Management-Dienstleister
- Schulen, Verwaltungen und öffentliche Gebäude
Der Weg in den Beruf
Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es nicht. Üblich ist eine abgeschlossene dreieinhalbjährige Handwerksausbildung, vor allem als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Die Breite über andere Gewerke kommt mit der Berufserfahrung und über Lehrgänge etwa zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten. Aufstieg bieten der Meister im eigenen Handwerk oder der staatlich geprüfte Techniker, dann in Richtung technische Objekt- oder Betriebsleitung.
Offene Stellen als Haustechniker
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