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Bau & Immobilien

Asphaltbauer

Asphaltbauer stellen Straßen, Wege, Parkflächen und Industrieböden aus Walz- und Gussasphalt her und dichten Brücken, Parkdecks und Dächer mit Asphalt ab. Die Arbeit findet fast immer im Freien statt, an heißem Material und oft unter Zeitdruck.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Asphaltbauer verdient

3.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.800 bis 5.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.600 € 4.100 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €

In tarifgebundenen Betrieben gilt der Tarifvertrag zur Regelung der Löhne im Baugewerbe mit dem Bundesrahmentarifvertrag Bau (BRTV), die Einstufung nach Lohngruppe entscheidet über die Höhe. Nicht tarifgebundene Firmen zahlen teils deutlich weniger, dafür heben Nacht- und Wochenendzuschläge sowie Auslösen für Fernbaustellen das tatsächliche Einkommen spürbar an.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Asphaltbauer?

Asphaltbauer bauen Straßen, Rad- und Gehwege, Parkplätze, Hofflächen und Fahrbahnen auf Brücken. Sie fräsen alte Beläge ab, reinigen und bereiten den Untergrund vor, sprühen Haftkleber auf und bauen anschließend Walzasphalt mit dem Fertiger ein. Danach verdichten Walzen die Schicht, während die Kolonne Ränder, Anschlüsse an Schächte und Bordsteine von Hand nacharbeitet. Ein zweiter Schwerpunkt ist Gussasphalt: Er wird bei über 200 Grad flüssig eingebracht und mit Glättbohlen oder von Hand verstrichen, etwa als Estrich in Industriehallen, als Belag in Parkhäusern oder als Abdichtung auf Brücken und Dächern. Zur Arbeit gehören außerdem das Messen von Höhen und Gefälle, das Prüfen von Temperatur und Schichtdicke, das Einrichten und Absichern der Baustelle sowie die Pflege von Maschinen und Werkzeug.

Wie wird man Asphaltbauer?

Der übliche Weg ist eine dreijährige duale Ausbildung in einem Bauunternehmen mit Berufsschule und überbetrieblichen Lehrgängen. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Auszubildenden haben einen Haupt- oder Realschulabschluss. Hilfreich sind solides Rechnen für Flächen, Mengen und Gefälle sowie Interesse an Maschinen. Quereinsteiger kommen häufig als angelernte Bauhelfer in eine Asphaltkolonne und holen den Abschluss später über eine Externenprüfung nach. Wer aus dem Straßenbau oder Tiefbau kommt, findet sich schnell zurecht.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist körperlich hart. Gearbeitet wird bei Hitze von oben und unten, denn das Material ist beim Einbau sehr heiß, dazu kommen Dämpfe, Lärm und viel Stehen, Bücken und Schaufeln. Asphalt muss verarbeitet werden, solange er warm ist, deshalb lässt sich eine begonnene Fläche nicht einfach unterbrechen. Auf Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen wird oft nachts oder am Wochenende gebaut, um den Verkehr wenig zu stören. Viele Betriebe arbeiten auf wechselnden Baustellen, teils mit Übernachtung unter der Woche. Die Saison ist wetterabhängig: Im Sommer fallen lange Tage an, im Winter ruht der Asphalteinbau weitgehend, was Kurzarbeit oder Urlaubsabbau bedeuten kann. Teamfähigkeit ist zentral, weil eine Kolonne nur im Zusammenspiel funktioniert.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis gut. Viele Straßen und Brücken in Deutschland sind sanierungsbedürftig, und Kommunen, Länder und Bund investieren laufend in den Erhalt. Gleichzeitig finden Betriebe schwer Nachwuchs, sodass ausgebildete Fachkräfte selten lange suchen müssen. Mit Erfahrung übernehmen Asphaltbauer die Bedienung von Fertiger oder Walze, werden Vorarbeiter oder führen als Werkpolier eine Kolonne. Über die Fortbildung zum geprüften Polier oder zum Techniker für Bautechnik sind Aufstiege in die Bauleitung möglich, ebenso ein Studium des Bauingenieurwesens. Wer sich auf Gussasphalt oder Brückenabdichtung spezialisiert, ist in einer kleinen Nische gefragt.

Aufgaben

  • Alte Fahrbahnbeläge abfräsen und den Untergrund reinigen
  • Haftkleber aufsprühen und Anschlüsse vorbereiten
  • Walzasphalt mit dem Fertiger einbauen und verdichten
  • Gussasphalt als Estrich oder Abdichtung verstreichen
  • Höhen, Gefälle und Schichtdicken einmessen und prüfen
  • Ränder, Schachtanschlüsse und Nähte von Hand nacharbeiten
  • Baustellen gegen den Verkehr absichern
  • Fertiger, Walzen und Werkzeug warten und reinigen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Asphaltbauer oder vergleichbare Erfahrung im Straßenbau
  • Körperliche Belastbarkeit bei Hitze, Lärm und schwerer Arbeit
  • Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Montagearbeit
  • Grundkenntnisse im Rechnen für Flächen, Mengen und Gefälle
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit in der Kolonne
  • Führerschein Klasse B, oft auch C oder CE erwünscht

Wo man arbeitet

  • Straßen- und Tiefbauunternehmen
  • Spezialbetriebe für Gussasphalt und Abdichtung
  • Bauunternehmen mit Asphaltsparte
  • Kommunale Bauhöfe und Straßenmeistereien

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung in einem Bauunternehmen mit Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung, die mit der Gesellenprüfung vor der Industrie- und Handelskammer abschließt. Quereinsteiger mit mehrjähriger Praxis im Asphaltbau können den Abschluss über eine Externenprüfung erwerben.

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