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Gesundheit & Pflege

Assistenzarzt Gefäßchirurgie

Assistenzärztinnen und Assistenzärzte in der Gefäßchirurgie sind approbierte Ärzte in der Facharztweiterbildung, die Erkrankungen von Arterien und Venen diagnostizieren, operieren und nachbehandeln. Sie arbeiten im Krankenhaus unter Anleitung von Fach- und Oberärzten.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Assistenzarzt Gefäßchirurgie verdient

6.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 5.100 bis 8.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 5.100 € 5.400 € 5.800 € 64.800 €
Mit Berufserfahrung 5.800 € 6.300 € 6.800 € 75.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.700 € 7.300 € 8.500 € 87.600 €

Die Grundgehälter folgen meist dem TV-Ärzte/VKA an kommunalen Kliniken, dem TV-Ärzte/TdL an Universitätskliniken oder Haustarifen privater Konzerne wie Helios oder Asklepios und steigen mit den Berufsjahren in festen Stufen. Deutlich mehr bringen die Vergütungen für Bereitschafts- und Nachtdienste, die je nach Klinik und Dienstbelastung mehrere Hundert Euro im Monat ausmachen können.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Assistenzarzt in der Gefäßchirurgie?

Der Arbeitstag beginnt meist mit der Frühbesprechung und der Visite auf Station. Dort werden Wunden an Beinen und Füßen begutachtet, Drainagen gezogen, Verbände kontrolliert, Laborwerte bewertet und Medikamente wie Gerinnungshemmer angepasst. Viele Patientinnen und Patienten sind älter und haben Diabetes, Bluthochdruck oder eine Nierenschwäche, häufig mehrere Erkrankungen gleichzeitig. In der Ambulanz und Notaufnahme untersuchen Assistenzärzte Menschen mit Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Thrombosen oder einem Verdacht auf ein Aneurysma, sie führen Duplexsonografien durch und bereiten Angiografien vor. Im Operationssaal assistieren sie zunächst bei Bypassoperationen, Eingriffen an der Halsschlagader oder Aortenoperationen und übernehmen nach und nach eigene Eingriffe wie Venenoperationen, Shuntanlagen für Dialysepatienten, Wundabtragungen oder Amputationen. Hinzu kommen Aufklärungsgespräche, Arztbriefe, OP-Berichte und die Dokumentation für die Abrechnung, die einen großen Teil der Arbeitszeit beansprucht.

Wie wird man Assistenzarzt in der Gefäßchirurgie?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Medizinstudium von mindestens sechs Jahren und drei Monaten mit Staatsexamen und die Approbation als Ärztin oder Arzt. Die Studienplätze sind knapp und werden über Abiturnote, Tests wie den TMS und teils Vorerfahrung in Gesundheitsberufen vergeben. Nach der Approbation bewirbt man sich direkt bei einer Klinik mit Weiterbildungsbefugnis. Die Weiterbildung zum Facharzt für Gefäßchirurgie dauert nach der Musterweiterbildungsordnung 72 Monate, davon ein Teil in der chirurgischen Basisweiterbildung mit Notaufnahme und Intensivmedizin. Am Ende steht eine Prüfung vor der Landesärztekammer. Ein Quereinstieg ohne Medizinstudium ist nicht möglich; ein Wechsel aus anderen chirurgischen Fächern ist dagegen üblich, weil Teile der Weiterbildung anerkannt werden können.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich und psychisch fordernd. Operationen an der Aorta oder bei verschlossenen Beinarterien dauern oft mehrere Stunden im Stehen, unter Bleischürze bei Eingriffen mit Röntgenkontrolle. Zum Dienstplan gehören Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste, Überstunden sind in vielen Kliniken die Regel. Notfälle wie ein geplatztes Aneurysma oder ein akuter Gefäßverschluss verlangen schnelle Entscheidungen unter Zeitdruck. Belastend sind auch chronische Wunden, Amputationen und Gespräche mit schwer kranken Menschen, deren Prognose schlecht ist. Gerade am Anfang gibt es viel Stationsarbeit und Dokumentation und weniger Zeit im OP, als viele erwarten. Wie zügig die Weiterbildung vorankommt, hängt stark von der Klinik und der Zahl der Eingriffe ab.

Aussichten

Durch die alternde Bevölkerung und die Zunahme von Diabetes und Arteriosklerose steigt der Bedarf an Gefäßmedizin. Gefäßchirurgie ist ein kleineres Fach, viele Kliniken suchen Nachwuchs, sodass Stellen für Assistenzärzte gut zu finden sind. Das Fach wandelt sich: Kathetergestützte Verfahren wie Stents und Ballonaufdehnungen ersetzen zunehmend offene Operationen, wer sie beherrscht, ist gefragt. Nach dem Facharzt sind Wege als Oberarzt, später Chefarzt, in einem Gefäßzentrum, in der Forschung an einer Universitätsklinik oder in einer eigenen Praxis oder einem ambulanten Venenzentrum möglich.

Aufgaben

  • Patienten auf Station visitieren und Wunden beurteilen
  • Duplexsonografien von Arterien und Venen durchführen
  • Bei Bypass-, Carotis- und Aortenoperationen assistieren
  • Eigene Eingriffe wie Venenoperationen oder Shuntanlagen übernehmen
  • Notfälle in der Notaufnahme und im Nachtdienst versorgen
  • Patienten über Operationen und Risiken aufklären
  • Arztbriefe, OP-Berichte und Dokumentation erstellen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Medizinstudium und deutsche Approbation
  • Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau C1 Fachsprache bei ausländischem Abschluss
  • Handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Körperliche Ausdauer für lange Operationen im Stehen
  • Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdiensten
  • Belastbarkeit und Entscheidungsfähigkeit in Notfällen

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser mit gefäßchirurgischer Abteilung
  • Universitätskliniken
  • Zertifizierte Gefäßzentren
  • Kliniken privater Krankenhauskonzerne

Der Weg in den Beruf

Nach einem Medizinstudium von mindestens sechs Jahren und drei Monaten mit Staatsexamen und Approbation folgt die Facharztweiterbildung Gefäßchirurgie an einer Klinik mit Weiterbildungsbefugnis. Sie dauert 72 Monate und endet mit der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer.

Offene Stellen als Assistenzarzt Gefäßchirurgie

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Offene Stellen
3
Monatsbrutto
5.000 – 6.900 €

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