Augenoptikermeister
Augenoptikermeister verantworten Refraktion, Brillen- und Kontaktlinsenversorgung auf Meisterniveau und leiten Fachgeschäfte, Filialen oder den eigenen Betrieb.
17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Augenoptikermeister verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.150 € | 3.500 € | 3.900 € | 42.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.550 € | 3.950 € | 4.400 € | 47.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.050 € | 4.600 € | 5.300 € | 55.200 € |
Orientiert an den Tarifen des Augenoptikerhandwerks, die für Meister eigene Gruppen vorsehen, regional aber stark auseinandergehen; Filialisten zahlen oft übertariflich, mit Umsatzbeteiligung oder Filialleitungszulage. Die Senior-Stufe entspricht der Leitung einer größeren Filiale; Einkommen aus eigener Selbstständigkeit sind nicht abgebildet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Augenoptikermeister ist die höchste Qualifikationsstufe im Augenoptikerhandwerk. Fachlich beherrscht er alles, was der Geselle kann – Sehtest, Beratung, Anpassung und Werkstattarbeit –, dazu die anspruchsvolleren Versorgungen: komplexe Refraktionen, Gleitsicht- und Spezialgläser, vergrößernde Sehhilfen, Kontaktlinsen einschließlich schwieriger Fälle. Weil die Augenoptik ein zulassungspflichtiges Handwerk ist, braucht jeder Betrieb einen Meister oder eine gleichgestellte Qualifikation als verantwortliche Leitung; das macht den Meisterbrief zu einer gesuchten Voraussetzung.
In der Filiale oder im Fachgeschäft verbindet der Meister die Fachaufgaben mit Führung: Dienstpläne, Einarbeitung und Ausbildung, Qualitätskontrolle in der Werkstatt, Warenbestand und Umsatzverantwortung. In größeren Häusern kommt die Ausbildung des Nachwuchses dazu, für die der Meisterbrief die Ausbildereignung einschließt. Viele Meister machen sich selbstständig oder übernehmen ein bestehendes Geschäft; andere spezialisieren sich auf Optometrie, Kontaktlinsen oder Low Vision. Die Grenze zur Augenheilkunde bleibt: Diagnosen und Behandlungen sind dem Augenarzt vorbehalten, das Erkennen von Auffälligkeiten und die Überweisung gehören aber zum Beruf.
Im Bestand kommt der weitaus größte Teil der Anzeigen von einem regionalen Filialisten, der an mehreren Standorten Meister sucht, teils mit Willkommensprämie; dazu kommen ein Online-Optiker mit stationären Geschäften und ein Fachgeschäft. Ein gutes Drittel der Stellen ist in Teilzeit ausgeschrieben, fast alle sind unbefristet. Samstagsarbeit gehört wie im gesamten Einzelhandel dazu.
Der Markt für Augenoptikermeister gilt als eng: Viele Betriebe suchen, weil Inhaber und Filialleiter in den Ruhestand gehen und der Nachwuchs nicht in gleichem Umfang nachkommt. Das stärkt die Verhandlungsposition, besonders bei Kontaktlinsen- und Optometrieerfahrung.
Aufgaben
- Refraktionen durchführen, auch bei schwierigen Sehproblemen
- Kunden zu Brillen, Spezialgläsern und Kontaktlinsen beraten
- Kontaktlinsen anpassen und Träger nachbetreuen
- Qualität der Werkstattarbeit sichern und anspruchsvolle Arbeiten selbst ausführen
- Filiale oder Betrieb führen, Dienstpläne und Personal steuern
- Auszubildende ausbilden und Mitarbeiter anleiten
- Umsatz, Warenbestand und Abrechnung mit Kostenträgern verantworten
Voraussetzungen
- Meisterprüfung im Augenoptikerhandwerk oder staatlich geprüfter Augenoptiker
- Sicherheit in Refraktion und Kontaktlinsenanpassung
- Führungs- und Ausbildungserfahrung, je nach Stelle
- Kaufmännisches Verständnis für Umsatz und Warenwirtschaft
- Freude an Beratung und Verkauf
- Bereitschaft zu Samstagsarbeit
Wo man arbeitet
- Augenoptische Fachgeschäfte
- Filialen von Optikerketten und Online-Optikern
- Eigener Betrieb in Selbstständigkeit
- Kontaktlinseninstitute und Optometriepraxen
- Industrie, Glashersteller und Fachschulen
Der Weg in den Beruf
Voraussetzung ist in der Regel die Gesellenprüfung als Augenoptiker nach dreijähriger Ausbildung. Die Meisterschule dauert in Vollzeit etwa ein bis zwei Jahre, berufsbegleitend entsprechend länger, und umfasst die vier Teile der Meisterprüfung einschließlich Betriebswirtschaft und Ausbildereignung. Alternativ führt die zweijährige Fachschule zum staatlich geprüften Augenoptiker, der für die Betriebsführung gleichgestellt ist. Meisterlehrgang und Prüfung sind über das Aufstiegs-BAföG förderfähig. Wer weiter will, kann ein Studium der Augenoptik bzw. Optometrie anschließen.
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- 2.400 – 4.400 €
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