Chemielaborant
Chemielaboranten führen Analysen und Synthesen im Labor durch, prüfen Rohstoffe und Produkte und dokumentieren Messergebnisse nach festen Vorgaben.
- Offene Stellen
- 22
- Monatsbrutto
- 3.050 – 5.050 €
Auszubildende zum Biologielaboranten lernen in einer dreieinhalbjährigen dualen Ausbildung, biologische Proben zu untersuchen, Zell- und Mikroorganismenkulturen anzulegen und Versuche in Forschung, Pharma und Qualitätskontrolle durchzuführen und zu dokumentieren.
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3.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.700 bis 5.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.100 € | 3.600 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.200 € | 5.000 € | 50.400 € |
Die Werte gelten für ausgelernte Biologielaboranten; die Ausbildungsvergütung liegt je nach Tarif und Ausbildungsjahr bei rund 1.100 bis 1.450 Euro. Am besten zahlt die tarifgebundene Chemie- und Pharmaindustrie nach dem Entgelttarifvertrag der chemischen Industrie (IG BCE und BAVC), während Hochschulen und Institute nach TV-L oder TVöD meist niedriger und nicht tarifgebundene private Labore oft deutlich darunter vergüten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Im Labor bereiten Auszubildende Nährmedien und Pufferlösungen vor, setzen Bakterien-, Hefe- oder Zellkulturen an und halten sie unter sterilen Bedingungen am Leben. Sie pipettieren Proben, isolieren DNA und Proteine, führen PCR, Gelelektrophorese oder ELISA-Tests durch und werten Ergebnisse am Mikroskop oder am Rechner aus. Ein großer Teil der Arbeit ist Routine: Geräte reinigen und kalibrieren, Chemikalien einwiegen, Messwerte protokollieren. In der Pharmaindustrie und in Prüflaboren gelten strenge Regeln zur Dokumentation, jede Abweichung muss festgehalten werden. Je nach Betrieb gehört auch die Arbeit mit Versuchstieren dazu, etwa Mäusen oder Ratten: füttern, Gesundheit kontrollieren, Proben entnehmen. Wer das ablehnt, sollte schon bei der Bewerbung danach fragen.
Die Ausbildung ist dual und dauert dreieinhalb Jahre. Der praktische Teil findet im Ausbildungsbetrieb statt, größere Unternehmen haben dafür eigene Ausbildungslabore. Dazu kommt Unterricht an der Berufsschule in Biologie, Chemie, Mathematik und Labortechnik. Die Abschlussprüfung wird vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt, die erste Hälfte davon bereits nach etwa zwei Jahren. Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerer Reife oder Abitur ein. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sich die Ausbildung oft verkürzen. Auch Studienabbrecher aus Biologie oder Chemie finden über diesen Weg in den Beruf.
Laborarbeit erfordert Genauigkeit und Geduld. Ein unsauber angesetzter Versuch kann Tage oder Wochen Arbeit wertlos machen, und viele Handgriffe wiederholen sich täglich. Gearbeitet wird viel im Stehen, mit Schutzkleidung, Handschuhen und teils unter Sicherheitswerkbänken. Der Umgang mit Chemikalien und biologischen Arbeitsstoffen verlangt, Sicherheitsvorschriften ohne Ausnahme einzuhalten. Zellkulturen und Tiere richten sich nicht nach Wochenenden, deshalb können Dienste am Samstag oder Sonntag anfallen, Schichtarbeit ist dagegen selten. In der Berufsschule sind Chemie und Rechnen anspruchsvoller, als viele erwarten. Englische Fachtexte und Gerätehandbücher gehören zum Alltag.
Ausbildungsplätze gibt es vor allem in der Chemie- und Pharmaindustrie, in Biotechnologiefirmen, an Universitäten und Forschungsinstituten. Die Zahl der Plätze ist überschaubar und regional sehr ungleich verteilt, mit Schwerpunkten im Rhein-Main-Gebiet, in Baden-Württemberg, Berlin und rund um große Chemiestandorte. Große Unternehmen übernehmen ihre Auszubildenden häufig, in der Forschung sind befristete Verträge dagegen verbreitet. Nach einigen Berufsjahren ist die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Biotechnik oder zum Industriemeister Pharmazie möglich. Mit Abitur oder Fachhochschulreife steht ein Studium etwa in Biotechnologie oder Biologie offen, das manche Betriebe auch dual anbieten.
Die duale Ausbildung zum Biologielaboranten dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Sie verbindet die Praxis im Ausbildungslabor mit Unterricht an der Berufsschule und lässt sich bei Abitur oder guten Leistungen auf drei Jahre oder weniger verkürzen.
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Chemielaboranten führen Analysen und Synthesen im Labor durch, prüfen Rohstoffe und Produkte und dokumentieren Messergebnisse nach festen Vorgaben.
Pharmakantinnen und Pharmakanten stellen in der pharmazeutischen Industrie Arzneimittel wie Tabletten, Salben, Säfte und Injektionslösungen her und verpacken sie. Sie bedienen Produktionsanlagen nach streng festgelegten Vorschriften und dokumentieren jeden Arbeitsschritt.
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