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Bau & Immobilien

Bauleiter

Der Bauleiter steuert eine Baustelle technisch, terminlich und wirtschaftlich – vom Baustart bis zur Abnahme.

24 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Bauleiter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.900 € 4.450 € 5.100 € 53.400 €
Mit Berufserfahrung 4.700 € 5.400 € 6.200 € 64.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.400 € 7.500 € 76.800 €

Im Bauhauptgewerbe gilt der Rahmentarifvertrag für Angestellte und Poliere, doch viele Bauleiter werden außertariflich bezahlt; in der technischen Gebäudeausrüstung gelten die Tarife der Ausbaugewerke. Dienstwagen, Prämien und Auslösen sind nicht eingerechnet; die Spanne wächst mit Projektvolumen und Personalverantwortung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Bauleiter ist der Verantwortliche vor Ort. Er übersetzt Pläne und Leistungsverzeichnisse in einen Bauablauf, bestellt Material und Nachunternehmer, stimmt Termine zwischen den Gewerken ab und prüft, ob das Gebaute dem Vertrag und den Regeln der Technik entspricht. Zu seinen Kernaufgaben gehören das Aufmaß, die Abrechnung und das Nachtragsmanagement: Was außerhalb des Vertrags geleistet werden muss, entscheidet oft über den Ertrag einer Baustelle. Dazu kommen Arbeitsschutz, Baustellenbesprechungen und die Dokumentation im Bautagebuch.

Wichtig ist die Unterscheidung nach Seite. Der Bauleiter des ausführenden Unternehmens verantwortet Qualität und Wirtschaftlichkeit der eigenen Leistung. Die Bauleitung auf Seiten des Bauherrn, oft als Objektüberwachung nach HOAI-Leistungsphase 8 durch ein Architektur- oder Ingenieurbüro, kontrolliert dagegen alle Firmen. Dann gibt es den verantwortlichen Bauleiter nach Landesbauordnung, dessen Pflichten gesetzlich beschrieben sind. Nach Fachrichtung unterscheiden sich Hochbau, Tiefbau, Ingenieurbau und die technische Gebäudeausrüstung mit Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro.

In diesem Bestand ist diese Breite sichtbar: Anzeigen von Unternehmen der technischen Gebäudeausrüstung, die Oberbauleiter für Industrieprojekte suchen, von einem Anbieter von Massivhäusern und von einem großen Baukonzern. Fast alle Stellen sind in fester Anstellung und Vollzeit ausgeschrieben, Teilzeit ist die Ausnahme.

Der Beruf verlangt viel Präsenz: Baustellen beginnen früh, Termine hängen am Wetter und an Lieferketten, und bei mehreren parallelen Projekten gehört Fahrzeit zum Alltag. Dafür ist die Nachfrage beständig hoch, weil es an erfahrenen Bauleitern fehlt. Entwicklungsschritte führen zum Oberbauleiter, der mehrere Bauleiter führt, zur Projektleitung oder in die Niederlassungsleitung.

Aufgaben

  • Bauablauf planen und die Gewerke terminlich koordinieren
  • Nachunternehmer und Material beauftragen und steuern
  • Ausführung auf Qualität, Vertragstreue und Normen prüfen
  • Aufmaße erstellen, Leistungen abrechnen und Nachträge verhandeln
  • Kosten und Termine überwachen und berichten
  • Arbeitsschutz auf der Baustelle sicherstellen
  • Baubesprechungen leiten und das Bautagebuch führen
  • Abnahmen vorbereiten und Mängel abarbeiten

Voraussetzungen

  • Studium Bauingenieurwesen, Architektur oder Versorgungstechnik, alternativ Meister oder Techniker
  • Kenntnisse der VOB und des Bauvertragsrechts
  • Erfahrung in Kalkulation, Abrechnung und Nachtragsmanagement
  • Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick
  • Führerschein Klasse B und Reisebereitschaft
  • Sicherer Umgang mit AVA-Software und Terminplanung

Wo man arbeitet

  • Bauunternehmen im Hoch- und Tiefbau
  • Firmen der technischen Gebäudeausrüstung
  • Schlüsselfertigbau- und Fertighausanbieter
  • Architektur- und Ingenieurbüros
  • Öffentliche Bauverwaltungen

Der Weg in den Beruf

Der häufigste Weg ist ein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen, in der Architektur oder in der Gebäude- und Versorgungstechnik, auch dual. Ebenso verbreitet ist der Aufstieg aus dem Handwerk: nach der Ausbildung im Bau- oder Ausbaugewerbe über den Polier, Meister oder den staatlich geprüften Bautechniker. Die eigentliche Qualifikation entsteht in den ersten Jahren als Junior- oder Assistenzbauleiter an der Seite eines erfahrenen Kollegen.

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