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Logistik & Verkehr

Busfahrer im Linien- und Schülerverkehr

Busfahrerinnen und Busfahrer im Linien- und Schülerverkehr befördern Fahrgäste nach Fahrplan durch Städte und Landkreise und bringen Kinder und Jugendliche zur Schule. Sie lenken Fahrzeuge mit bis zu 18 Metern Länge, verkaufen Fahrkarten und sind für die Sicherheit an Bord verantwortlich.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Busfahrer im Linien- und Schülerverkehr verdient

3.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 3.700 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 3.000 € 3.350 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.250 € 3.700 € 39.000 €

Entscheidend ist der Arbeitgeber: Kommunale Verkehrsbetriebe zahlen meist nach dem Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) des jeweiligen Bundeslandes, private Busunternehmen nach den Landestarifverträgen des privaten Omnibusgewerbes oder ohne Tarif und oft spürbar weniger. Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsdienste sowie geteilte Dienste können das Einkommen deutlich erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Busfahrer im Linien- und Schülerverkehr?

Der Arbeitstag beginnt im Betriebshof mit der Abfahrtskontrolle: Reifen, Licht, Türen, Spiegel, Rampe für Rollstühle, bei Elektrobussen der Ladezustand. Danach geht es auf die Linie. Busfahrer halten den Fahrplan ein, fahren Haltestellen an, achten beim Ein- und Aussteigen auf ältere Menschen, Kinderwagen und Rollstühle und verkaufen oder kontrollieren Fahrscheine. Sie geben Auskunft zu Anschlüssen, melden Störungen an die Leitstelle und reagieren auf Umleitungen, Staus und Baustellen. Im Schülerverkehr fahren sie morgens und mittags feste Touren zu Schulen, oft über Land, und haben dabei viele Kinder gleichzeitig an Bord. Kommt es zu einem Unfall, einem medizinischen Notfall oder einem Streit unter Fahrgästen, müssen sie das Fahrzeug sichern, Hilfe holen und den Vorfall dokumentieren.

Wie wird man Busfahrer im Linien- und Schülerverkehr?

Voraussetzung ist die Fahrerlaubnis der Klasse D und die Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz. Der häufigste Weg führt über die beschleunigte Grundqualifikation mit 140 Unterrichtsstunden und einer Prüfung vor der IHK, meist zusammen mit dem Führerschein in wenigen Monaten. Viele kommunale Verkehrsbetriebe und private Busunternehmen übernehmen die Kosten, wenn man sich für einige Jahre verpflichtet; auch die Agentur für Arbeit fördert den Weg über einen Bildungsgutschein. Das macht den Beruf für Quereinsteiger aus ganz anderen Branchen zugänglich. Wer jung einsteigt, kann eine dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb machen. Alle fünf Jahre ist eine Weiterbildung von 35 Stunden Pflicht.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind der größte Haken. Frühdienste beginnen gegen vier oder fünf Uhr, Spätdienste enden nach Mitternacht, Wochenenden und Feiertage gehören dazu. Im Schülerverkehr sind geteilte Dienste üblich: einige Stunden am Morgen, eine lange unbezahlte Pause, dann wieder Fahrten am Mittag und Nachmittag. Der Tag wird dadurch lang, obwohl die bezahlte Arbeitszeit kürzer ist. Dichter Stadtverkehr, Zeitdruck durch knappe Fahrpläne und die Verantwortung für viele Menschen an Bord erzeugen Stress. Hinzu kommen unfreundliche oder aggressive Fahrgäste; Beleidigungen und gelegentliche Übergriffe sind in vielen Städten ein reales Problem. Langes Sitzen belastet Rücken und Kreislauf. Gefragt sind Gelassenheit, Konzentration über Stunden und die Fähigkeit, auch in Konflikten ruhig und freundlich zu bleiben.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird es bleiben. In den kommenden Jahren geht ein großer Teil der Fahrerinnen und Fahrer in Rente, gleichzeitig wollen Bund und Länder den Nahverkehr ausbauen. Viele Betriebe streichen bereits Fahrten, weil Personal fehlt. Wer den Führerschein hat, findet in fast jeder Region eine Stelle, oft unbefristet. Mit Erfahrung sind Wechsel in die Leitstelle, in die Disposition, zum Lehrfahrer oder zum Verkehrsmeister möglich. Die Umstellung auf Elektro- und Wasserstoffbusse verändert die Technik, ersetzt die Fahrer aber auf absehbare Zeit nicht.

Aufgaben

  • Abfahrtskontrolle am Fahrzeug durchführen
  • Linienfahrten nach Fahrplan fahren und Haltestellen bedienen
  • Schülerinnen und Schüler zu festen Zeiten zur Schule und zurück bringen
  • Fahrkarten verkaufen und kontrollieren
  • Fahrgästen mit Rollstuhl oder Kinderwagen beim Einstieg helfen
  • Störungen, Verspätungen und Vorfälle an die Leitstelle melden
  • Bei Unfällen und Notfällen Erste Hilfe leisten und den Bus sichern

Voraussetzungen

  • Fahrerlaubnis der Klasse D
  • Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz
  • Ärztliche Untersuchung und Sehtest
  • Erweitertes Führungszeugnis, besonders im Schülerverkehr
  • Gute Deutschkenntnisse für den Umgang mit Fahrgästen
  • Belastbarkeit, Ruhe in Konfliktsituationen und Bereitschaft zum Schichtdienst

Wo man arbeitet

  • Kommunale Verkehrsbetriebe und Stadtwerke
  • Private Omnibusunternehmen
  • Regionalbusgesellschaften
  • Subunternehmen im Auftrag von Verkehrsverbünden

Der Weg in den Beruf

Üblich ist der Erwerb der Fahrerlaubnis Klasse D zusammen mit der beschleunigten Grundqualifikation und IHK-Prüfung, was in etwa drei bis sechs Monaten möglich ist und oft vom Arbeitgeber oder der Agentur für Arbeit bezahlt wird. Alternativ führt eine dreijährige duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb in den Beruf.

Offene Stellen als Busfahrer im Linien- und Schülerverkehr

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