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Vertrieb & Kundenservice

Customer Service

Mitarbeitende im Customer Service beantworten Anfragen von Kundinnen und Kunden per Telefon, E-Mail oder Chat, bearbeiten Reklamationen und lösen Probleme rund um Bestellungen, Verträge und Produkte.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Customer Service verdient

3.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.250 bis 4.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.250 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.600 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.300 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €

Am stärksten hängt das Gehalt von der Branche ab: In externen Callcentern ohne Tarifbindung liegt es oft nahe am Mindestlohn, in Serviceabteilungen von Banken, Versicherungen oder Industrieunternehmen mit Tarifverträgen wie dem Tarifvertrag für das private Bankgewerbe oder dem Tarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe deutlich höher. Fremdsprachen, technischer Support und Schichtzulagen heben das Einkommen zusätzlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man im Customer Service?

Im Customer Service laufen die Anliegen der Kundschaft zusammen. Mitarbeitende nehmen Anrufe entgegen, beantworten E-Mails und Chatnachrichten, prüfen den Status von Bestellungen, ändern Adressen oder Tarife, erfassen Reklamationen und veranlassen Gutschriften oder Ersatzlieferungen. Jeder Kontakt wird im Ticketsystem oder in einer Kundendatenbank (CRM) dokumentiert. Viele Anfragen wiederholen sich, etwa Fragen zu Lieferzeiten, Rechnungen oder Kündigungen. Schwierigere Fälle werden an Fachabteilungen weitergegeben oder in Absprache mit ihnen gelöst. In manchen Betrieben gehört auch der Verkauf dazu: Zusatzprodukte anbieten, Verträge verlängern, Kündigungen abwenden. Gearbeitet wird oft nach Vorgaben zu Gesprächsdauer, Erreichbarkeit und Kundenzufriedenheit, die laufend gemessen werden.

Wie wird man Mitarbeiter im Customer Service?

Ein fester Ausbildungsweg ist nicht vorgeschrieben, viele Stellen stehen Quereinsteigenden offen. Gefragt sind dann vor allem gutes Deutsch in Wort und Schrift, sicherer Umgang mit dem Computer und Erfahrung im Kundenkontakt, etwa aus dem Einzelhandel oder der Gastronomie. Die Einarbeitung in Produkte und Systeme übernimmt der Betrieb, meist in einigen Wochen. Wer eine Berufsausbildung möchte, kann Kaufmann oder Kauffrau für Dialogmarketing (drei Jahre) oder Servicefachkraft für Dialogmarketing (zwei Jahre) werden. Auch kaufmännische Abschlüsse wie Kaufmann für Büromanagement oder im Groß- und Außenhandel sind ein guter Einstieg. Für internationale Kundschaft werden Fremdsprachen, vor allem Englisch, häufig verlangt und besser bezahlt.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist geistig fordernd, auch wenn sie im Sitzen stattfindet. Viele Kontakte am Tag, ein hohes Tempo und gleichförmige Abläufe ermüden. Ein Teil der Anrufenden ist verärgert oder unhöflich, und trotzdem wird ein ruhiger, freundlicher Ton erwartet. Die ständige Messung von Kennzahlen setzt manche unter Druck. Je nach Branche wird im Schichtdienst gearbeitet, auch abends, am Wochenende und an Feiertagen, besonders bei Energieversorgern, Telekommunikationsanbietern und Onlinehändlern. Im klassischen Callcenter sind Bezahlung und Arbeitsbedingungen oft schwächer als in den Serviceabteilungen von Banken, Versicherungen oder Industrieunternehmen. Dafür gibt es häufig die Möglichkeit, ganz oder teilweise im Homeoffice zu arbeiten, und viele Stellen sind auch in Teilzeit zu haben, was für Menschen nach einer Elternzeit interessant sein kann.

Aussichten

Kundenservice wird in fast jeder Branche gebraucht, die Zahl offener Stellen ist hoch und die Fluktuation ebenfalls. Einfache Standardanfragen werden zunehmend von Chatbots, Sprachsystemen und Self-Service-Portalen übernommen. Dadurch bleiben für Menschen eher die komplexeren, beratungsintensiven Fälle, was die Anforderungen an Fachwissen erhöht. Wer sich einarbeitet, kann in den Second-Level-Support, ins Beschwerdemanagement, in die Qualitätssicherung oder ins Training neuer Mitarbeitender wechseln. Mit Erfahrung sind Teamleitung und Bereichsleitung möglich, unterstützt durch Weiterbildungen etwa zum Fachwirt für Kundenservice oder zum Geprüften Kundenberater. Auch der Wechsel in den Innendienst-Vertrieb oder ins Key-Account-Management liegt nahe.

Aufgaben

  • Anrufe, E-Mails und Chatanfragen von Kundinnen und Kunden beantworten
  • Bestellungen, Lieferungen und Rechnungen im System prüfen
  • Reklamationen aufnehmen und Gutschriften oder Ersatz veranlassen
  • Kundendaten, Verträge und Tarife ändern
  • Gesprächsinhalte im Ticketsystem oder CRM dokumentieren
  • Schwierige Fälle an Fachabteilungen weiterleiten und nachverfolgen
  • Zusatzprodukte anbieten und Kündigungen entgegenwirken

Voraussetzungen

  • Sicheres Deutsch in Wort und Schrift
  • Routinierter Umgang mit PC, Ticketsystemen und Office-Programmen
  • Geduld und Gelassenheit auch bei verärgerten Gesprächspartnern
  • Belastbarkeit bei hohem Anrufaufkommen und Zielvorgaben
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit je nach Betrieb
  • Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch, für viele Stellen von Vorteil

Wo man arbeitet

  • Callcenter und Service-Dienstleister
  • Onlinehändler und Versandhandel
  • Energieversorger und Telekommunikationsanbieter
  • Banken und Versicherungen
  • Industrie- und Softwareunternehmen
  • Reiseveranstalter und Verkehrsunternehmen

Der Weg in den Beruf

Ein Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, die Einarbeitung übernimmt der Betrieb in einigen Wochen. Als Berufsausbildung gibt es Kaufmann oder Kauffrau für Dialogmarketing mit drei Jahren und Servicefachkraft für Dialogmarketing mit zwei Jahren, beide dual mit IHK-Abschluss. Auch andere kaufmännische Ausbildungen werden gern gesehen.

Offene Stellen als Customer Service

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