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Vertrieb & Kundenservice

Erster Verkäufer / Erste Kraft

Die Erste Kraft vertritt die Filialleitung im Lebensmittelhandel: Kasse, Warenverräumung, Frischekontrolle und Personaleinsatz in der Schicht.

36 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Erster Verkäufer / Erste Kraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.850 € 3.100 € 3.400 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.400 € 3.750 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.700 € 4.100 € 44.400 €

Basis sind die Gehaltsgruppen der Einzelhandelstarifverträge der Länder für Verkäufer mit Zusatzfunktion; die großen Filialisten zahlen mit Haustarifen darüber. Zuschläge für Spät- und Samstagsarbeit sind nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Erster Verkäufer, meist Erste Kraft genannt, ist eine eigene Position im Lebensmitteleinzelhandel und keine Aufwertung des Kassendienstes. Wer sie hat, vertritt die Filialleitung: Schichtverantwortung über die Filiale, Kassenaufsicht und Kassenabschluss, Warenannahme, Verräumung und Bestandskontrolle, Frische- und Mindesthaltbarkeitsprüfung, Reduzierungen, Inventurvorbereitung und die Einteilung der Kollegen während der eigenen Schicht. In vielen Häusern gehört auch das Aufschließen, Abschließen und der Umgang mit dem Tresor dazu.

Im Bestand dieses Portals kommt die Stelle ausschließlich aus dem Lebensmitteldiscount, und der Titel ist über alle Anzeigen hinweg identisch formuliert. Das sagt etwas über den Arbeitsplatz: filialisierter Handel mit standardisierten Prozessen, festen Verräumzeiten, engen Personalschlüsseln und Ergebniskennzahlen je Filiale. Die Arbeit ist körperlich — Paletten ziehen, Kisten heben, den ganzen Tag stehen und gehen — und sie beginnt früh. Frühschichten ab sechs Uhr oder davor sind Standard, Spätschichten bis nach Ladenschluss ebenso, Samstagsarbeit ist Regel und nicht Ausnahme.

Als Einstieg in die Führung ist die Stelle brauchbar: Sie ist die Vorstufe zur Filialleitung, wird intern besetzt, und die Beförderung kommt bei ausreichender Leistung meist innerhalb weniger Jahre. Der Handel bezahlt in dieser Position besser als sein Ruf, vor allem in den Discountketten, die mit eigenen Haustarifen über dem Flächentarif liegen. Was er nicht bietet, ist eine planbare Woche: Der Einsatzplan wechselt, und kurzfristige Umplanungen wegen Krankmeldungen in der Filiale sind normal. Auch Aushilfen in einer anderen Filiale des Bezirks kommen vor. Die Verträge sind in diesem Bestand durchweg unbefristet, und die Stellen verteilen sich über das ganze Bundesgebiet, überwiegend auf kleinere Städte und Gemeinden.

Aufgaben

  • Filiale während der eigenen Schicht führen und die Leitung vertreten
  • Kasse bedienen, Kassendifferenzen klären und den Tagesabschluss machen
  • Warenlieferungen annehmen, prüfen und in die Regale verräumen
  • Frische, Mindesthaltbarkeit und Kühlketten kontrollieren, Ware reduzieren
  • Bestände überwachen, Nachbestellungen anstoßen, Inventuren vorbereiten
  • Mitarbeiter in der Schicht einteilen und neue Kollegen einarbeiten
  • Sauberkeit, Ordnung und die Vorgaben der Lebensmittelhygiene sicherstellen
  • Filiale auf- und abschließen, Tresor und Geldtransport handhaben

Voraussetzungen

  • Ausbildung zum Verkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel, ersatzweise mehrjährige Erfahrung im Lebensmittelhandel
  • Bereitschaft zu Frühschicht ab sechs Uhr, Spätschicht bis nach Ladenschluss und Samstagsarbeit
  • Körperliche Belastbarkeit: Heben, Tragen, Paletten bewegen, Dauerstehen
  • Kassenerfahrung und Sorgfalt im Umgang mit Bargeld
  • Bereitschaft, Verantwortung für die Filiale und für Kollegen zu übernehmen
  • Schulung nach dem Infektionsschutzgesetz für den Umgang mit Lebensmitteln

Wo man arbeitet

  • Discount-Filialen im Lebensmitteleinzelhandel
  • Supermärkte und Verbrauchermärkte
  • Drogerie- und Getränkemärkte
  • Bäckerei- und Fleischerfilialen
  • Tankstellen- und Reisemärkte

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel, danach ein bis drei Jahre in der Filiale und die interne Beförderung zur Ersten Kraft. Quereinstieg ist verbreitet: Wer aus Gastronomie, Lager oder einem anderen Handelsbereich kommt und Kassen- und Warenkenntnis mitbringt, wird eingestellt und intern geschult. Die Ketten qualifizieren mit eigenen Programmen zu Warenkunde, Hygiene, Kassenrecht und Mitarbeiterführung. Von der Ersten Kraft aus führt der nächste Schritt zur stellvertretenden Filialleitung und zur Filialleitung, später in den Bezirk.

Offene Stellen als Erster Verkäufer / Erste Kraft

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