Zum Inhalt springen
Vertrieb & Kundenservice

Kassierer

Kassierer kassieren im Lebensmittelhandel ab, nehmen Pfand und Reklamationen an und füllen zwischen den Kundenströmen die Regale auf.

185 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kassierer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.550 € 2.800 € 30.600 €
Mit Berufserfahrung 2.550 € 2.750 € 3.000 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 2.950 € 3.200 € 35.400 €

Grundlage sind die unteren Gehaltsgruppen des Einzelhandelstarifs für Kassiererinnen und Kassierer ohne Ausbildung sowie die übertariflichen Stundenlöhne großer Discounter, die darüber liegen. Die Werte sind auf Vollzeit hochgerechnet; tatsächlich arbeiten viele in Teilzeit oder im Minijob, Zuschläge für Spätöffnung sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Kassierer ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Tätigkeit, die im Handel angelernt wird. Im Supermarkt und beim Discounter ist die Kasse allerdings selten ein reiner Sitzplatz: Wer kassiert, verräumt in ruhigen Phasen Ware, pflegt die Frische- und Backwarenabteilung, nimmt Pfand an und hilft beim Schließen der Filiale. Die eigentliche Kassentätigkeit ist schnell gelernt, verlangt aber über Stunden Konzentration: Artikel scannen, Preisabweichungen klären, Kartenzahlung und Bargeld sauber abwickeln und am Ende einen Kassenabschluss vorlegen, der auf den Cent stimmt.

Zum Beruf gehört eine Verantwortung, die in Stellenanzeigen kaum auftaucht. Bei Alkohol und Tabak prüft der Kassierer das Alter nach dem Jugendschutzgesetz, bei Falschgeld und manipulierten Gutscheinen soll er aufmerksam werden, und Kassendifferenzen werden in vielen Filialen protokolliert und nachgehalten. Hinzu kommt der Umgang mit Kunden, die ungeduldig, unfreundlich oder überfordert sind. Selbstbedienungskassen haben den Beruf nicht abgeschafft, aber verändert: Dort, wo sie stehen, betreut eine Kraft mehrere Terminals, gibt Altersfreigaben und löst Scanfehler.

In diesem Bestand stammen fast alle Anzeigen von einem einzigen großen Lebensmitteldiscounter, einzelne von einem Personaldienstleister. Rund drei Viertel der Stellen sind ausdrücklich befristet, mehrere Titel nennen den Minijob. Das passt zum Muster des Berufs: Kassenkräfte werden gezielt für Stoßzeiten, Samstage und Urlaubsvertretungen eingestellt, Vollzeit ist eher die Ausnahme. Für Wiedereinsteiger, Studierende und Menschen, die neben Familie oder Studium arbeiten, ist das ein Vorteil; wer ein volles Einkommen braucht, sollte die Wochenstunden vor der Zusage genau klären.

Der Weg nach oben führt über die Ausbildung. Wer längere Zeit an der Kasse und auf der Fläche arbeitet, kann die Externenprüfung zum Verkäufer oder zum Kaufmann im Einzelhandel ablegen, wenn die nötige Berufserfahrung nachgewiesen ist. Ohne Abschluss bleibt die Tätigkeit in den unteren Gehaltsgruppen, mit Abschluss öffnen sich Erstkraft- und Stellvertreterfunktionen.

Aufgaben

  • Waren scannen, Beträge kassieren und Wechselgeld herausgeben
  • Karten-, Gutschein- und mobile Zahlungen abwickeln
  • Alter bei Alkohol und Tabak prüfen
  • Pfand, Umtausch und Reklamationen annehmen
  • Kassenabschluss erstellen und Differenzen melden
  • Selbstbedienungskassen betreuen und Scanfehler beheben
  • Ware verräumen, Regale auffüllen und die Fläche ordnen

Voraussetzungen

  • Keine Ausbildung erforderlich, Einarbeitung im Betrieb
  • Sicherer Umgang mit Zahlen und Bargeld
  • Freundliches Auftreten auch unter Zeitdruck
  • Bereitschaft zu Spät- und Samstagsdiensten
  • Körperliche Belastbarkeit für das Verräumen von Ware
  • Ausreichende Deutschkenntnisse für den Kundenkontakt

Wo man arbeitet

  • Lebensmitteldiscounter
  • Supermärkte und Verbrauchermärkte
  • Drogeriemärkte
  • Baumärkte und Gartencenter
  • Tankstellen und Bahnhofsshops

Der Weg in den Beruf

Für die Kasse wird kein Abschluss verlangt; eingearbeitet wird in der Filiale, meist in wenigen Tagen an der Seite einer erfahrenen Kraft. Wer bleiben will, kann berufsbegleitend oder nach ausreichender Berufserfahrung über die Externenprüfung der IHK den Abschluss als Verkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel erwerben. Einige Handelsketten bieten dafür interne Programme an, die neben der Arbeit auf die Prüfung vorbereiten.

Offene Stellen als Kassierer

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Filialleiter

Filialleiter führen eine Verkaufsstelle im Handel oder Lebensmittelhandwerk, verantworten Personal, Umsatz, Warenbestand und Abläufe.

Offene Stellen
50
Monatsbrutto
3.200 – 5.700 €

Kaufmann im Einzelhandel

Kaufleute im Einzelhandel beraten Kunden, verkaufen Waren und steuern Sortiment, Bestellung, Warenpräsentation und Abrechnung einer Abteilung oder Filiale.

Offene Stellen
59
Monatsbrutto
2.700 – 3.800 €

Lagermitarbeiter

Lagermitarbeiter nehmen Ware an, lagern sie ein, stellen Aufträge zusammen und bereiten Sendungen für den Versand vor.

Offene Stellen
141
Monatsbrutto
2.450 – 3.250 €

Verkäufer

Verkäufer bedienen Kasse und Bedientheke, verräumen Ware und beraten Kunden, in diesem Bestand überwiegend in Teilzeit.

Offene Stellen
479
Monatsbrutto
2.400 – 3.500 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz