Kaufmann im Einzelhandel
Kaufleute im Einzelhandel beraten Kunden, verkaufen Waren und steuern Sortiment, Bestellung, Warenpräsentation und Abrechnung einer Abteilung oder Filiale.
59 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kaufmann im Einzelhandel verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 2.950 € | 3.150 € | 35.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.950 € | 3.200 € | 3.450 € | 38.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.150 € | 3.450 € | 3.800 € | 41.400 € |
Grundlage sind die Gehaltsgruppen G II und G III der Einzelhandelstarife der Länder nach Berufsjahren sowie die Haustarife großer Fachmarktketten; Verkaufsprovisionen und Prämien sind nicht eingerechnet. Die Werte gelten für ausgelernte Kaufleute in Vollzeit und liegen über dem Verkäufer und unter der Erstkraft mit Zusatzfunktion.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Kaufmann im Einzelhandel ist der dreijährige kaufmännische Ausbildungsberuf des Handels. Er verkauft und berät, aber er tut mehr als das: Er kalkuliert Preise, bestellt Ware nach, prüft Wareneingänge, plant Aktionen und Warenpräsentation, wertet Verkaufszahlen aus und übernimmt Verantwortung für einen Bereich. Im Fachhandel für Elektronik, Mode oder Möbel ist die Beratung anspruchsvoll, weil Kunden sich vorher im Internet informiert haben und genau wissen wollen, was ein Gerät kann oder warum es teurer ist als online.
Die Abgrenzung zum Verkäufer ist klar geregelt. Die ersten zwei Ausbildungsjahre sind in beiden Berufen gleich; der Verkäufer schließt danach ab, der Kaufmann lernt ein weiteres Jahr mit Schwerpunkten wie Warenwirtschaft, Personaleinsatz, Marketing oder E-Commerce. Im Laden sieht man den Unterschied an den Aufgaben: Wer Kaufmann ist, wird eher mit Abteilungsverantwortung, Dienstplanung oder der Vertretung der Filialleitung betraut.
In diesem Bestand sind fast alle Anzeigen Ausbildungsplätze, und nahezu alle stammen von einer großen Elektronik-Fachmarktkette, teils mit Ausbildungsstart im Februar. Das Profil beschreibt dennoch den ausgelernten Beruf, und die Gehaltsstufen gelten für Kaufleute nach der Prüfung. Die Ausbildung im Fachmarkt ist technisch geprägt: Smartphones, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, dazu Serviceleistungen wie Finanzierungen, Garantien und Tarife, die im Verkaufsgespräch mitverkauft werden.
Der Handel ist ein Beruf mit Samstagsarbeit, Spätdiensten und Hochphasen vor Weihnachten. Dafür sind die Aufstiegswege kurz und transparent: Erstkraft, Abteilungsleitung, stellvertretende Filialleitung, Filialleitung. Die IHK-Fortbildung zum Handelsfachwirt ist der übliche Schritt in Führungspositionen, und einige Filialisten verbinden sie in Abiturientenprogrammen direkt mit der Ausbildung.
Aufgaben
- Kunden beraten und Verkaufsgespräche führen
- Ware bestellen, annehmen und im System erfassen
- Sortiment und Warenpräsentation gestalten
- Preise kalkulieren und Aktionen umsetzen
- Kasse abrechnen und Zahlungen abwickeln
- Reklamationen und Serviceaufträge bearbeiten
- Verkaufszahlen auswerten und Bestände steuern
- Auszubildende und Aushilfen anleiten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel
- Freude an Beratung und Kundenkontakt
- Kaufmännisches Verständnis und sicherer Umgang mit Zahlen
- Bereitschaft zu Samstags- und Spätdiensten
- Warenkenntnis in der jeweiligen Branche
- Umgang mit Warenwirtschafts- und Kassensystemen
Wo man arbeitet
- Elektronik- und Technikfachmärkte
- Mode- und Textilhandel
- Lebensmittelhandel und Discounter
- Möbel- und Einrichtungshäuser
- Bau- und Gartenmärkte
- Onlinehandel mit stationären Filialen
Der Weg in den Beruf
Dreijährige duale Ausbildung mit Prüfung vor der IHK, deren erster Teil der Abschlussprüfung des Verkäufers entspricht; mit Abitur oder guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich. Die Ausbildungsvergütung folgt den Einzelhandelstarifen der Länder, große Filialisten zahlen über Haustarife teils darüber. Nach der Ausbildung führen die Fortbildungen zum Handelsfachwirt oder Betriebswirt sowie Abiturientenprogramme in die Führung.
Offene Stellen als Kaufmann im Einzelhandel
In der Suche fortsetzenAusbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)
Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)
Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)
Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)
Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)
Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)
Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)
Verwandte Berufe
Filialleiter
Filialleiter führen eine Verkaufsstelle im Handel oder Lebensmittelhandwerk, verantworten Personal, Umsatz, Warenbestand und Abläufe.
- Offene Stellen
- 50
- Monatsbrutto
- 3.200 – 5.700 €
Handelsfachwirt
Der geprüfte Handelsfachwirt ist eine IHK-Fortbildung für Führungsaufgaben im Handel, kein Ausbildungsberuf, und wird oft als Abiturientenprogramm angeboten.
- Offene Stellen
- 12
- Monatsbrutto
- 3.100 – 6.000 €
Kassierer
Kassierer kassieren im Lebensmittelhandel ab, nehmen Pfand und Reklamationen an und füllen zwischen den Kundenströmen die Regale auf.
- Offene Stellen
- 185
- Monatsbrutto
- 2.400 – 3.200 €
Verkäufer
Verkäufer bedienen Kasse und Bedientheke, verräumen Ware und beraten Kunden, in diesem Bestand überwiegend in Teilzeit.
- Offene Stellen
- 479
- Monatsbrutto
- 2.400 – 3.500 €
Passend dazu im Ratgeber
- Lücken im Lebenslauf: benennen statt verstecken Eine unerklärte Lücke wirft mehr Fragen auf als eine erklärte. Wie Sie Zeiten ohne Beschäf...
- Tarifvertrag verstehen: Entgeltgruppe, Stufe, und was daraus folgt Ein Tarifverweis in der Anzeige ist die einzige Gehaltsangabe, die Sie vor dem Gespräch na...
- Ausbildungsplatz finden: wie früh man anfangen muss Große Betriebe besetzen ihre Ausbildungsplätze ein Jahr vor dem Start, kleine oft erst ein...