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Bildung & Soziales

Pädagogische Fachkraft

Pädagogische Fachkräfte arbeiten in Kita, Behindertenhilfe und Jugendhilfe; der Begriff umfasst mehrere anerkannte Abschlüsse vom Erzieher bis zum Sozialpädagogen.

55 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pädagogische Fachkraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.450 € 3.850 € 41.400 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 3.900 € 4.400 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.350 € 5.000 € 52.200 €

Grundlage ist der TVöD Sozial- und Erziehungsdienst von S8a für Erzieher in der Kita über S8b in Heim- und Behindertenhilfe bis S11b und S12 für Sozialpädagogen, sowie die daran angelehnten AVR der Diakonie und Caritas. Die Spanne ist breiter als beim Erzieher, weil der Titel Abschlüsse vom Fachschul- bis zum Hochschulniveau umfasst; Schichtzulagen sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Pädagogische Fachkraft ist kein eigener Ausbildungsberuf, sondern ein Sammelbegriff aus dem Recht der Kindertagesbetreuung und der sozialen Arbeit. Die Länder legen in Fachkräftekatalogen fest, wer in einer Kita als Fachkraft zählt: Erzieher, Kindheitspädagogen, Heilpädagogen, Sozialpädagogen, je nach Land auch Heilerziehungspfleger oder Kinderkrankenpfleger mit Zusatzqualifikation. Wer eine Stelle unter diesem Titel ausschreibt, öffnet sie bewusst für mehrere Abschlüsse, und für Bewerber lohnt ein Blick darauf, ob der eigene Abschluss im jeweiligen Land anerkannt ist.

Die Arbeitsfelder reichen weit. In der Kita unterscheidet sich die Arbeit kaum von der eines Erziehers: Gruppenalltag, Bildungsangebote, Beobachtung und Dokumentation, Elternarbeit. In der Eingliederungshilfe begleiten pädagogische Fachkräfte Menschen mit Behinderung beim Wohnen, in Tagesstrukturen oder in der Arbeit, erstellen Teilhabepläne und unterstützen Selbstständigkeit im Alltag. In der Jugendhilfe betreuen sie Kinder und Jugendliche in Wohngruppen und ambulanten Hilfen.

In diesem Bestand zeigt sich genau diese Breite. Die meisten Anzeigen stammen von einem großen diakonischen Träger, dessen Stellen in der Behindertenhilfe, in Quartiersprojekten und in Wohnangeboten liegen, daneben von Kita-Trägern aus dem kirchlichen und privaten Bereich. Rund zwei Drittel der Stellen sind ausdrücklich in Teilzeit ausgeschrieben. In Wohneinrichtungen bedeutet das oft Schichtdienst einschließlich Wochenenden, in Kitas eher feste Tageszeiten.

Weil der Titel mehrere Qualifikationen umfasst, hängt das Gehalt stärker als bei anderen Berufen am Abschluss und am Arbeitsfeld. Eine Erzieherin in der Kita wird anders eingruppiert als ein Sozialpädagoge mit Bachelor in der Jugendhilfe. Die Aufstiegswege sind entsprechend vielfältig: Gruppen- und Teamleitung, Einrichtungsleitung, Fachberatung, Heilpädagogik oder ein Studium der Sozialen Arbeit berufsbegleitend.

Aufgaben

  • Kinder, Jugendliche oder Erwachsene im Alltag begleiten und fördern
  • Pädagogische Angebote planen, durchführen und reflektieren
  • Entwicklung und Hilfebedarf beobachten und dokumentieren
  • Förder-, Teilhabe- oder Hilfepläne mitgestalten
  • Mit Angehörigen, Betreuern und Behörden zusammenarbeiten
  • Im Team Dienstpläne und Fallbesprechungen mittragen
  • Auszubildende und Praktikanten anleiten

Voraussetzungen

  • Anerkannter pädagogischer Abschluss nach dem Fachkräftekatalog des Landes
  • Erweitertes Führungszeugnis
  • Nachweis der Masernimmunität für Arbeit mit Kindern
  • Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit
  • Je nach Einrichtung Bereitschaft zu Schicht- und Wochenenddiensten
  • Bei kirchlichen Trägern teils Bezug zum christlichen Profil

Wo man arbeitet

  • Kindertagesstätten und Familienzentren
  • Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Werkstätten und Tagesförderstätten
  • Wohngruppen und ambulante Dienste der Jugendhilfe
  • Offene Ganztagsschulen
  • Quartiers- und Mehrgenerationenprojekte

Der Weg in den Beruf

Ein einheitlicher Weg existiert nicht. Die häufigsten Zugänge sind die Fachschulausbildung zum Erzieher oder Heilerziehungspfleger mit staatlicher Anerkennung, jeweils drei bis vier Jahre einschließlich Praxis, sowie Bachelorstudiengänge in Sozialer Arbeit, Kindheitspädagogik oder Heilpädagogik. Welche Abschlüsse als Fachkraft gelten, regelt jedes Land selbst; für Quereinsteiger gibt es in einigen Ländern berufsbegleitende Nachqualifizierungen, die zur Anerkennung führen.

Offene Stellen als Pädagogische Fachkraft

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Erzieher

Erzieher begleiten Kinder und Jugendliche in Kita, Hort und Jugendhilfe, fördern ihre Entwicklung und arbeiten eng mit den Eltern zusammen.

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3.200 – 4.900 €

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Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderung im Alltag, in Wohnen, Arbeit und Freizeit – pädagogisch, pflegerisch und mit dem Ziel größtmöglicher Selbstbestimmung.

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