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Bildung & Soziales

Erzieher / päd. Fachkraft

Erzieherinnen und Erzieher betreuen, begleiten und fördern Kinder und Jugendliche in Kitas, Horten, Heimen und anderen Einrichtungen. Sie planen den pädagogischen Alltag, beobachten die Entwicklung der Kinder und arbeiten eng mit Eltern und Kollegium zusammen.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Erzieher / päd. Fachkraft verdient

3.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 5.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.450 € 3.700 € 41.400 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 3.900 € 4.300 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.100 € 4.700 € 5.800 € 56.400 €

Bei kommunalen Trägern gilt der TVöD Sozial- und Erziehungsdienst (meist Entgeltgruppe S 8a), kirchliche Träger zahlen nach AVR Caritas oder AVR Diakonie auf ähnlichem Niveau, während private und kleine freie Träger oft deutlich darunter liegen. Den größten Sprung bringt die Übernahme einer Kitaleitung, deren Eingruppierung von der Größe der Einrichtung abhängt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Erzieher?

Der größte Teil der Fachkräfte arbeitet in Kindertagesstätten, viele auch in Horten, in der offenen Ganztagsschule, in Wohngruppen der Jugendhilfe oder in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. In der Kita bestimmt der Tagesablauf die Arbeit: Kinder morgens in Empfang nehmen, mit ihnen frühstücken, spielen, basteln, singen, draußen sein, Konflikte schlichten, Kleinkinder wickeln und beim Einschlafen begleiten. Dazu kommen gezielte Angebote zur Sprachförderung, Bewegung oder Naturerfahrung, die nach dem Bildungsplan des jeweiligen Bundeslandes geplant werden. Ein wichtiger Teil ist die Beobachtung: Entwicklungsschritte werden dokumentiert und in Elterngesprächen besprochen. Hinzu kommen Teamsitzungen, Absprachen mit Logopädie, Frühförderung oder Jugendamt und die Vorbereitung von Festen und Ausflügen. In der Jugendhilfe stehen Alltagsbegleitung, Schulunterstützung und die Arbeit mit belasteten Familien im Vordergrund.

Wie wird man Erzieher?

Der übliche Weg ist eine schulische Ausbildung an einer Fachschule oder Fachakademie für Sozialpädagogik. Sie dauert je nach Bundesland und Vorbildung zwei bis vier Jahre, einschließlich Praktika oder eines Berufspraktikums, und endet mit der staatlichen Anerkennung. Zugang haben meist Menschen mit mittlerem Schulabschluss und einer abgeschlossenen Ausbildung, oft als Sozialassistentin oder Kinderpflegerin, oder mit Fachhochschulreife. Viele Länder bieten eine praxisintegrierte Ausbildung an, bei der von Anfang an eine Vergütung gezahlt wird. Für Quereinsteiger gibt es berufsbegleitende Teilzeitformen. Wer Kindheitspädagogik oder Soziale Arbeit studiert hat, kann ebenfalls als pädagogische Fachkraft arbeiten; welche Abschlüsse anerkannt werden, regelt jedes Land selbst.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist anstrengender, als es von außen wirkt. Der Lärmpegel in Gruppen ist hoch, das Sitzen auf kleinen Stühlen und das Heben von Kleinkindern belasten Rücken und Knie, und Infekte gehen in Kitas regelmäßig um. In vielen Einrichtungen fehlt Personal, sodass Gruppen über längere Zeit unterbesetzt sind und für geplante Förderung kaum Raum bleibt. Die Arbeitszeiten liegen in der Kita meist zwischen frühem Morgen und spätem Nachmittag, Elternabende finden abends statt. In Heimen und Wohngruppen gehören Schicht-, Wochenend- und Nachtdienste dazu. Gefragt sind Geduld, Belastbarkeit und die Fähigkeit, auch mit schwierigen Elterngesprächen, Kinderschutzfällen und hohen Erwartungen umzugehen. Teilzeit ist verbreitet, oft auch unfreiwillig, weil Träger keine vollen Stellen anbieten.

Aussichten

Der Bedarf ist hoch und wird es auf absehbare Zeit bleiben. Der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz, der Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen und viele Renteneintritte sorgen dafür, dass ausgebildete Fachkräfte in fast allen Regionen schnell eine Stelle finden. Weiterentwickeln lässt sich der Beruf über Zusatzqualifikationen etwa in Sprachförderung, Krippenpädagogik, Inklusion oder Heilpädagogik. Mit Erfahrung sind die stellvertretende Leitung und die Leitung einer Kita möglich, außerdem Fachberatung bei Trägern. Ein anschließendes Studium der Sozialen Arbeit oder Kindheitspädagogik öffnet weitere Felder in Jugendämtern und Beratungsstellen.

Aufgaben

  • Kinder im Tagesablauf betreuen, beim Essen, Wickeln und Schlafen begleiten
  • Spiel-, Bewegungs- und Sprachförderangebote planen und durchführen
  • Entwicklung der Kinder beobachten und dokumentieren
  • Entwicklungs- und Elterngespräche führen
  • Konflikte zwischen Kindern begleiten und schlichten
  • Mit Team, Therapeuten und Jugendamt Absprachen treffen
  • Feste, Ausflüge und Projekte vorbereiten
  • In der Jugendhilfe Jugendliche im Alltag und bei der Schule unterstützen

Voraussetzungen

  • Staatliche Anerkennung als Erzieherin oder Erzieher oder ein anerkannter pädagogischer Abschluss
  • Erweitertes Führungszeugnis
  • Nachweis über Masernschutz
  • Geduld, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit bei Lärm und Hektik
  • Kommunikationsfähigkeit im Umgang mit Eltern und Team
  • Körperliche Fitness für Heben, Bücken und Arbeiten in Kinderhöhe

Wo man arbeitet

  • Kindertagesstätten und Krippen
  • Horte und offene Ganztagsschulen
  • Heime und Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Jugendzentren und Jugendfreizeiteinrichtungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine zwei- bis vierjährige Ausbildung an einer Fachschule oder Fachakademie für Sozialpädagogik mit Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin oder staatlich anerkannter Erzieher. Viele Bundesländer bieten eine vergütete praxisintegrierte Ausbildung an, für Quereinsteiger gibt es berufsbegleitende Teilzeitformen.

Offene Stellen als Erzieher / päd. Fachkraft

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