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Gesundheit & Pflege

Facharzt/-ärztin für Innere Medizin Nephrologie

Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Nephrologie erkennen und behandeln Erkrankungen der Nieren, Bluthochdruck und Störungen des Wasser- und Salzhaushalts. Ein großer Teil der Arbeit ist die Betreuung von Menschen an der Dialyse und nach einer Nierentransplantation.

17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Facharzt/-ärztin für Innere Medizin Nephrologie verdient

8.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 6.500 bis 14.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 6.500 € 6.900 € 7.500 € 82.800 €
Mit Berufserfahrung 7.300 € 8.000 € 9.000 € 96.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 8.500 € 10.000 € 14.000 € 120.000 €

In Kliniken gelten meist der TV-Ärzte/VKA, an Unikliniken der TV-Ärzte/TdL, bei kirchlichen Trägern die AVR von Caritas oder Diakonie; Dienste und Bereitschaft kommen als Zulagen hinzu. In der Niederlassung oder als Partner eines Dialysezentrums hängt das Einkommen von Patientenzahl und Dialysevergütung ab und kann deutlich über den Tarifwerten liegen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie?

Nephrologinnen und Nephrologen kümmern sich um Menschen, deren Nieren nicht mehr richtig arbeiten. Das sind häufig ältere Patienten mit Diabetes, Bluthochdruck oder Herzschwäche, aber auch Jüngere mit Entzündungen der Nierenkörperchen, Zystennieren oder Autoimmunerkrankungen. Im Alltag werden Laborwerte wie Kreatinin, Kalium und Eiweiß im Urin ausgewertet, Nieren per Ultraschall untersucht, Nierenbiopsien durchgeführt und Medikamente an die Nierenfunktion angepasst. Wenn die Nieren versagen, legen Nephrologen das Dialyseverfahren fest, verordnen die Einstellungen an der Maschine, planen Shunt-Operationen mit und betreuen die Patienten über Jahre, oft dreimal pro Woche. Dazu kommen die Vorbereitung auf eine Transplantation und die Nachsorge mit Immunsuppressiva. In der Klinik gehören akutes Nierenversagen auf Intensivstationen, Konsile für andere Abteilungen und Notfälle wie lebensbedrohliche Kaliumwerte zum Dienst. Viel Zeit fließt in Gespräche mit Patienten, Angehörigen und Pflegekräften sowie in Dokumentation.

Wie wird man Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Medizinstudium von gut sechs Jahren mit Staatsexamen und Approbation. Danach folgt eine Weiterbildung von mindestens sechs Jahren als Assistenzarzt an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte. Sie umfasst allgemeine Innere Medizin mit Notaufnahme und Intensivmedizin sowie mehrere Jahre in der Nephrologie, einschließlich Dialyse. Am Ende steht eine mündliche Prüfung vor der Landesärztekammer. Die genauen Inhalte regelt die jeweilige Weiterbildungsordnung. Ein Quereinstieg ohne Medizinstudium ist nicht möglich; Ärztinnen und Ärzte aus anderen internistischen Fächern können aber Weiterbildungszeiten anrechnen lassen.

Was der Beruf verlangt

Die Nephrologie ist ein Fach der chronischen Krankheiten. Viele Patienten sind schwer und mehrfach krank, Heilung ist selten, Verläufe enden oft mit dem Tod. Das verlangt Geduld, Gesprächsfähigkeit und die Bereitschaft, auch Entscheidungen über einen Dialyseverzicht mitzutragen. In der Klinik gehören Nacht-, Wochenend- und Rufdienste dazu, die Arbeitsbelastung ist hoch, Überstunden sind verbreitet. In Dialysezentren sind die Zeiten planbarer, beginnen aber oft sehr früh, und manche Zentren bieten auch Nachtdialyse an. Die Weiterbildung ist lang und wird in Teilzeit noch länger. Fachlich ist das Gebiet anspruchsvoll, weil es Physiologie, Pharmakologie, Immunologie und Technik verbindet.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wächst. Mit einer alternden Bevölkerung und mehr Diabetes steigt die Zahl der Menschen mit chronischer Nierenerkrankung und Dialysepflicht, während viele niedergelassene Nephrologen in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Kliniken und Dialyseträger suchen deshalb regelmäßig Fachärzte, besonders außerhalb der Großstädte. Entwicklungswege führen zur Oberarzt- oder Chefarztstelle, in die ärztliche Leitung eines Dialysezentrums oder in die Niederlassung, oft in einer Gemeinschaftspraxis. Zusatzqualifikationen wie Hypertensiologie, Intensivmedizin oder Transplantationsmedizin öffnen weitere Felder, ebenso Forschung an Universitätskliniken oder eine Tätigkeit in der Pharmaindustrie.

Aufgaben

  • Nierenfunktion anhand von Laborwerten, Urinbefunden und Ultraschall beurteilen
  • Nierenbiopsien durchführen und Befunde auswerten
  • Dialyseverfahren festlegen und Patienten an der Dialyse regelmäßig visitieren
  • Bluthochdruck, Elektrolytstörungen und Nierenentzündungen medikamentös behandeln
  • Patienten auf eine Nierentransplantation vorbereiten und danach nachsorgen
  • Akutes Nierenversagen auf Intensiv- und Normalstationen behandeln
  • Konsile für andere Fachabteilungen übernehmen
  • Gespräche mit Patienten und Angehörigen über Therapie und Prognose führen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Medizinstudium und Approbation als Arzt oder Ärztin
  • Mindestens sechs Jahre Weiterbildung und bestandene Facharztprüfung vor der Ärztekammer
  • Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Rufdiensten in der Klinik
  • Belastbarkeit im Umgang mit schwer und chronisch kranken Menschen
  • Sorgfalt bei Medikamentendosierung und Laborauswertung
  • Geschick bei Ultraschall und invasiven Eingriffen wie Biopsien und Katheteranlage

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser mit nephrologischer Abteilung
  • Universitätskliniken und Transplantationszentren
  • Dialysezentren freigemeinnütziger und privater Träger
  • Nephrologische Praxen und Gemeinschaftspraxen
  • Medizinische Versorgungszentren

Der Weg in den Beruf

Nach einem Medizinstudium von gut sechs Jahren mit Approbation folgt eine Weiterbildung von mindestens sechs Jahren in Innerer Medizin und Nephrologie an zugelassenen Kliniken. Sie endet mit der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer.

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