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Gesundheit & Pflege

Facharzt fü Kinder- und Jugendmedizin

Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin untersuchen, behandeln und begleiten Kinder und Jugendliche vom Neugeborenen bis zum Erwachsenwerden. Sie arbeiten in Kinderarztpraxen, Kinderkliniken und im öffentlichen Gesundheitsdienst.

34 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Facharzt fü Kinder- und Jugendmedizin verdient

8.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 6.500 bis 14.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 6.500 € 7.000 € 7.800 € 84.000 €
Mit Berufserfahrung 7.300 € 8.000 € 9.000 € 96.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 9.000 € 10.500 € 14.000 € 126.000 €

In kommunalen Kliniken gilt der TV-Ärzte/VKA, an Unikliniken der TV-Ärzte/TdL, mit festen Stufen nach Berufsjahren; Bereitschaftsdienste kommen erheblich hinzu. In der eigenen Praxis hängt das Einkommen von Patientenzahl, Region und Privatpatientenanteil ab und streut deutlich stärker als in der Anstellung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin?

In der Praxis besteht ein großer Teil der Arbeit aus Vorsorge: Früherkennungsuntersuchungen von der U1 bis zur U9 und der J1, Wachstum und Entwicklung beurteilen, Hüften schallen, impfen und Eltern beraten. Dazu kommen akute Erkrankungen wie Atemwegsinfekte, Mittelohrentzündungen, Magen-Darm-Infekte oder Hautausschläge, außerdem chronische Krankheiten wie Asthma, Neurodermitis, Diabetes oder ADHS. Kinder können Beschwerden oft nicht selbst beschreiben, deshalb gehören genaue Beobachtung und das Gespräch mit den Eltern zur Diagnostik. In der Klinik versorgen Kinderärzte Früh- und Neugeborene, betreuen schwer kranke Kinder auf Station, legen Zugänge bei kleinen Venen, werten Labor und Ultraschall aus und arbeiten in der Notaufnahme. Bei Verdacht auf Vernachlässigung oder Misshandlung müssen sie Befunde dokumentieren und mit Jugendamt und Kinderschutzgruppen zusammenarbeiten.

Wie wird man Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Medizinstudium von mindestens sechs Jahren und drei Monaten mit Staatsexamen und Approbation. Danach folgt die Weiterbildung als Assistenzarzt, die nach der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammern 60 Monate dauert, überwiegend in einer Kinderklinik, teilweise auch in einer Praxis. Am Ende steht die Facharztprüfung vor der Ärztekammer. Anschließend sind Schwerpunkte möglich, etwa Neonatologie, Neuropädiatrie, Kinderkardiologie oder Kinder-Hämatologie und -Onkologie. Ein Quereinstieg ohne Medizinstudium ist nicht möglich; Ärzte aus anderen Fachgebieten können sich Teile ihrer Weiterbildung unter Umständen anrechnen lassen.

Was der Beruf verlangt

Der Weg ist lang: Bis zum Facharzt vergehen nach dem Abitur meist zwölf Jahre oder mehr. In der Klinik gehören Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste zum Alltag, Kinderstationen sind häufig knapp besetzt, und in Infektwellen wie bei RSV oder Grippe sind Betten und Personal schnell am Limit. In der Praxis herrscht im Winter hoher Andrang mit vielen kurzen Kontakten am Tag. Belastend sind Notfälle bei Säuglingen, lebensbedrohliche Erkrankungen und der Tod von Kindern. Der Beruf verlangt Geduld mit ängstlichen Kindern und besorgten, manchmal fordernden Eltern, die Fähigkeit, Medikamente exakt nach Gewicht zu dosieren, und ein hohes Maß an Dokumentation. Wer eine eigene Praxis führt, trägt zusätzlich wirtschaftliche Verantwortung und Personalführung. Gleichzeitig ist die Kinder- und Jugendmedizin innerhalb der Medizin kein besonders gut vergütetes Fach, da viele Leistungen über Gespräch und Vorsorge laufen.

Aussichten

Kinderärzte werden gesucht. In vielen Regionen, vor allem auf dem Land und in wachsenden Städten, finden Familien nur schwer eine Kinderarztpraxis, und zahlreiche Praxisinhaber gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Kliniken suchen ebenfalls Fachärzte, auch wenn manche kleine Kinderabteilungen aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Wege führen in die eigene Niederlassung oder eine Anstellung in Praxis und Medizinischem Versorgungszentrum, in der Klinik zur Oberärztin oder zum Chefarzt, in eine Schwerpunktspezialisierung, in Sozialpädiatrische Zentren oder in den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst der Gesundheitsämter mit planbaren Arbeitszeiten.

Aufgaben

  • Früherkennungsuntersuchungen von U1 bis J1 durchführen
  • Kinder und Jugendliche impfen und Eltern zu Impfungen beraten
  • Akute Infekte untersuchen und behandeln
  • Chronisch kranke Kinder langfristig betreuen und Therapien anpassen
  • Medikamente nach Körpergewicht dosieren und verordnen
  • Früh- und Neugeborene auf Station oder im Kreißsaal versorgen
  • Ultraschall- und Laborbefunde auswerten
  • Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung dokumentieren und Hilfe einleiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Medizinstudium mit Approbation
  • Fünfjährige Weiterbildung und bestandene Facharztprüfung vor der Ärztekammer
  • Geduld und Einfühlungsvermögen im Umgang mit Kindern und Eltern
  • Belastbarkeit in Notfällen und bei schweren Diagnosen
  • Bereitschaft zu Nacht- und Wochenenddiensten in der Klinik
  • Sorgfalt bei Dosierung und Dokumentation

Wo man arbeitet

  • Kinder- und Jugendarztpraxen
  • Kinderkliniken und Kinderabteilungen von Krankenhäusern
  • Medizinische Versorgungszentren
  • Sozialpädiatrische Zentren
  • Gesundheitsämter
  • Universitätskliniken

Der Weg in den Beruf

Nach dem Medizinstudium von mindestens sechs Jahren und drei Monaten mit Approbation folgt eine fünfjährige Weiterbildung als Assistenzarzt, überwiegend in einer Kinderklinik. Sie endet mit der Facharztprüfung vor der Landesärztekammer und dem Titel Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin.

Offene Stellen als Facharzt fü Kinder- und Jugendmedizin

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